+Artikel 30 Aufgaben des Europäischen Dateninnovationsrats
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Artikel 30 Aufgaben des Europäischen Dateninnovationsrats

Artikel 30

Aufgaben des Europäischen Dateninnovationsrats

Der Europäische Dateninnovationsrat hat folgende Aufgaben:

a) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einer einheitlichen Praxis der öffentlichen Stellen und der in Artikel 7 Absatz 1 genannten zuständigen Stellen für die Bearbeitung von Anträgen auf Weiterverwendung von Daten der in Artikel 3 Absatz 1 genannten Datenkategorien;

b) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einer einheitlichen Praxis für den unionsweiten Datenaltruismus;

c) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einer einheitlichen Praxis der für Datenvermittlungsdienste zuständigen Behörden und der für die Registrierung von datenaltruistischen Organisationen zuständigen Behörden bei der Anwendung der Anforderungen, die jeweils für Anbieter von Datenvermittlungsdiensten und anerkannte datenaltruistische Organisationen gelten;

d) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einheitlicher Leitlinien dazu, wie nicht personenbezogene sensible Geschäftsdaten, vor allem Geschäftsgeheimnisse, aber auch nicht personenbezogene Daten von Inhalten, die durch Rechte des geistigen Eigentums geschützt sind, vor unrechtmäßigem Zugriff, der möglicherweise den Diebstahl geistigen Eigentums oder Industriespionage zur Folge hat, optimal geschützt werden können;

e) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung einheitlicher Leitlinien zu Cybersicherheitsanforderungen beim Austausch und der Speicherung von Daten;

f) 

Beratung der Kommission unter besonderer Berücksichtigung der Beiträge von Normungsgremien bei der Festlegung von Prioritäten für die Verwendung bzw. Entwicklung sektorübergreifender Normen für die Datennutzung und sektorübergreifende gemeinsame Datennutzung durch neue gemeinsame europäische Datenräume sowie für den sektorübergreifenden Vergleich und Austausch bewährter Verfahren in Bezug auf Sicherheitsanforderungen und Zugangsverfahren in bestimmten Sektoren, wobei sektorspezifische Normungstätigkeiten insbesondere bei der Klärung, welche Normen und Praktiken sektorspezifisch und welche sektorübergreifend sind, und bei der diesbezüglichen Differenzierung zu berücksichtigen sind;

g) 

Unterstützung der Kommission unter besonderer Berücksichtigung der Beiträge von Normungsgremien bei ihren Bemühungen, einer Fragmentierung des Binnenmarkts und der Datenwirtschaft im Binnenmarkt entgegenzuwirken, indem die grenzüberschreitende und die sektorübergreifende Interoperabilität von Daten sowie von Diensten für die gemeinsame Datennutzung zwischen verschiedenen Sektoren und Bereichen auf der Grundlage bestehender europäischer, internationaler oder nationaler Normen verbessert wird, um unter anderem die Schaffung gemeinsamer europäischer Datenräume zu fördern;

h) 

Unterbreitung von Leitlinien zu „gemeinsamen europäischen Datenräumen“, also zu zweck- oder sektorspezifischen oder auch sektorübergreifenden interoperablen Rahmen mit gemeinsamen Normen und Praktiken für die gemeinsame Nutzung oder Verarbeitung von Daten – unter anderem zur Entwicklung neuer Produkte und Dienste, für die wissenschaftliche Forschung oder für Initiativen der Zivilgesellschaft; solche gemeinsame Normen und Praktiken tragen geltenden Normen Rechnung, entsprechen den Wettbewerbsregeln und gewährleisten den nichtdiskriminierenden Zugang für alle Beteiligten, um die gemeinsame Datennutzung in der Union zu erleichtern und das Potenzial bereits vorhandener und künftiger Datenräume auszuschöpfen; dabei werden folgende Bereiche behandelt:

i) 

Verwendung und Entwicklung sektorübergreifender Normen für die Datennutzung und die sektorübergreifende gemeinsame Datennutzung, sektorübergreifender Vergleich und Austausch bewährter Verfahren in Bezug auf sektorale Sicherheitsanforderungen und Zugangsverfahren, wobei sektorspezifische Normungstätigkeiten insbesondere Klärung der Frage, welche Normen und Praktiken sektorspezifisch und welche sektorübergreifend sind, und bei der diesbezüglichen Differenzierung zu berücksichtigen sind,

ii) 

Anforderungen bezüglich der Beseitigung von Marktzutrittsbeschränkungen und der Vermeidung von Lock-in-Effekten im Interesse eines fairen Wettbewerbs und der Interoperabilität,

iii) 

angemessener Schutz für rechtmäßige Datenübertragungen in Drittländer, einschließlich Schutzvorkehrungen gegen nach Unionsrecht verbotene Datenübertragungen,

iv) 

angemessene und nichtdiskriminierende Vertretung der einschlägigen Interessenträger bei der Verwaltung gemeinsamer europäischer Datenräume,

v) 

Einhaltung der gemäß dem Unionsrecht geltenden Cybersicherheitsanforderungen.

i) 

Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bezüglich der Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Erlaubnis, binnenmarktweit im Besitz öffentlicher Stellen befindliche Kategorien von Daten gemäß Artikel 3 Absatz 1 wiederzuverwenden;

j) 

Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den für Datenvermittlungsdienste zuständigen Behörden und den für die Registrierung von datenaltruistischen Organisationen zuständigen Behörden mittels Kapazitätsaufbau und Informationsaustausch, insbesondere durch die Festlegung von Methoden für einen effizienten Informationsaustausch über das Anmeldeverfahren für Anbieter von Datenvermittlungsdiensten und die Eintragung und Überwachung anerkannter datenaltruistischer Organisationen, einschließlich der Abstimmung über Gebühren und Sanktionen sowie der Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den für Datenvermittlungsdienste zuständigen Behörden und den für die Registrierung von datenaltruistischen Organisationen zuständigen Behörden beim internationalen Zugang zu Daten und internationale Datenübertragungen;

k) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Prüfung der Frage, ob die Durchführungsrechtsakte gemäß Artikel 5 Absätze 11 und 12 erlassen werden sollen;

l) 

Beratung und Unterstützung der Kommission bei der Entwicklung des europäischen Einwilligungsformulars für Datenaltruismus gemäß Artikel 25 Absatz 1;

m) 

Beratung der Kommission bei der Verbesserung des internationalen Regelungsumfelds für nicht personenbezogene Daten einschließlich der Normung.

1. Übersicht

,
Bezeichnung Regulierung
Article 30 (a)

to advise and assist the Commission with regard to developing a consistent practice of public sector bodies and competent bodies referred to in Article 7(1) in handling requests for the re-use of the categories of data referred to in Article 3(1);

Article 30 (b)

to advise and assist the Commission with regard to developing a consistent practice for data altruism across the Union;

Article 30 (c)

to advise and assist the Commission with regard to developing a consistent practice of the competent authorities for data intermediation services and the competent authorities for the registration of data altruism organisations in the application of requirements applicable to data intermediation services providers and recognised data altruism organisations;

Article 30 (d)

to advise and assist the Commission with regard to developing consistent guidelines on how to best protect, in the context of this Regulation, commercially sensitive non-personal data, in particular trade secrets, but also non-personal data representing content protected by intellectual property rights from unlawful access that risks intellectual property theft or industrial espionage;

Article 30 (e)

to advise and assist the Commission with regard to developing consistent guidelines for cybersecurity requirements for the exchange and storage of data;

Article 30 (f)

to advise the Commission, in particular taking into account the input from standardisation organisations, on the prioritisation of cross-sector standards to be used and developed for data use and cross-sector data sharing between emerging common European data spaces, cross-sectoral comparison and exchange of best practices with regard to sectoral requirements for security and access procedures, taking into account sector-specific standardisation activities, in particular clarifying and distinguishing which standards and practices are cross-sectoral and which are sectoral;

Article 30 (g)

to assist the Commission, in particular taking into account the input from standardisation organisations, in addressing fragmentation of the internal market and the data economy in the internal market by enhancing cross-border, cross-sector interoperability of data as well as data sharing services between different sectors and domains, building on existing European, international or national standards, inter alia with the aim of encouraging the creation of common European data spaces;

Article 30 (h)

to propose guidelines for common European data spaces, namely purpose- or sector-specific or cross-sectoral interoperable frameworks of common standards and practices to share or jointly process data for, inter alia, the development of new products and services, scientific research or civil society initiatives, such common standards and practices taking into account existing standards, complying with the competition rules and ensuring non-discriminatory access to all participants, for the purpose of facilitating data sharing in the Union and reaping the potential of existing and future data spaces, addressing, inter alia:

(i)

cross-sectoral standards to be used and developed for data use and cross-sector data sharing, cross-sectoral comparison and exchange of best practices with regard to sectoral requirements for security and access procedures, taking into account sector-specific standardisation activities, in particular clarifying and distinguishing which standards and practices are cross-sectoral and which are sectoral;

(ii)

requirements to counter barriers to market entry and to avoid lock-in effects, for the purpose of ensuring fair competition and interoperability;

(iii)

adequate protection for lawful data transfers to third countries, including safeguards against any transfers prohibited by Union law;

(iv)

adequate and non-discriminatory representation of relevant stakeholders in the governance of common European data spaces;

(v)

adherence to cybersecurity requirements in accordance with Union law;

Article 30 (i)

to facilitate cooperation between Member States with regard to setting harmonised conditions allowing for the re-use of the categories of data referred to in Article 3(1) held by public sector bodies across the internal market;

Article 30 (j)

to facilitate cooperation between competent authorities for data intermediation services and competent authorities for the registration of data altruism organisations through capacity-building and the exchange of information, in particular by establishing methods for the efficient exchange of information relating to the notification procedure for data intermediation services providers and the registration and monitoring of recognised data altruism organisations, including coordination with regard to the setting of fees or penalties, as well as facilitate cooperation between competent authorities for data intermediation services and competent authorities for the registration of data altruism organisations with regard to international access and transfer of data;

Article 30 (k)

to advise and assist the Commission with regard to evaluating whether the implementing acts referred to in Article 5(11) and (12) are to be adopted;

Article 30 (l)

to advise and assist the Commission with regard to developing the European data altruism consent form in accordance with Article 25(1);

Article 30 (m)

to advise the Commission on improving the international regulatory environment for non-personal data, including standardisation.

1.1 Referenzen

1.2 Identifizierte Anforderungen

1.3 Zugehörige Standards

2. Identifizierte Anforderungen

Anforderungen
Quelle Anforderung

3. Zugehörige Standards

Standards
Quelle Anforderung