+KONF.10 Konfiguration von Anwendungen
---+KONF.10.1 Grundkonfiguration für Anwendungen
------+KONF.10.1.1 Versionierung der Anwendungskonfiguration
---+KONF.10.2 Kryptographische Verfahren in Anwendungen
---+KONF.10.3 Änderung von Default-Zugangsdaten
---+KONF.10.4 Deaktivierung nicht benötigter Anwendungsfunktionen
---+KONF.10.5 Überprüfung der Konfiguration
------+KONF.10.5.1 Automatisierte Überprüfung der Konfiguration
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KONF.10 Konfiguration von Anwendungen
1. Panoramica
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Standard |
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KONF.10.1 Grundkonfiguration für Anwendungen
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Konfiguration für Anwendungen SOLLTE eine Grundkonfiguration dokumentieren. Erläuterung Eine Grundkonfiguration (engl. baseline configuration) bezeichnet in diesem Kontext einen dokumentierten Ausgangszustand einer Anwendung, der sowohl funktionale Anforderungen als auch sicherheitsrelevante Einstellungen berücksichtigt. Sie umfasst unter anderem Parameter wie Benutzerrechte, Logging-Einstellungen, Schnittstellenaktivierungen oder Verschlüsselungsoptionen und bildet damit die Referenz, auf die spätere Anpassungen zurückgeführt oder überprüft werden können. Fehlt eine nachvollziehbare Grundkonfiguration, könnte es bei Updates, Migrationen oder im Incident-Fall zu schwer erkennbaren Abweichungen kommen, die unerwünschte Sicherheitslücken hinterlassen. Eine klare Dokumentation kann dagegen die Nachvollziehbarkeit erhöhen, unerwünschte Änderungen sichtbar machen und den sicheren Betrieb der Anwendung unterstützen. Zur praktischen Umsetzung kann die Institution eine dokumentierte Konfigurationsvorlage entwickeln, die sowohl Herstellerempfehlungen als auch anerkannte Empfehlungen des BSI oder aus Benchmarks wie die des Center for Internet Security (CIS) berücksichtigt. Die Sicherheit von Anwendungen ist in besonderem Maße kontextbezogen: So könnten z.B. über E-Mail oder Messenger hoch vertrauliche Daten ausgetauscht werden oder auch öffentliche Informationen. Daher ist hier eine Vertiefung der Risikoanalyse empfehlenswert, die sich an der Verwendung der Anwendungen in Geschäftsprozessen orientiert. Dabei besteht ein enger Bezug zu Compliance-Anforderungen, zum Beispiel an finanzielle Transaktionen oder den Datenschutz, je nachdem welche Datenverarbeitungen mit der Anwendung vorgenommen werden.
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KONF.10.2 Kryptographische Verfahren in Anwendungen
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Konfiguration für Anwendungen SOLLTE kryptographische Verfahren nach [anerkannten Standards] im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement aktivieren. Erläuterung Kryptographie wird für die Authentifizierung, Verschlüsselung und Integritätprüfung in Anwendungen verwendet, z.B. bei der Anmeldung an der Anwendung oder digitalen Signierung von Nachrichten. Die Formulierung "im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement" bedeutet, dass die Authentifizierung so erfolgt, wie in der Praktik Berechtigung (BER) festgelegt. Hierzu gehört insbesondere die Verwendung aktueller kryptographischer Verfahren, wie sie im Thema Schlüsselmanagement zu finden ist. Anerkannte kryptographische Verfahren sind in der BSI TR-02102 zu finden.
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KONF.10.3 Änderung von Default-Zugangsdaten
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Konfiguration für Anwendungen SOLLTE die Änderung von Default-Zugangsdaten ausführen. Erläuterung Hiermit sind Default-Passwörter, als auch vertrauenswürdige Authentisierungs-Schlüssel oder Zertifikate fallen, die per Default zur Anmeldung akzeptiert werden, gemeint.
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KONF.10.4 Deaktivierung nicht benötigter Anwendungsfunktionen
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Konfiguration für Anwendungen SOLLTE nicht benötigte Anwendungsfunktionen deaktivieren. Erläuterung Funktionen die für den Betrieb nicht benötigt werden stellen ein unnötiges Sicherheitsrisiko dar, da sie von Angreifern ausgenutzt werden oder durch Wechselwirkungen zu unvorhergesehenen Fehlern führen könnten. Hierzu gehören z.B. ungenutzte Cloud-Anbindungen, Module, Leistungsmerkmale oder Einstellungen. Installationspakete enthalten häufig eine Vielzahl von ausführbaren Dateien und Erweiterungen. Für den Betrieb nicht benötigte Anwendungskomponenten können Schwachstellen enthalten und sind ein unnötiges Sicherheitsrisiko.
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KONF.10.5 Überprüfung der Konfiguration
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Konfiguration für Anwendungen SOLLTE die Übereinstimmung der tatsächlichen Konfiguration mit dem Referenzzustand [regelmäßig] überprüfen. Erläuterung Referenzzustand („baseline configuration“) bezeichnet hier die dokumentierte und freigegebene Konfiguration der Anwendung, also die gewünschte und autorisierte Einstellung von Parametern, Diensten und Komponenten. Die tatsächliche Konfiguration ist die aktuelle technische Umsetzung dieser Einstellungen der Anwendung selbst. Der Abgleich beider Zustände dient vor allem der Vermeidung von Configuration Drift – d.h. dass Anwendungen schleichend von der definierten Grundkonfiguration abweichen. Dies könnte auftreten, wenn Änderungen nicht zentral dokumentiert oder automatisierte Installationen nicht einheitlich umgesetzt werden. Ohne diese Kontrolle könnte es zu unbemerkten Fehlkonfigurationen kommen, die Sicherheitslücken öffnen oder Betriebsstörungen verursachen. Durch regelmäßige Vergleiche kann eine Institution sicherstellen, dass Anwendungen konsistent, vertrauenswürdig und wartbar bleiben. Die Umsetzung kann technisch etwa mit Skripten erfolgen, die automatisiert Konfigurationsparameter auslesen und vergleichen. Auch der Einsatz von „Configuration Management“- oder „Compliance Scanning“-Werkzeugen kann unterstützen, indem sie Differenzen visualisieren und Reports erzeugen. Prozessual kann es hilfreich sein, Prüfintervalle nach Kritikalitätsklassen zu staffeln (z. B. sicherheitskritische Anwendungen wöchentlich, weniger kritische vierteljährlich) und Ergebnisse in Change-Management-Prozesse zurückzuführen.
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1.1 Riferimenti
1.2 Requisiti identificati
1.3 Regolamentazioni correlate
2. Requisiti identificati
Requisiti
| Fonte |
Requisito |
3. Regolamentazioni correlate
Regolamentazioni
| Fonte |
Regolamentazione |
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