+APP.2.2 Active Directory Domain Services
---+APP.2.2.G1 Unzureichende Planung der Sicherheitsgrenzen
---+APP.2.2.G2 Zu viele oder nachlässige Vertrauensbeziehungen
---+APP.2.2.G3 Fehlende Sicherheitsfunktionen durch ältere Betriebssysteme und Domänen- und Gesamtstruktur-Funktionsebenen
---+APP.2.2.G4 Betrieb weiterer Rollen und Dienste auf Domänencontrollern
---+APP.2.2.G5 Unzureichende Überwachung und Dokumentation von delegierten Rechten
---+APP.2.2.G6 Unsichere Authentisierung
---+APP.2.2.G7 Zu mächtige oder schwach gesicherte Konten
---+APP.2.2.G8 Nutzung desselben lokalen Administrierendenpassworts auf mehreren IT-Systemen
---+APP.2.2.G9 Unsichere Speicherung von Passwörtern
---+APP.2.2.G10 Unzureichende Absicherung von Domänencontrollern
---+APP.2.2.G11 Hinterlassen von hochprivilegierten Anmeldeinformationen auf Domänenmitgliedsservern und -clients
---+APP.2.2.G12 Hinzufügen nicht vertrauenswürdiger IT-Systemen zur Windows-Domäne
---+APP.2.2.G13 Vermaschung von administrativen Privilegien durch Integration von weiteren Anwendungen
---+APP.2.2.A1 Planung von Active Directory Domain Services (B) [Fachverantwortliche]
---+APP.2.2.A3 Planung der Gruppenrichtlinien unter Windows (B)
---+APP.2.2.A5 Absicherung des Domänencontrollers (B)
---+APP.2.2.A6 Sichere Konfiguration von Vertrauensbeziehungen (B)
---+APP.2.2.A7 Umsetzung sicherer Verwaltungsmethoden für Active Directory (B) [Fachverantwortliche]
---+APP.2.2.A16 Härtung der AD-DS-Konten (B)
---+APP.2.2.A17 Anmelderestriktionen für hochprivilegierte Konten der Gesamtstruktur auf Clients und Servern (B)
---+APP.2.2.A18 Einschränken des Hinzufügens neuer Computer-Objekte zur Domäne (B)
---+APP.2.2.A8 Absicherung des „Sicheren Kanals“ (S)
---+APP.2.2.A9 Schutz der Authentisierung beim Einsatz von AD DS (S)
---+APP.2.2.A12 Datensicherung für Domänencontroller (S)
---+APP.2.2.A15 Auslagerung der Administration in eine eigene Gesamtstruktur (H)
---+APP.2.2.A19 Betrieb von virtualisierten Domänencontrollern (H)
---+APP.2.2.A20 Trennung von Organisationseinheiten (H)
---+APP.2.2.A21 Konfiguration eines Schichtenmodells (H)
---+APP.2.2.A22 Zeitlich befristete Berechtigungen für die Administration (H)
---+APP.2.2.A23 Regelmäßige Analyse von Berechtigungen und resultierenden Angriffspfaden (H)
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APP.2.2 Active Directory Domain Services
EinleitungActive Directory (AD) ist ein Sammelbegriff für verschiedene von Microsoft für Windows Server entwickelte Serverrollen. Die Serverrolle Active Directory Domain Services (AD DS) aggregiert sowohl Funktionalitäten eines Verzeichnis-, als auch Authentifizierungs- und Autorisierungsdienstes sowie einer zentralen Konfigurationsverwaltung für Windows-Infrastrukturen. Active Directory Domain Services wird hauptsächlich in Netzen eingesetzt, die vorrangig von Microsoft-basierten Betriebssystemen geprägt sind. Ein AD DS speichert und verwaltet Informationen zu Netzressourcen (z. B. Benutzende, Computer und Geräte). Bei Bedarf können diese Informationen, wie in LDAP-Verzeichnisdiensten üblich, auch um anwendungsspezifische Daten erweitert werden. Es dient Anwendenden und Administrierenden dazu, diese Informationen in einer hierarchischen Struktur zu organisieren, bereitzustellen und zu nutzen. Dabei strukturiert AD DS die Objekte in Namensräumen, die als Gesamtstrukturen, Domänen und Organisationseinheiten bezeichnet werden. Eine Gesamtstruktur bildet eine hierarchische Sammlung von Domänen, die jeweils mehrere Organisationseinheiten enthalten können. Die erste und damit in der Hierarchie oben angeordnete Domäne, die in einer Gesamtstruktur angelegt wird, übernimmt systembedingt die Rolle der „Gesamtstruktur Stammdomäne“ (englisch „forest root domain“) und beinhaltet die administrativen Gruppen, die für gesamtstrukturweite Verwaltungsaufgaben wie beispielsweise das Hinzufügen weiterer Domänen oder Schemaänderungen zuständig sind. Alle Domänen