+KONF.4.1 Anbindung an Verzeichnisdienst
---+KONF.4.1.1 Weiterleitung von Anmeldeinformationen

KONF.4.1 Anbindung an Verzeichnisdienst

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE die Anbindung an einen Verzeichnisdienst aktivieren.

Erläuterung

Anbindung meint hier die Authentifizierung und Autorisierungsprüfung von Zugangskonten über einen Verzeichnisdient (häufig auch als Directory Service bezeichnet). Dies ermöglicht die zentrale Verwaltung von Identitäten und deren Berechtigungen. Dies bedeutet, dass Zugriffsrechte für alle angebundenen Systeme zentral verwaltet und bei Bedarf umgehend angepasst werden können, was die Einhaltung des Prinzips der geringsten Rechte (Principle of Least Privilege) unterstützt. Ein häufiger Ansatz zur technischen Umsetzung ist die Verwendung von Protokollen wie LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) oder der Einsatz von Single Sign-On (SSO) Lösungen, die eine einmalige Authentifizierung des Nutzers für mehrere Systeme ermöglichen. Institutionen können dabei die Anbindung neuer Systeme durch Automatisierung im Rahmen des Provisioning-Prozesses sicherstellen, um menschliche Fehler zu reduzieren. Beispielsweise könnte ein Standard-Skript bei der Installation eines neuen Servers dessen automatische Anbindung an den Verzeichnisdient veranlassen. In Windows Betriebssystemen erfolgt die Konfiguration des Betriebssystem über entsprechende Gruppenrichtlinien (Group Policy Object) aus dem Active Directory.

1. Oversigt

Titel Standard
KONF.4.1.1 Weiterleitung von Anmeldeinformationen

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE die Weiterleitung mehrfach verwendbarer Anmeldeinformationen deaktivieren.

Erläuterung

„Weiterleitung mehrfach verwendbarer Anmeldeinformationen“ (auch als Credential Forwarding oder Credential Delegation bezeichnet) meint Mechanismen, bei denen Anmeldeinformationen oder daraus abgeleitete Authentisierungsinformationen an ein weiteres System übertragen oder diesem zur weiteren Authentisierung zur Verfügung gestellt werden. Dadurch können auf dem Zielsystem Informationen oder Authentisierungsfähigkeiten verfügbar werden, die bei einer Kompromittierung für weitere Zugriffe missbraucht werden könnten. Die Einschränkung der Weiterleitung kann das Risiko reduzieren, dass Angreifende nach der Kompromittierung eines Systems Anmeldeinformationen oder daraus abgeleitete Authentisierungsinformationen für laterale Bewegungen verwenden. Insbesondere bei privilegierten Zugangskonten kann dadurch vermieden werden, dass wiederverwendbare Anmeldeinformationen auf weniger vertrauenswürdigen Systemen verfügbar werden. Für Remotezugriffe können Verfahren eingesetzt werden, bei denen die Anmeldeinformationen nicht an das Zielsystem übertragen werden. Beispiele unter Windows sind Remote Credential Guard oder Restricted Admin für Remotedesktopverbindungen. Bei SSH-Verbindungen kann auf die Weiterleitung des lokalen SSH-Authentisierungsagenten verzichtet werden. Wird Agent Forwarding nicht benötigt, kann dessen Verwendung client- und serverseitig eingeschränkt werden.

1.1 Referencer

1.2 Identificerede krav

1.3 Relaterede reguleringer

2. Identificerede krav

Krav
Kilde Krav

3. Relaterede reguleringer

Reguleringer
Kilde Regulering

Linkede sager