+KONF.1 Grundlagen
---+KONF.1.1 Verfahren und Regelungen
------+KONF.1.1.1 Dokumentation
------+KONF.1.1.2 Zuweisung der Aufgaben
------+KONF.1.1.3 Bekanntgabe
---+KONF.1.2 Regelmäßige Überprüfung
---+KONF.1.3 Management von Werkzeugen
---+KONF.1.4 Einschränkung des Zugriffs auf Dokumentation
---+KONF.1.5 Verschlüsselung von Konfigurationsgeheimnissen

KONF.1 Grundlagen

1. Apžvalga

Pavadinimas Standartas
KONF.1.1 Verfahren und Regelungen

Konfiguration MUSS Verfahren und Regelungen zum Konfigurationsmanagement verankern.

Erläuterung

Die Umsetzung kann in einem eigenen Prozess, oder integriert in andere Prozesse und Aufgaben erfolgen. Die bei der Festlegung des Verfahrens im Einzelnen zu berücksichtigenden Inhalte ergeben sich aus den Anforderungen dieser Praktik.

KONF.1.2 Regelmäßige Überprüfung

Konfiguration MUSS die Verfahren und Regelungen [regelmäßig] und anlassbezogen auf Aktualität überprüfen.

Erläuterung

Eine geplante der etablierten Verfahren und Regelungen dient dazu festzustellen, ob diese noch wirksam, effizient und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst sind. Eine anlassbezogene Überprüfung wird durch spezifische Ereignisse ausgelöst, wie etwa einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, eine strategische Neuausrichtung der IT oder neue gesetzliche Anforderungen. Der Zweck dieser Anforderung ist es, die kontinuierliche Verbesserung und Anpassungsfähigkeit des Prozesses sicherzustellen, da veraltete Regelungen neuen technologischen Entwicklungen oder Bedrohungen nicht mehr gerecht werden könnten; ein vor Jahren für monolithische Anwendungen konzipierter Prozess ist beispielsweise für agile Entwicklungsmethoden oder Microservice-Architekturen ungeeignet. Die regelmäßige Überprüfung kann die Effektivität des Sicherheitsmanagements langfristig aufrechterhalten und die Resilienz der Institution stärken.

KONF.1.3 Management von Werkzeugen

Konfiguration SOLLTE verwendete Konfigurationswerkzeuge einschließlich Verwendungszweck und Herkunft dokumentieren.

Erläuterung

Der Begriff Konfigurationswerkzeuge bezeichnet in diesem Zusammenhang alle technischen Hilfsmittel, mit denen Systemeinstellungen erstellt, verändert oder verwaltet werden – beispielsweise Skriptsprachen, Automatisierungs-Frameworks, Versionsverwaltungswerkzeuge oder grafische Konfigurationsoberflächen. Unter Verwendungszweck wird verstanden, welche Funktion das jeweilige Werkzeug innerhalb des Betriebs erfüllt, etwa für automatisierte Serverbereitstellung, Netzwerkkonfiguration oder Datenbankparametersteuerung. Mit Herkunft ist die Herkunft des Werkzeugs gemeint, d. h. ob es sich um Eigenentwicklungen, quelloffene Software oder kommerzielle Produkte handelt und aus welchen Quellen diese bezogen werden. Die Dokumentation dieser Punkte kann Transparenz schaffen und Nachvollziehbarkeit erhöhen, wodurch Fehlkonfigurationen oder Manipulationen schneller erkannt werden können. Ohne klare Übersicht könnte unklar bleiben, mit welchen Mitteln kritische Systeme verändert wurden, was die Ursachenanalyse im Störungsfall erheblich erschweren könnte. Eine saubere Dokumentation kann verhindern, dass nicht vertrauenswürdige oder nicht mehr gepflegte Werkzeuge unbemerkt im Betrieb verbleiben und so potenzielle Angriffsvektoren entstehen. Für die Umsetzung kann die Institution eine strukturierte Werkzeugliste führen, in der pro Eintrag neben Name, Version und Hersteller auch Zweck und Beschaffungsquelle vermerkt werden. Diese Liste kann in einem Konfigurations- oder Inventarsystem gepflegt werden, sodass Aktualisierungen automatisiert oder zumindest standardisiert erfolgen können. Praktisch kann es helfen, jedes neue Werkzeug vor Einsatz über ein Freigabeverfahren einzutragen und zu kennzeichnen, ob es intern geprüft wurde. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, bestehende Versionskontrollsysteme oder zentrale Wiki-Seiten zu nutzen, die alle relevanten Informationen versioniert und nachvollziehbar speichern können. Dies kann auch durch eine Markierung der administrativen Werkzeuge im Inventar der Anwendungen umgesetzt werden.