innerhalb einer Gesamtstruktur sind implizit durch bidirektionale, transitive Vertrauensstellungen miteinander verknüpft, so dass die Gesamtstruktur eine logische Sicherheitsgrenze darstellt. Als Authentisierungsprotokoll nutzt AD DS im Standard Kerberos v5 (in einer durch Microsoft erweiterten Implementierung). Zusätzlich steht weiterhin auch noch das Protokoll NTLM (New Technology LAN Manager) zur Verfügung. NTLM kann dabei einfacher von Angreifenden ausgenutzt werden. Windows Server mit der Serverrolle AD DS werden als Domänencontroller bezeichnet. Aus Verfügbarkeitsgründen werden häufig mehrere Domänencontroller verteilt eingesetzt. Das AD DS bietet außerdem die Möglichkeit eines „Read-Only-Betriebs“ eines Domänencontrollers, der für Standorte mit erhöhtem Risiko für die physische Sicherheit vorgesehen ist. ZielsetzungDas Ziel dieses Bausteins ist es, Active Directory Domain Services im Regelbetrieb einer Institution abzusichern, die AD DS zur Verwaltung von Windows-Systemen (Client und Server) sowie zur zentralen Authentifizierung und Autorisierung einsetzt. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein APP.2.2 Active Directory Domain Services ist für alle verwendeten Verzeichnisdienste anzuwenden, die auf Microsoft Active Directory Domain Services basieren. Er kann zusätzlich für die Modellierung von Active Directory Lightweight Directory Services (AD LDS), die einen reduzierten Funktionsumfang von AD DS bieten, in Teilen verwendet werden. In diesem Baustein werden die für Active Directory Domain Services spezifischen Gefährdungen und Anforderungen betrachtet. Allgemeine Sicherheitsempfehlungen zu Verzeichnisdiensten finden sich im Baustein APP.2.1 Allgemeiner Verzeichnisdienst. Die dort beschriebenen allgemeinen Anforderungen werden im vorliegenden Baustein konkretisiert und ergänzt. Dieser Baustein wiederholt nicht die Anforderungen zur Absicherung der Betriebssysteme der Server und Clients, die für den Betrieb und die Verwaltung des AD DS genutzt werden, wie z. B. SYS.1.2.3 Windows Server oder SYS.2.2.3 Clients unter Windows. Dieser Baustein geht auch nicht erneut auf die Anforderungen der zugrundeliegenden Netzinfrastruktur ein. Active Directory Domain Services sollte nicht losgelöst von den Bausteinen ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement, OPS.1.1.3 Patch- und Änderungsmanagement, CON.3 Datensicherungskonzept, OPS.1.2.2 Archivierung, OPS.1.1.5 Protokollierung, sowie OPS.1.1.2 Ordnungsgemäße IT-Administration, OPS.1.2.5 Fernwartung, DER.1 Detektion von sicherheitsrelevanten Ereignissen, DER.2 Security Incident Management, DER.4 Notfallmanagement und APP.3.6 DNS-Server modelliert werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Anforderungen dieser Bausteine wechselseitig beeinflussen. WissenswertesDie Website „Active Directory Security“ (https://adsecurity.org) enthält viele weiterführende Informationen zu AD-Sicherheit. Der Hersteller Microsoft bietet weitergehende Informationen zu Active Directory und dessen Sicherheitsaspekten:
1. Ħarsa ġenerali
| Titlu |
Standard |
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APP.2.2.A1 Planung von Active Directory Domain Services (B) [Fachverantwortliche]
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Es MUSS eine Funktionsebene für die Domäne(n) und die Gesamtstruktur von mindestens Windows Server 2016 gewählt werden. Ein bedarfsgerechtes Berechtigungskonzept für die Domäne(n) und die Gesamtstruktur MUSS entworfen werden. Dabei MUSS berücksichtigt werden, dass zwischen den einzelnen Domänen einer Gesamtstruktur produktbedingt keine Sicherheitsgrenzen bestehen und daher keine sichere Begrenzung der administrativen Bereiche innerhalb einer Gesamtstruktur möglich ist. Administrative Delegationen MÜSSEN mit restriktiven und bedarfsgerechten Berechtigungen ausgestattet sein. Die geplante Struktur einschließlich etwaiger Schema-Änderungen MUSS nachvollziehbar dokumentiert sein.
