+SENS.10 Administration
---+SENS.10.1 Grundprinzipien der Systemadministration
---+SENS.10.2 Umgang mit privilegierten Berechtigungen
---+SENS.10.3 Systemadministration - Sicherheitsvorfälle
---+SENS.10.4 Systemadministration - Strukturierte Verkabelung
---+SENS.10.5 Systemadministration - Internetnutzung
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SENS.10 Administration
1. Übersicht
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Standard |
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SENS.10.1 Grundprinzipien der Systemadministration
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Sensibilisierung für Administrierende SOLLTE zu den Grundprinzipien der sicheren Administration sensibilisieren. Erläuterung Administriende sind durch ihre weitreichenden Zugangs- und Zugriffsberechtigungen, sowie ihre Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur von besonderer Bedeutung für die Informations- und Cybersicherheit. Hier bedeutet „sichere Administration“, dass administrative Tätigkeiten so gestaltet werden, dass Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Systeme möglichst gewahrt bleiben. Dazu zählen etwa Zugriffskontrolle und Rechtevergabe nach dem Least-Privilege-Prinzip, Netzwerksegmentierung, Systemhärtung, Loganalyse, Datensicherungen und Monitoring sowie die Vorbereitung für Notfälle. Um dies sicherzustellen ist es wichtig, die festgelegten Regeln (z.B. IT-Betriebskonzept) zu kennen und auf deren Einhaltung zu achten.
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SENS.10.2 Umgang mit privilegierten Berechtigungen
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Sensibilisierung für Administrierende SOLLTE zum Umgang mit privilegierten Berechtigungen sensibilisieren. Erläuterung Privilegierte Berechtigungen (auch „administrative Rechte“, „Root-Berechtigungen“ oder „elevated privileges“ genannt) ermöglichen weitreichende Systemeingriffe und können bei unsachgemäßer Verwendung schwerwiegende Sicherheitsvorfälle verursachen. Beispielsweise könnte ein Administrator mit Root-Zugriff versehentlich kritische Systemdateien löschen, sensible Daten einsehen, oder Angreifer könnten solche Zugangsdaten abgreifen und mit diesen durch Lateral Movement ungehindert im Netzwerk agieren. Dies wird besonders deutlich an realen Vorfällen, bei denen Administratoren durch Social Engineering zum Einsatz ihrer Berechtigungen manipuliert wurden oder durch mangelndes Bewusstsein für Sicherheitsimplikationen ihrer Handlungen Schwachstellen selbst geschaffen haben. Stattdessen ist es sinnvoll, solche Berechtigungen nur dann zu verwenden, wenn sie für die aktuelle Aktion erforderlich sind, z.B. durch sudo. Zudem ist es bei diesen Zugangsdaten besonders wichtig, dass sie nicht ungeschützt abgelegt werden. Das betrifft auch Zugangsdaten, die in Skripten oder Anwendungen hinterlegt werden um diese auszuführen: Werden diese beim Aufruf von Kommandozeilenbefehlen oder in Skripten mitgespeichert, könnten sie in Protokollen oder im Prozessspeicher sichtbar sein und missbraucht werden. Sinnvoll ist stattdessen die Verwendung von Passwort-Managern, Umgebungsvariablen oder speziellen Secrets-Management-Lösungen. Dazu gehört auch die regelmäßige Rotation solcher Zugangsdaten bei Dienstekonten (Service Accounts).
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SENS.10.3 Systemadministration - Sicherheitsvorfälle
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Sensibilisierung für Administrierende SOLLTE zu Verfahren und Regelungen bei Sicherheitsvorfällen sensibilisieren. Erläuterung Für die Behandlung und Nachsorge bei Sicherheitsvorfällen sind die festgelegten Verfahren und Regelungen einzuhalten. Hierzu gehört etwa das Erkennen auffälliger Logeinträge, der Umgang mit kompromittierten Administratorpasswörtern oder das strukturierte Sammeln erster Fakten, bevor ein Incident-Response-Team übernimmt. Effektiv kann auch ein klar dokumentiertes Ablaufdiagramm sein, das den Meldeweg und zulässige Sofortmaßnahmen visuell darstellt und in Administrationshandbüchern oder direkt im Ticket-System hinterlegt ist.
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SENS.10.4 Systemadministration - Strukturierte Verkabelung
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Sensibilisierung für Administrierende von Netzen SOLLTE zur strukturierten Verkabelung sensibilisieren. Erläuterung Eine strukturierte Verkabelung kann die Übersichtlichkeit, Fehlertoleranz und Betriebssicherheit von Netzwerken erheblich verbessern. Sie dient dazu, Kabelwege und -anschlüsse einheitlich zu planen, zu dokumentieren und physisch so zu gestalten, dass Fehlverkabelungen, Kabelschäden oder unbefugte Eingriffe erschwert werden. Ohne solche Maßnahmen kann es zu chaotischen Verkabelungen kommen, die Fehlerdiagnosen erschweren, längere Ausfallzeiten verursachen oder im schlimmsten Fall unbemerkt unautorisierte Geräte ins Netz einschleusen lassen. So könnte etwa ein unbeschriftetes Patchkabel versehentlich abgezogen werden, wodurch kritische Systeme offline gehen, oder ein Kabelbündel könnte bei einer unachtsamen Bewegung beschädigt werden, was zu intermittierenden Netzwerkausfällen führt. Im konkreten Kontext bezeichnet „strukturierte Verkabelung“ ein einheitlich aufgebautes und dokumentiertes System von Kabeln, Anschlüssen und Patchfeldern, das nach anerkannten Standards (z. B. nach DIN EN 50173 und 50174) geplant und umgesetzt wird. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Kabel, normgerechte Verlegungswege unter Berücksichtigung von EN 50310 sowie die Einhaltung von Mindestbiegeradien und Trennungsabständen zu elektrischen Leitungen. Administrierende können durch klare Kabelführung, Farbcodierungen, eindeutige Beschriftungen und eine nachvollziehbare Dokumentation ihre Arbeitsumgebung übersichtlicher und sicherer gestalten.
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SENS.10.5 Systemadministration - Internetnutzung
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Sensibilisierung für Administrierende SOLLTE gegen den Internetzugriff über ein Administrationskonto sensibilisieren. Erläuterung Administrationskonten sind im konkreten Kontext privilegierte Benutzerkonten, die erweiterte Rechte für Konfigurations-, Installations- oder Wartungsaufgaben besitzen. Internetzugriff bezeichnet dabei das Herstellen von Verbindungen zu externen Diensten oder Webseiten außerhalb der institutionseigenen Netze. Ein solcher Zugriff mit einem Administrationskonto stellt ein erhebliches Risiko dar: Schadsoftware könnte mit denselben hohen Rechten ausgeführt werden oder Anmeldedaten könnten über unsichere Webseiten abgegriffen werden. Hiervon können Zugriffe ausgenommen werden, die zur Administration des Systems mit diesen Rechten erforderlich sind, z.B. Download von Sicherheitsupdates durch Applikationen, die zur Ausführung administrative Rechte benötigen.
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1.1 Referenzen
1.2 Identifizierte Anforderungen
1.3 Zugehörige Regulierungen
2. Identifizierte Anforderungen
Anforderungen
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Anforderung |
3. Zugehörige Regulierungen
Regulierungen
| Quelle |
Regulierung |
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