+KONF.14 Verteilte Anwendungen
---+KONF.14.1 Verschlüsselung beim Transport
------+KONF.14.1.1 Obligatorische Verschlüsselung
------+KONF.14.1.2 Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
---+KONF.14.2 Source Port Randomisierung
---+KONF.14.3 Iterative Beantwortung
---+KONF.14.4 Caching
---+KONF.14.5 Zeitüberschreitung von Netzverbindungen

KONF.14 Verteilte Anwendungen

1. Oversigt

Titel Standard
KONF.14.1 Verschlüsselung beim Transport

Konfiguration für Anwendungen SOLLTE Kommunikation beim Transport über Netze nach [einem anerkannten Standard] verschlüsseln.

Erläuterung

Werden Daten unverschlüsselt übertragen, so könnten sie abgehört oder unbemerkt manipuliert werden. Relevant sind hierbei alle von der Anwendung übertragenen Daten, inklusive Authentifizierung an der Benutzerschnittstelle oder API, Abruf von Daten, Server-Server-Replikation oder zur Datensicherung. Das betrifft sowohl Inhalts- als auch Metadaten. Die Umsetzung kann mit Algorithmen zur Transportverschlüsselung wie Transport Layer Security (TLS) oder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erfolgen. Für aktuelle Verschlüsselungsverfahren siehe BSI TR-02102. Die Konfiguration der Verschlüsselung kann sich daran orientieren, wie lange die transportieren Daten, z.B. Transaktionen, vertraulich zu behandeln sind. Eine Herausforderung hierbei sind Anwendungen, die über allgemeine Anbindungen mit anderen Institutionen kommunizieren, z.B. E-Mails oder Anrufe ins öffentliche Telefonnetz. Diese Anwendungen können nur ihren Teil der Verbindungsstrecke verschlüsseln, so dass der Rest der Strecke und damit die Verbindung an sich dennoch unverschlüsselt sein könnte. Überträgt die Anwendung keine schützenswerten Daten über das Netz, so ist die Anforderung entbehrlich.

KONF.14.2 Source Port Randomisierung

Konfiguration für DNS-Server SOLLTE Source Port Randomisierung aktivieren.

Erläuterung

Die mehrfache Verwendung gleicher Source Ports erleichtert Angreifern das Erraten gültiger Antworten, z. B. bei DNS-Spoofing oder Cache-Poisoning-Angriffen. Sourceport-Randomisierung (IETFC RFC 5452) erhöht die Anzahl möglicher Kombinationen und erschwert derartige Angriffe.

KONF.14.3 Iterative Beantwortung

Konfiguration für DNS-Server SOLLTE die iterative Beantwortung von DNS-Anfragen aus dem Internet aktivieren.

Erläuterung

Bei iterativen Anfragen kommt die Antwort direkt vom autoritativen Server, statt auf zwischengespeicherte Antworten anderer DNS-Resolver zu vertrauen. Dies reduziert die Angriffsfläche für Cache Poisoning und erschwert DNS-Tunneling zur Datenexfiltration oder Command-and-Control-Kommunikation.

KONF.14.4 Caching

Konfiguration für Anwendungen von Mobilen Endgeräten KANN eine Zwischenspeicherung häufig verwendeter Daten aktivieren.

Erläuterung

Caches sind lokale Zwischenspeicher, die Zugriffe beschleunigen oder bei Netzstörungen ersetzen können. Kann durch Caching-Funktionen auf dem Client, auf Servern in Außenstellen (z.B. Windows BranchCache, Squid Proxy Cache oder CacheFS) oder Caching auf WAN-Netzkomponenten umgesetzt werden.

KONF.14.5 Zeitüberschreitung von Netzverbindungen

Konfiguration für Anwendungen SOLLTE Netzverbindungen bei Zeitüberschreitung blockieren.

Erläuterung

Dauerhaft aufrecht erhaltene, ungenutzte Verbindungen erhöhen die Gefahr unbefugter Zugriffe auf die Anwendung oder eines Überlaufens von Systemressourcen.

1.1 Referencer

1.2 Identificerede krav

1.3 Relaterede reguleringer

2. Identificerede krav

Krav
Kilde Krav

3. Relaterede reguleringer

Reguleringer
Kilde Regulering