Neben spezifischen ICS-Komponenten werden zunehmend Komponenten und Software aus der Office-IT eingesetzt. Aufgrund der sehr langen Lebenszyklen in der OT werden diese Komponenten in der Regel deutlich länger betrieben als in der Office-IT üblich, teilweise auch über die Support-Zyklen der herstellenden Unternehmen hinaus.
Dies hat zur Folge, dass nach dem Ablauf der Unterstützung der herstellenden Unternehmen keine Updates gegen Schwachstellen mehr zur Verfügung gestellt werden. Dem gegenüber stehen oftmals öffentlich dokumentierte Schwachstellen sowie Werkzeuge, die diese Schwachstellen ausnutzen. Dies ermöglicht auch nicht versierten Angreifenden ein erfolgreiches Eindringen in die OT-Systeme. Das gilt auch, wenn Updates nicht oder nur mit sehr großer Verzögerung eingespielt werden.
Die langen Einsatzzeiten können zudem zu Problemen bei der Beschaffung von Ersatzteilen führen, etwa wenn diese nicht mehr produziert werden. Dies gilt auch für mögliches Know-how zur Pflege und Wartung von Alt-Systemen, über das neue Mitarbeitende nicht mehr verfügen.
Zudem enthalten ICS-Komponenten häufig detaillierte Informationen über den geregelten oder überwachten Prozess. Auch aus sonstigen übertragenen Werten, wie Mess- oder Steuerungsdaten, lassen sich diese Informationen teilweise rekonstruieren. Gleiches gilt für Steuerungsprogramme oder -parameter. Angreifende könnten so an Geschäftsgeheimnisse gelangen.
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