Gebührenbetrug im Zusammenhang mit Daten- oder Telekommunikationsdiensten hat das Ziel, die Kosten für geführte Telefonate oder Datentransfers auf Dritte zu übertragen. Eine TK-Anlage lässt sich auf verschiedene Weise von außen manipulieren. Zum einen können Angreifende versuchen, vorhandene Leistungsmerkmale für den Gebührenbetrug zu missbrauchen. Zu diesen Leistungsmerkmalen zählen beispielsweise aus der Ferne umprogrammierbare Rufumleitungen oder Dial-in-Optionen. Zum anderen können die Berechtigungen so vergeben werden, dass kommende „Amtsleitungen“ abgehende „Amtsleitungen“ belegen. Auf diese Weise können Anrufenden bei Anwahl einer bestimmten Rufnummer auf Kosten des TK-Anlagenbetreibenden von außen automatisch wieder mit dem „Amt“ verbunden werden.

Darüber hinaus können nicht nur Angreifende von außen, sondern auch die Beschäftigten innerhalb einer Institution mit den Gebühren betrügen. So können sie etwa versuchen, auf Kosten der Institution oder der anderen Beschäftigten zu telefonieren, indem sie z. B. von fremden Apparaten telefonieren, fremde Berechtigungscodes (Passwörter) auslesen oder persönliche Berechtigungen verändern.