+GEB.10 Schutz vor Elementarschäden
---+GEB.10.1 Klimatisierung
------+GEB.10.1.1 Luftstrom-Analyse
------+GEB.10.1.2 Klimamessung
------+GEB.10.1.3 Redundante Klimatisierung
---+GEB.10.2 Brandschutz
------+GEB.10.2.1 Baulicher Brandschutz
------+GEB.10.2.2 Brandabschnitte
------+GEB.10.2.3 Rauchdichtheit
------+GEB.10.2.4 Brandwiderstandsklassen
------+GEB.10.2.5 Brandmeldeanlagen
------+GEB.10.2.6 Brandunterdrückung
------+GEB.10.2.7 Brandschutzprüfung
---+GEB.10.3 Wasserschutz
------+GEB.10.3.1 Doppelter baulicher Wasserschutz
------+GEB.10.3.2 Leckagesensor
---+GEB.10.4 Blitzschutzeinrichtungen
------+GEB.10.4.1 Niederohmigkeit
---+GEB.10.5 Ableitfähiger Fußbodenbelag

GEB.10 Schutz vor Elementarschäden

1. Přehled

Název Standard
GEB.10.1 Klimatisierung

Gebäudemanagement für Standorte SOLLTE eine ausreichende Klimatisierung von Räumlichkeiten anhand von [Schwellwerten] installieren.

Erläuterung

Klimatisierung meint das Erzeugen und Aufrechterhalten von Temperatur und Luftfeuchtigkeit innerhalb bestimmter Schwellwerte. Zur Bestimmung der Schwellwerte können verschiedene Angaben herangezogen werden, u.a. Herstellerangaben für die am Standort betriebenen Systeme, Compliance-Vorgaben zur Arbeitsplatzsicherheit, branchenspezifische Normen und Standards (z.B. DIN EN ISO 7730), Energieeffizienzrichtlinien und Umweltvorschriften, sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu optimalen Arbeitsbedingungen. Die Implementierung kann umfassen: Die Gestaltung von Räumen mit klarer Trennung von Zu- und Abluftwegen, um Innenzirkulation zu vermeiden; Beseitigung von Hindernissen in kritischen Luftstromwegen; Implementierung geeigneter Einschlusslösungen für bestimmte Anwendungsfälle (z. B. heiße/kalte Servergänge oder Reinräume in der Fertigung); Optimierung der Geräteplatzierung zur Maximierung einer effizienten Luftverteilung; regelmäßige Wartung der Belüftungssysteme, einschließlich Filteraustausch und Kanalreinigung; strategische Platzierung von Ablenkblechen oder Deflektoren zur Lenkung des Luftstroms; saisonale Anpassung der HLK-Einstellungen an sich ändernde äußere Bedingungen; Einsatz drehzahlvariabler Ventilatoren und intelligenter Steuerungen, um dynamisch auf sich ändernde Lasten zu reagieren; regelmäßige Wärmebildaufnahmen, um entstehende Probleme zu erkennen. Den größen Nutzen bringt es in der Regel zunächst die größten Hindernisse zu beseitigen, sowie die Abdichtung unerwünschter Luftwege und die Optimierung der wichtigsten lufttechnischen Anlagen zu beachten. In Serverräumen empfiehlt sich oft eine gedrehte Rack-Ausrichtung, sodass die Luftzufuhr der Geräte aus kalten Gängen erfolgt, während die Abluft direkt in warmen Gänge geleitet wird, wodurch eine Rezirkulation verhindert und die Kühlung aufrechterhalten wird. Gleichzeitig verbessert diese Konfiguration die Betriebspraktikabilität durch die Positionierung der Kabelanschlüsse für einen bequemen Zugang der Techniker, ohne die Luftstrommuster zu unterbrechen.

GEB.10.2 Brandschutz

Gebäudemanagement für Standorte SOLLTE Brandschutz nach den entsprechenden Normen verankern.