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APP.2.2.A3 Planung der Gruppenrichtlinien unter Windows (B)
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Es MUSS ein Konzept zur Einrichtung von Gruppenrichtlinien vorliegen. Mehrfachüberdeckungen MÜSSEN beim Gruppenrichtlinienkonzept möglichst vermieden werden. In der Dokumentation des Gruppenrichtlinienkonzepts MÜSSEN Ausnahmeregelungen erkannt werden können. Alle Gruppenrichtlinienobjekte MÜSSEN durch restriktive Zugriffsrechte geschützt sein. Für die Parameter in allen Gruppenrichtlinienobjekten MÜSSEN sichere Vorgaben festgelegt sein.
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APP.2.2.A5 Absicherung des Domänencontrollers (B)
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Aufgrund der zentralen Rolle und der Schadensauswirkung bei Kompromittierung des AD DS für die Infrastruktur SOLLTE eine Risikobetrachtung durchgeführt werden. Der Notfallzugriff auf den Domänencontroller mit dem lokalen Restore-Konto DSRM (Directory Services Restore Mode) MUSS im Rahmen des Notfallmanagements geplant werden. Auf dem Domänencontroller MUSS eine ausreichende Größe für das Sicherheitsprotokoll auf Grundlage des in DER.1 Detektion von sicherheitsrelevanten Ereignissen festgelegten Zeitraums eingestellt sein. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Domänencontrollers SOLLTEN auf diesem Server keine weiteren Dienste betrieben werden, sofern diese nicht zwingend auf dem gleichen Server zum Betrieb des AD DS erforderlich sind.
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APP.2.2.A6 Sichere Konfiguration von Vertrauensbeziehungen (B)
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Alle Vertrauensbeziehungen zwischen Domänen und zwischen Gesamtstrukturen MÜSSEN regelmäßig auf ihre Notwendigkeit und Absicherungsmaßnahmen evaluiert werden. Dabei MUSS geprüft werden, ob eine bidirektionale Vertrauensbeziehung notwendig ist. Wenn eine Domäne keine bidirektionale Vertrauensbeziehung zu anderen Domänen in der Gesamtstruktur benötigt, SOLLTE diese Domäne in eine eigene Gesamtstruktur ausgelagert werden, da innerhalb einer Gesamtstruktur produktbedingt keine Anpassung der Vertrauensbeziehungen möglich ist. Die SID-(Security Identifier)-Filterung bei Vertrauensstellungen zwischen Gesamtstrukturen DARF NICHT deaktiviert werden. Die voreingestellten SIDs DÜRFEN NICHT entfernt werden. Hat der in der Gesamtstruktur abgebildete Informationsverbund, dem vertraut wird, kein ausreichendes Sicherheitsniveau, MUSS für die Vertrauensbeziehung zu dieser Gesamtstruktur „Selective Authentication“ verwendet werden.
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APP.2.2.A7 Umsetzung sicherer Verwaltungsmethoden für Active Directory (B) [Fachverantwortliche]
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Es MUSS sichergestellt sein, dass die Konten von Dienste-Administrierenden ausschließlich von Mitgliedern der Gruppe der Dienste-Administrierenden verwaltet werden. Bevor Konten vordefinierten AD-DS-Gruppen hinzugefügt werden, SOLLTE geprüft werden, ob alle der Gruppe zugehörigen Rechte für die mit den Konten verbundenen Tätigkeiten erforderlich sind. Den Gruppen „Schema-Admins“ / „Schema-Administratoren“ sowie der Gruppe „Enterprise Admins“ / „Organisations-Administratoren“ und „Domain Admins“ / „Domänen-Administratoren“ SOLLTEN neben dem AD-DS-Built-In-Konto für Administrierende weitere administrative Konten nur temporär für den Zeitraum zugewiesen werden, in dem sie diese Berechtigungen benötigen.
