Die reguläre Arbeit mit Administrationsrechten, wie beispielsweise die Erledigung von Aufgaben und Tätigkeiten, die auf einem Client-System grundsätzlich mit Standardberechtigungen vorgesehen und möglich sind, stellt auf einem Server ein Sicherheitsrisiko dar. Sind gesonderte administrative Konten nicht auf die minimal notwendigen Rechte zur Durchführung administrativer Tätigkeiten beschränkt („Least Privilege“-Prinzip), können bei Übernahme solcher Konten weitreichende Rechte auf dem Server oder weiteren IT-Systemen erlangt und hoher Schaden verursacht werden. Auch ein Missbrauch von Rechten durch legitime Administrierende ist ein relevantes Schadensszenario. Da die Rollen oft sehr mächtig sind, sind hier die Auswirkungen in der Regel beträchtlich, etwa bei den sogenannten Domänenadministratoren. Auch ohne Passwörter zu erraten oder zu brechen, können z. B. durch sogenannte Pass-the-Hash-Verfahren geeignete Credentials ausgelesen und missbraucht werden, um sich lateral im Netz weiterzubewegen.