Bei den virtuellen Clients handelt es sich um Clients im Sinne des Bausteins SYS.2.1 Allgemeiner Client, die gegebenenfalls einen unterschiedlichen Schutzbedarf haben können. Werden diese Clients auf einer gemeinsamen Virtualisierungsinfrastruktur betrieben, könnte eine bestehende Trennung auf Port-Ebene durch den eingesetzten Virtualisierungsserver aufgehoben werden (auf Ebene der virtuellen Switches).
Werden die virtuellen Clients, z. B. durch Konfigurationsfehler, auf Ebene der virtuellen Switches, VLANs oder physischen Schnittstellen nicht den vorgesehenen Netzsegmenten zugeordnet, könnten diese auf schützenswerte Netze und dort befindliche Informationen zugreifen, für die sie nicht berechtigt sind.
Virtualisierungsserver werden in der Regel in zentralen IT-Betriebsbereichen (Rechenzentren) betrieben, in denen auch weitere zentrale Server positioniert sind. Sind virtuelle Clients und zentrale Server nicht in Netzsegmenten positioniert, die voneinander getrennt sind, können virtuelle Clients unberechtigt oder unbeabsichtigt auf Server zugreifen. Sind in diesen Netzsegmenten virtuelle Clients enthalten, die auf das Internet zugreifen dürfen, vergrößert dies die Angriffsfläche.
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