Erläuterung

Maßnahmen können z.B. die Verwendung nicht brennbarer Baumaterialien (u.a. DIN 4102, DIN EN 13501), brandsichere Elektroinstallation, Feuerlöscher (DIN 14406), Rauchabzugsanlagen (DIN 18232) sowie Brandmelde- (DIN EN 54) und Löschanlagen (DIN EN 671) sein. Bei der Planung kann die örtliche Feuerwehr hinzugezogen werden. Gesetzliche Anforderungen hierzu sind in der Praktik Compliance zu berücksichtigen.

GEB.10.3 Wasserschutz

Gebäudemanagement für Standorte SOLLTE zwischen Assets und Witterungs- sowie Wassergefahrenstellen mindestens eine physische Schutzmaßnahme vor Wasser nach den entsprechenden Normen installieren.

Erläuterung

Relevant ist hierbei sowohl Wasser von oben (Regen und Schnee), als auch von unten (Überflutungen, gesammeltes Regenwasser). Maßnahmen können z.B. witterungsbeständige Baumaterialien, Abdichtungen, Überdachungen, Entwässerungssysteme oder eine erhöhte Positionierung, die eher nicht in überfluteten Bereichen liegen wird, sein. Schränke und Gehäuse können auch mit einer geeigneten IP-Schutzklasse (z.B. IP65) gegen Wasser geschützt werden.

GEB.10.4 Blitzschutzeinrichtungen

Gebäudemanagement für Standorte SOLLTE Blitzschutzeinrichtungen nach [einem anerkannten Standard] installieren.

Erläuterung

Blitzschutzeinrichtungen sind bauliche oder technische Maßnahmen, die Gebäude, Anlagen und darin befindliche Systeme vor den direkten und indirekten Auswirkungen eines Blitzeinschlags schützen. Der Zweck dieser Regelung liegt darin, Risiken durch Blitzeinschläge zu reduzieren: Ein direkter Einschlag könnte Gebäudestrukturen beschädigen, Brände verursachen oder elektrische Systeme zerstören. Indirekte Einschläge könnten durch Überspannungen Datenverluste oder den Ausfall kritischer Systeme hervorrufen. Die Installation nach anerkannten Standards kann hier Schäden an Bausubstanz, Stromversorgung und Informationssystemen verhindern und die Verfügbarkeit sensibler Infrastruktur sichern. Ein anerkannter Standard ist hier die DIN EN 62305, die Anforderungen an Planung, Errichtung und Prüfung von Einrichtungen wie Fangstangen oder Erdungsanlagen definiert. Sie kennt verschiedene Schutzklassen. Für Standorte mit normalem Schutzbedarf wird Schutzklasse II oder besser gemäß DIN EN 62305 empfohlen. Für Räume für technische Infrastruktur oder Rechenzentren ist mindestens die Blitzschutzzone 2 (LPZ 2) sinnvoll.

GEB.10.5 Ableitfähiger Fußbodenbelag

Gebäudemanagement für Räume für technische Infrastruktur KANN im Nahfeld von Systemen einen ableitfähigen Fußbodenbelag installieren.

Erläuterung

Ein ableitfähiger Boden ist ein Fußbodenbelag, der es ermöglicht, statische Aufladungen abzuleiten, beispielsweise durch eine geerdete Verbindung. Er zeichnet sich durch einen elektrischen Widerstand zwischen 10^6 und 10^9 Ohm aus. Ableitfähige Böden werden in Bereichen eingesetzt, in denen elektrostatische Entladungen (ESD) vermieden werden müssen. Die Umsetzung kann nach DIN EN 14041 oder DIN IEC 61340-4-1 erfolgen.

1.1 Odkazy

1.2 Identifikované požadavky

1.3 Související regulace

2. Identifikované požadavky

Požadavky
Zdroj Požadavek

3. Související regulace

Regulace
Zdroj Regulace