Moderne UCC-Clients verfügen über eine Vielfalt an Funktionen und sind daher für viele Benutzende unübersichtlich. Dies begünstigt Fehlbedienungen, die dazu führen können, dass Informationen nicht regelkonform weitergegeben werden. Wird versehentlich ein falscher Kontakt ausgewählt, erhält dieser gegebenenfalls per Chat ungewollt schützenswerte Informationen. Ein weiteres Szenario ist, ungewollt Informationen bei einer Bildschirmfreigabe preiszugeben, wenn beispielsweise versehentlich der E-Mail-Client statt der vorgesehenen Präsentation freigegeben wird.
Vielen Benutzenden ist nicht bewusst, dass die UCC-Dienste Daten, die beispielsweise innerhalb von privaten Chats gesendet werden, in einer Cloud abspeichern. So können unbewusst Ablagerichtlinien der Institution verletzt werden. Gleiches gilt für Dateien, in denen Konversationen aufgezeichnet wurden.
Teambereiche verfügen zwar in der Regel über einen definierten Kreis von Benutzenden und entsprechende Zugriffsbeschränkungen, jedoch ist vielen Benutzenden nicht bewusst, dass die Zugriffsrechte und Mitgliedschaften nachträglich modifiziert werden können. Dadurch können weitere Personen auf alle zuvor dort abgelegten Dateien zugreifen. Darüber hinaus werden häufig öffentliche Teambereiche erstellt, denen weitere Personen ohne explizite Erlaubnis beitreten können. Dadurch können gegebenenfalls Daten von unberechtigten Personen eingesehen werden. Beispielsweise kann ein Teambereich eines Projekts ausschließlich aus internen Benutzenden bestehen. Teilnehmende laden nun interne Dokumente hoch, da alle Teammitglieder intern sind. Wenn im weiteren Projektverlauf externe Personen in den Bereich eingeladen werden, können sie auf alle bisherigen Dokumente zugreifen.
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