+ARCH.7 Dedizierte Systeme
---+ARCH.7.1 Dedizierte Hostsysteme für Server
---+ARCH.7.2 Dedizierte Hardware
---+ARCH.7.3 Entwicklungs- und Testumgebungen

ARCH.7 Dedizierte Systeme

1. Ħarsa ġenerali

Titlu Standard
ARCH.7.1 Dedizierte Hostsysteme für Server

Architektur für Anwendungen SOLLTE Serverdienste ausschließlich auf für die Anwendung dedizierten [virtuellen oder physischen] Hostsystemen platzieren.

Erläuterung

„Serverdienste“ bezeichnen hier die logisch oder physisch abgegrenzten IT-Services (engl. server services), die bestimmte Funktionalitäten einer Anwendung bereitstellen, etwa Datenbankinstanzen, Webserver-Komponenten oder API-Endpunkte. Ein „dediziertes Hostsystem“ (engl. dedicated host system) ist dabei ein physischer oder virtueller Server, der ausschließlich für eine einzelne Anwendung und deren zugehörige Serverdienste betrieben wird, ohne dass darauf weitere fachfremde oder von der Anwendung unabhängige Dienste ausgeführt werden. Mögliche Bereitstellungsformen können virtualisierte Maschinen, Container-fähige Hypervisor-Instanzen, Bare-Metal-Server oder Appliances sein. Diese Abgrenzung dient der klaren Trennung von Verantwortlichkeiten, Konfigurationen und Ressourcen und reduziert die Komplexität innerhalb der Systemlandschaft. Sie schafft eine saubere Zuordnung zwischen Anwendung und ihrer technischen Plattform, was die Nachvollziehbarkeit, Wartbarkeit und Sicherheit der jeweiligen Lösung deutlich erhöht. Ziel ist, dass nicht mehrere Server-Anwendungen auf einem Betriebssystem (oder sogar auf Endgeräten) laufen, um systemische Risiken zu minimieren, die aus Mehrfachnutzung oder unklarer Ressourcenteilung entstehen könnten. Sonst könnte es etwa durch unerwartete Wechselwirkungen zwischen Diensten, fehlerhafte Berechtigungszuweisungen, unbeabsichtigte Seitenkanäle, unkontrollierte Ressourcenkonflikte oder Abhängigkeiten bei Systemupdates zu Betriebsproblemen oder lateralen Bewegungen von Angreifenden kommen. Die Anforderung kann auch durch die Verwendung von virtuellen Maschinen oder Containern realisiert werden.

ARCH.7.2 Dedizierte Hardware

Architektur für Hostsysteme KANN diese auf dedizierter Hardware platzieren.

Erläuterung

Um die Verfügbarkeit ausreichender Ressourcen sicherzustellen und zyklische Abhängigkeiten zu vermeiden (z.B. einen VM-Host, dessen Domain Controller auf ihm selbst virtualisiert wird).

ARCH.7.3 Entwicklungs- und Testumgebungen

Architektur für Virtualisierungslösungen SOLLTE Entwicklungs- und Testumgebungen nicht auf produktiven Hostsystemen platzieren.

Erläuterung

Entwicklungs- und Testumgebungen sind dabei Umgebungen, in denen Software noch nicht ausgereift ist, sondern aktiv entwickelt, angepasst oder erprobt wird. Der Sinn der Vorgabe liegt darin, dass instabile oder absichtlich manipulierbare Testsysteme nicht auf denselben Hostsystemen betrieben werden sollten, auf denen produktive Anwendungen laufen. Andernfalls könnte ein Fehler in experimenteller Software dazu führen, dass der Hypervisor oder das Host-Betriebssystem beeinträchtigt wird und produktive Daten oder Dienste in Mitleidenschaft gezogen werden. Ebenso könnte Schadcode, der in einer Testumgebung eingebracht wird, unerwartet in produktive Netze durchgreifen. Durch die Trennung kann sichergestellt werden, dass ein Ausfall oder eine Kompromittierung in Entwicklungsumgebungen nicht die Stabilität und Vertraulichkeit produktiver Systeme gefährdet. Zur praktischen Umsetzung kann eine Institution Entwicklungs- und Testumgebungen auf dedizierte Virtualisierungshosts auslagern, die physisch oder logisch getrennt von den produktiven Hosts betrieben werden. Zusätzlich kann eine Institution Richtlinien zur Lifecycle-Kennzeichnung von VMs einführen (z. B. „dev“, „test“, „prod“ im Namen oder Tagging), um die klare Trennung auch in größeren Umgebungen praktikabel zu machen.

1.1 Referenzi

1.2 Rekwiżiti identifikati

1.3 Regolamenti relatati

2. Rekwiżiti identifikati

Rekwiżiti
Sors Rekwiżit

3. Regolamenti relatati

Regolamenti
Sors Regolamentazzjoni