+KONF.6.1 Minimal erforderliche Berechtigungen für Anwendungen
---+KONF.6.1.1 Datenkapselung
---+KONF.6.1.2 Isolierung von Anwendungen
---+KONF.6.1.3 Isolierte Arbeitsumgebungen
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KONF.6.1 Minimal erforderliche Berechtigungen für Anwendungen
Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE erforderliche Berechtigungen für Anwendungen einschränken. Erläuterung Ziel ist es, Angriffsflächen zu minimieren und unerwünschte Seiteneffekte zu vermeiden. Durch restriktive Rechtevergabe pro App lässt sich das Risiko für Zugriffe auf sensible Bereiche stark senken. Gleichzeitig trägt dieses Prinzip dazu bei, eine klare Trennung zwischen den einzelnen Systemkomponenten zu bewahren und unkontrollierte Wechselwirkungen zu verhindern. Beispiele sind Lese- und Schreibrechte für Verzeichnisse, insbesondere für Systemverzeichnisse, Berechtigungen zum Zugriff auf Sensoren oder Peripheriegeräte, sowie der Netzzugriff. Um die Umsetzung zu erleichtern können Berechtigungsprofile erstellt werden, die je nach Anwendungsklasse (z. B. Office, Multimedia, Tools) eine Basislinie an Privilegien definieren. Diese Profile können in einer zentralen Verwaltungssoftware (z. B. über Gruppenrichtlinien oder ein Mobile‑Device‑Management) hinterlegt und automatisch auf neue Installationen angewendet werden. Vor der Freigabe einer Softwareinstallation kann ein Reviewprozess etabliert werden, bei dem anhand von Funktionsdokumentationen geprüft wird, welche minimalen Rechte erforderlich sind. Darüber hinaus kann der Einsatz von Sandboxing- oder Virtualisierungstechnologien unterstützen, indem Anwendungen in einer isolierten Umgebung mit genau festgelegten Schnittstellen betrieben werden können. Tools zur Rechteanalyse (etwa zur Ermittlung der tatsächlich genutzten APIs und Dateizugriffe) können helfen, überflüssige Freigaben im Nachgang weiter einzuschränken.
1. Přehled
| Název |
Standard |
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KONF.6.1.1 Datenkapselung
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Konfiguration für IT-Systeme KANN Datenkapselung aktivieren. Erläuterung Bei der Datenkapselung, im Englischen als data encapsulation bekannt, handelt es sich um einen Schutzmechanismus, bei dem Daten logisch vor dem Zugriff des restlichen Systems verborgen werden. Hierdurch wird der direkte Zugriff unterbunden und ausschließlich über definierte, sichere Schnittstellen bereitgestellt. Zweck ist es, die Angriffsfläche auf sensible Daten zu verringern und deren Integrität sowie Vertraulichkeit zu wahren. Ohne eine solche Kapselung könnte beispielsweise eine Schadsoftware auf einem Server direkt auf Konfigurationsdateien oder im Arbeitsspeicher gehaltene Anmeldeinformationen anderer Anwendungen zugreifen und diese manipulieren oder ausleiten. Durch eine wirksame Datenkapselung kann die Institution sicherstellen, dass Zugriffe nur über vorab genehmigte und protokollierte Wege erfolgen, was eine unautorisierte Modifikation oder einen unbemerkten Abfluss von Daten erschwert. Technisch erfolgt dies zum Beispiel durch einen abgeschlossenen Speicherbereich auf einem mobilen Gerät für persönliche Informationen wie Kontakte oder Kalender (PIM-Container). Die Kapselung erfordert eine separate Authentisierung vor dem Zugriff auf die gekapstelten Daten und eine vom Betriebssystem unabhängige Daten- & Transportverschlüsselung innerhalb der Kapselung.
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KONF.6.1.2 Isolierung von Anwendungen
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Konfiguration für IT-Systeme KANN die Isolierung von [bestimmten Anwendungen] aktivieren. Erläuterung Die Isolation von Anwendungen (auch Application Sandboxing oder Application Confinement genannt) kann die Auswirkungen von Fehlfunktionen oder einer Kompromittierung auf andere Anwendungen und Systemressourcen begrenzen. Hierzu werden Zugriffe einer Anwendung auf beispielsweise Prozesse, Dateisystembereiche, Netzwerkressourcen oder Geräte auf die für ihren Betrieb vorgesehenen Ressourcen und Schnittstellen beschränkt. „Bestimmte Anwendungen“ bezeichnet die Anwendungen, für die aufgrund ihres Einsatzzwecks oder der damit verbundenen Risiken eine isolierte Ausführung vorgesehen ist. Die Isolation kann mit unterschiedlichen technischen Mechanismen umgesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise Betriebssystemfunktionen zur Zugriffsbeschränkung wie SELinux- oder AppArmor-Profile, containerbasierte Isolation oder die Ausführung in virtuellen Maschinen. Die verschiedenen Verfahren bieten unterschiedliche Isolationsstärken. Container teilen sich typischerweise den Kernel des Hostsystems, während virtuelle Maschinen zusätzlich über ein eigenes Gastbetriebssystem und einen eigenen Kernel gegenüber dem Hostsystem abgegrenzt sind.
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KONF.6.1.3 Isolierte Arbeitsumgebungen
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Konfiguration für Mobile Endgeräte KANN die Isolation verschiedener Arbeitsumgebungen für verschiedene Verwendungen aktivieren. Erläuterung Verschiedene Verwendungen sind z.B. die berufliche und private Nutzung, oder die Nutzung als IT-System mit erhöhtem Schutzbedarf und das Surfen im Internet. Arbeitsumgebungen sind getrennt, wenn die zu schützenden Daten ausschließlich in der geschützten Umgebung verbleiben. Beispielimplementierungen sind Apple® Configuration Profile oder Android™ Work Profile. Je nach Aufbau des Systems können hierzu z.B. Trennung auf Betriebssystemebene, netzbasierte Trennung, Virtualisierung oder Container eingesetzt werden.
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1.1 Odkazy
1.2 Identifikované požadavky
1.3 Související regulace
2. Identifikované požadavky
Požadavky
| Zdroj |
Požadavek |
3. Související regulace
Propojené úkoly
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