SAP-Berechtigungskonzepte sind fachlich und technisch komplex. Aufgrund dieser hohen Anforderungen werden sie in vielen Institutionen kaum oder nur ungenügend geplant und umgesetzt. Fehlt jedoch ein durchdachtes Berechtigungskonzept, werden z. B. Konten oft mehr Berechtigungen als notwendig zugewiesen. Diese Konten könnten dann das SAP-ERP-System vorsätzlich manipulieren oder versehentlich beschädigen. Somit ist die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit gefährdet.

Darüber hinaus muss das Design der Berechtigungen in S/4HANA-Systemen zwischen den integrierten Komponenten ABAP, HANA und NetWeaver Gateway (für Fiori-Anwendungen) genau abgestimmt und synchronisiert werden, da ansonsten widersprüchliche Berechtigungen vergeben werden könnten.

Wird das SAP-Berechtigungskonzept nicht ausreichend dokumentiert, können vergebene Berechtigungen nicht mehr nachvollzogen und somit gepflegt werden. So ist es z. B. möglich, dass bereits ausgeschiedene oder mit neuen Aufgaben betraute Mitarbeitende immer noch auf SAP-ERP-Systeme zugreifen können.