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APP.2.2.A16 Härtung der AD-DS-Konten (B)
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Built-in-AD-DS-Konten MÜSSEN mit komplexen Passwörtern versehen werden. Sie DÜRFEN NUR als Notfallkonten dienen. Das Built-in „Guest“- / „Gast“-Konto MUSS deaktiviert werden. Die Berechtigungen für die Gruppe „Everyone“ / „Jeder“ MUSS beschränkt werden. Privilegierte Konten MÜSSEN Mitglied der Gruppe „Protected Users“ / „Geschütze Benutzer“ sein. Für Dienstkonten MÜSSEN (Group) Managed Service Accounts verwendet werden. Vor dem Löschen nicht mehr verwendeter Konten MUSS geprüft werden, nach welcher Aufbewahrungsfrist diese gelöscht werden können. Dabei MÜSSEN die Auswirkungen auf die Detektion und gesetzliche Aufbewahrungs- und Löschfristen berücksichtigt werden. Der Zugriff auf das AdminSDHolder-Objekt SOLLTE zum Schutz der Berechtigungen besonders geschützt sein.
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APP.2.2.A17 Anmelderestriktionen für hochprivilegierte Konten der Gesamtstruktur auf Clients und Servern (B)
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Die Anmeldung von hochpriviligierten Domänen- und Gesamtstruktur-Konten und Gruppen MUSS technisch auf die minimal notwendigen IT-Systeme einschränkt werden. Insbesondere die Anmeldung von Mitgliedern der Gruppen „Schema Admins“ / „Schema-Administratoren“, „Enterprise Admins“ / „Enterprise-Administratoren“ und „Domain Admins“ / „Domänen-Administratoren“ SOLLTE technisch auf den Domänencontroller beschränkt werden, eine Anmeldung an anderen IT-Systemen ist für diese Gruppen also zu unterbinden.
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APP.2.2.A18 Einschränken des Hinzufügens neuer Computer-Objekte zur Domäne (B)
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Die Berechtigung, in der Domäne neue Computer-Objekte hinzuzufügen, MUSS auf die notwendigen administrativen Konten beschränkt werden.
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APP.2.2.A8 Absicherung des „Sicheren Kanals“ (S)
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Der „Sichere Kanal“ SOLLTE so konfiguriert sein, dass alle übertragenen Daten immer verschlüsselt und signiert werden.
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APP.2.2.A9 Schutz der Authentisierung beim Einsatz von AD DS (S)
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In der Gesamtstruktur SOLLTE konsequent das Authentisierungsprotokoll Kerberos eingesetzt werden. Dabei SOLLTE für die Absicherung AES128_HMAC_SHA1 oder AES256_HMAC_SHA1 verwendet werden. Wenn aus Kompatibilitätsgründen übergangsweise NTLMv2 eingesetzt wird, SOLLTE die Migration auf Kerberos geplant und terminiert werden. Die LM-Authentisierung und NTLMv1 MÜSSEN deaktiviert sein. Der SMB-Datenverkehr MUSS signiert sein. SMBv1 MUSS deaktiviert sein. Anonyme Zugriffe auf Domänencontroller SOLLTEN unterbunden sein. LDAP-Sitzungen SOLLTEN nur signiert und mit konfiguriertem Channel Binding Token (CBT) erfolgen.
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APP.2.2.A12 Datensicherung für Domänencontroller (S)
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Aufgrund der besonderen Gefährdung der unsicher gespeicherten Passwörter SOLLTE der Zugriff auf die Backups des Domänencontrollers vergleichbar dem Zugriff auf den Domänencontroller selbst abgesichert sein.