KONF.1.4 Einschränkung des Zugriffs auf Dokumentation

Konfiguration SOLLTE den Zugriff auf dokumentierte Konfigurationen einschränken.

Erläuterung

„Dokumentierte Konfigurationen“ sind hierbei festgehaltene Einstellungen von IT-Systemen, Anwendungen, Netzwerken oder Sicherheitskomponenten, die in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegen und den Sollzustand einer IT-Umgebung definieren. Der Zweck der Vorschrift liegt darin, die Integrität und Vertraulichkeit solcher Konfigurationsinformationen zu schützen. Ein unkontrollierter Zugriff könnte beispielsweise dazu führen, dass ein Unbefugter Passworteinstellungen oder Firewall-Regeln manipuliert. Aus der Konfiguration von IT-Systemen könnte ein Angreifer zudem wichtige Informationen zu möglichen Schwachstellen ablesen (z.B. bei technisch notwendiger Verwendung schwacher Verschlüsselungsalgorithmen oder unsicherer Authentisierungsprotokolle wie NTLM). Ein strikter Zugriffsschutz (z.B. durch restriktive Berechtigungen oder Verschlüsselung) verhindert den unberechtigten Zugriff zu diesen sensiblen Informationen. Praktisch hilfreich kann auch sein, Konfigurationen verschlüsselt abzulegen und bei elektronischen Repositories sogenannte „Branch Protection“-Mechanismen einzusetzen, sodass Änderungen nur über geprüfte Freigabeprozesse übernommen werden können. Auf Papier vorliegende Konfigurationen kann die Institution in verschlossenen Schränken oder Archiven mit eingeschränktem Personenkreis verwahren.

KONF.1.5 Verschlüsselung von Konfigurationsgeheimnissen

Konfiguration SOLLTE Konfigurationsgeheimnisse verschlüsseln.

Erläuterung

Konfigurationsgeheimnissen sind sensitive, nicht-öffentliche Daten, die von Systemen, Applikationen oder Diensten zur Laufzeit benötigt werden, um auf andere Ressourcen zuzugreifen oder ihre eigene Funktionalität sicherzustellen. Bekannte Beispiele sind Anmeldeinformationen wie Passwörter, Datenbank-Verbindungszeichenfolgen (Connection Strings), API-Schlüssel oder private Schlüssel von Zertifikaten; im Englischen wird hierfür übergreifend der Fachbegriff Secrets verwendet. Der Zweck dieser Vorschrift ist die Sicherstellung der Vertraulichkeit dieser hochsensiblen Informationen. Ungeschützt im Klartext hinterlegt, könnte ein Angreifer bei einem unautorisierten Zugriff auf Konfigurationsdateien, Quellcode-Verzeichnisse oder Backups diese Geheimnisse direkt auslesen und damit weitreichenden Zugriff auf angebundene Systeme oder Daten erlangen.

1.1 Nuorodos

1.2 Nustatyti reikalavimai

1.3 Susiję teisės aktai

2. Nustatyti reikalavimai

Reikalavimai
Šaltinis Reikalavimas

3. Susiję teisės aktai

Teisės aktai
Šaltinis Reguliavimas