In persönlichen Gesprächen, am Telefon oder auch in E-Mails sind viele Mitarbeitende bereit, weit mehr Informationen preiszugeben, als sie das in z. B. in einem Brief oder in größerer Runde tun würden. Darüber hinaus wird die Identität der Kommunikationspartner und -partnerinnen in der Regel nicht hinterfragt, da dies als unhöflich empfunden wird. Ebenso werden häufig Berechtigungen nicht ausreichend geprüft, sondern aus der (behaupteten) Rolle implizit abgeleitet. So können Mitarbeitende eine E-Mail von angeblichen Bekannten ihrer Vorgesetzten erhalten, mit der vermeintlich die schnelle Überweisung eines ausstehenden Betrages vereinbart wurde. Oder eine fremde Person in Arbeitskleidung mit Montagekoffer erhält Zutritt zum Rechenzentrum, nachdem er etwas von "Wasserrohren" erwähnt.