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APP.2.2.A15 Auslagerung der Administration in eine eigene Gesamtstruktur (H)
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Besonders kritische IT-Systeme und Konten zur Administration der Domänen oder der Gesamtstruktur SOLLTEN in eine eigene Gesamtstruktur (häufig als „Red Forest“ bezeichnet) ausgegliedert werden, zu der von der zu verwaltenden Gesamtstruktur eine einseitige Vertrauensstellung besteht. Dies SOLLTE im Rahmen des Notfallmanagements bei der Erstellung des Notfallhandbuchs besonders berücksichtigt werden.
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APP.2.2.A19 Betrieb von virtualisierten Domänencontrollern (H)
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Virtualisierte Domänencontroller SOLLTEN nicht gemeinsam mit weiteren virtuell betriebenen IT-Systemen auf dem gleichen physischen Host betrieben werden. Bei der Absicherung der administrativen Konten für den Zugriff über die Virtualisierungsschicht SOLLTE berücksichtigt werden, dass diese Vollzugriffe auf den Domänencontroller haben und dieser dann vergleichbar mit dem der Gruppe „Domain Admins“ / „Domänen-Administratoren“ ist. Der Virtualisierungshost, die IT-Systeme, die am Virtualisierungsmanagement beteiligt sind sowie die Administrationskonten für die Virtualisierungsschicht SOLLTEN NICHT zur Gesamtstruktur gehören, zu der der virtualisierte Domänencontroller gehört.
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APP.2.2.A20 Trennung von Organisationseinheiten (H)
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Organisationseinheiten, die aus IT-Sicherheitsgründen oder sonstigen Gründen Unabhängigkeit voneinander gewährleisten müssen, SOLLTEN sich nicht in der gleichen Gesamtstruktur befinden.
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APP.2.2.A21 Konfiguration eines Schichtenmodells (H)
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Die Berechtigungsstruktur innerhalb der Gesamtstruktur SOLLTE in Schichten, die sich am Schutzbedarf der Konten, IT-Systeme und Anwendungen orientieren, entworfen werden. Bei dieser Strukturierung SOLLTEN alle Konten, IT-Systeme und Anwendungen innerhalb einer Gesamtstruktur eindeutig einer Schicht zugeordnet werden können. Konten einer höheren Schicht SOLLTEN sich nicht auf Ressourcen einer niedrigeren Schicht anmelden können. Konten einer niedrigeren Schicht SOLLTEN keine Kontrollmöglichkeit über Konten und Ressourcen höherer Schichten besitzen.
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APP.2.2.A22 Zeitlich befristete Berechtigungen für die Administration (H)
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Konten, die für die Administration verwendet werden, SOLLTEN nur bei Bedarf auf das benötigte Zeitfenster befristetet die für die administrative Aufgabe notwendigen Berechtigungen zugewiesen werden.
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APP.2.2.A23 Regelmäßige Analyse von Berechtigungen und resultierenden Angriffspfaden (H)
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Aufgrund der Komplexität von Berechtigungen, die nicht immer unmittelbar ersichtlich sind, SOLLTE eine regelmäßige Analyse der Berechtigungsstrukturen im AD DS vorgenommen werden. Insbesondere Berechtigungen, die durch die Integration von Anwendungen in AD DS entstehen (beispielsweise Microsoft Exchange) SOLLTEN kritisch auf ihre Notwendigkeit hin geprüft und auf die minimal notwendigen Berechtigungen reduziert werden. Aktualisierungen können ebenfalls auch Berechtigungsstrukturen im AD DS ändern, daher SOLLTE die Analyse auch nach entsprechenden Aktualisierungen durchgeführt werden. Mögliche Angriffspfade über die Berechtigungen der AD-DS-Konten, die beispielsweise bei Kompromittierung von Konten zur Kompromittierung der Domäne bzw. der vollständigen Gesamtstruktur führen, SOLLTEN möglichst gering sein. Die Aktivitäten der verbleibenden, als kritisch identifizierten Konten SOLLTEN besonders überwacht werden.
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1.1 Referenzi
1.2 Rekwiżiti identifikati
1.3 Regolamenti relatati
2. Rekwiżiti identifikati
3. Regolamenti relatati
Regolamenti
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Regolamentazzjoni |
Kwistjonijiet marbuta
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