Zusammen mit einem Druckauftrag werden Metadaten gesendet, die in der Regel die Kennung der Benutzenden, Datum, Uhrzeit und den Namen des Druckauftrages enthalten. Diese Daten werden im Bedienfeld und im Webserver vieler Drucker und Multifunktionsgeräte angezeigt. Der Name des Druckauftrages ergibt sich oft aus dem Namen des digitalen Dokumentes. Falls der Drucker über einen integrierten Webserver verfügt, können über einen Browser oft vertrauliche Vorgänge eingesehen werden. Ebenso sind die Metadaten auf den Druckservern im Klartext sichtbar, sofern sie nicht anonymisiert werden. Damit können Dritte an vertrauliche Informationen gelangen. Viele Geräte erlauben es zudem, Druckaufträge abzuspeichern, um sie später nach Authentisierung über eine PIN auszudrucken. Auch in diesem Fall wird der Name aller vorhandenen Dokumente im Bedienfeld eines Ausgabegerätes angezeigt.

Bestimmte Drucker und Kopierer drucken sogenannte „Yellow Dots“ (auch „Machine Identification Code“, „Tracking Dots“, „Secret Dots“) auf das Papier. Diese oft undokumentierten Wasserzeichen können das Datum und die Uhrzeit sowie die Seriennummer des Druckers beinhalten und sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Auf diese Weise kann ein Ausdruck einer Institution oder einer bestimmten Person direkt zugewiesen und so zu der Person zurückverfolgt werden, die den Text verfasst hat. Neben datenschutzrechtlichen Auswirkungen könnten so ungewollt Informationen die Institution verlassen.

Auch Faxprotokolle können bei vielen Multifunktionsgeräten ohne Zugriffsschutz ausgedruckt werden. Selbst wenn nur Telefonnummer, Datum, Uhrzeit und Seitenzahl aufgelistet werden, können damit schon Rückschlüsse auf personenbezogene Daten oder geschäftliche Vorgänge ermöglicht werden.