+KONF.15 Ressourcenauslastung
---+KONF.15.1 Begrenzung des Speicherplatzes
---+KONF.15.2 Begrenzung der Rechenleistung
---+KONF.15.3 Denial of Service
---+KONF.15.4 Überbuchung von virtualisierten Ressourcen

KONF.15 Ressourcenauslastung

1. Overzicht

Titel Standaard
KONF.15.1 Begrenzung des Speicherplatzes

Konfiguration für Anwendungen von Hostsystemen KANN in der Anwendung zur Verfügung stehenden Speicherplatz pro [Zugangskonto oder Mandant] anhand von [Schwellwerten] einschränken.

Erläuterung

Dies ist besonders in Multi-Tenant-Architekturen relevant, wie sie häufig bei Cloud-Diensten oder SaaS-Anwendungen (Software as a Service) zum Einsatz kommen. Ein solcher maximaler Schwellwert (engl. threshold) könnte beispielsweise 5 GB oder 10 GB betragen und stellt die Obergrenze für den Speicherplatz dar, der einem einzelnen Konto oder Mandanten zugewiesen wird. Die Beschränkung des verfügbaren Speicherplatzes kann verhindern, dass ein einzelnes Konto oder ein Mandant die gesamten Ressourcen des Hostsystems belegt und so die Leistung für andere Nutzer negativ beeinflusst, was zu einer Denial-of-Service-Situation (DoS) führen könnte. Bei der Umsetzung ist es sinnvoll auch ein Benachrichtigungssystem zu etablieren, das Nutzer oder Administratoren informiert, wenn ein Schwellenwert kurz vor der Überschreitung steht. Zudem können automatisierte Prozesse zur Datenbereinigung (data lifecycle management) in Betracht gezogen werden, die ältere oder nicht mehr benötigte Dateien in solchen Fällen archivieren oder löschen, um den Speicherplatz effizient zu nutzen. Die Institution kann auch verschiedene Schwellenwerte für unterschiedliche Kontotypen oder Mandanten festlegen, basierend auf deren spezifischen Bedürfnissen.

KONF.15.2 Begrenzung der Rechenleistung

Konfiguration für Anwendungen von Hostsystemen KANN die Rechenleistung einschränken.

Erläuterung

Kann durch eine Beschränkung der Anzahl verwendeter Rechenkerne, der Rechenleistung pro Rechenkern oder durch eine indirekte Beschränkung (z.B. eine begrenzte Menge an Anfragen oder Eingabetoken) umgesetzt werden. Beispielsweise kann in einem Verzeichnisdienst ein maximaler Schwellwert für die Zeit eingestellt werden, die eine Suchanfrage in Anspruch nehmen darf, um die Auslastung des Verzeichnisdienstes durch einzelne Anfragen nicht zu gefährden.

KONF.15.3 Denial of Service

Konfiguration für Anwendungen von Hostsystemen KANN Schutzmaßnahmen gegen Denial of Service aktivieren.

Erläuterung

Denial-of-Service-Angriffe zielen darauf ab, die Webanwendung für legitime Nutzende nicht mehr erreichbar zu machen. Webanwendungen im öffentlichen Interesse sind häufig Ziel derartiger Angriffe. Mechanismen wie Content Delivery Network und Load Balancer können die Lastfähigkeit der Anwendung erhöhen, während Filterfunktionen Angriffsmuster erkennen und aus den Anfragen herausfiltern können.

KONF.15.4 Überbuchung von virtualisierten Ressourcen

Konfiguration für Virtualisierungslösungen KANN die Überbuchung von virtualisierten Ressourcen deaktivieren.

Erläuterung

Die Überbuchung (engl. overcommitment) beschreibt in Virtualisierungslösungen die Zuweisung von mehr virtuellen Ressourcen – etwa CPU-Kernen, Arbeitsspeicher oder Speicherplatz – an virtuelle Instanzen, als physisch tatsächlich vorhanden sind. Dies kann kurzfristig zu einer höheren Auslastung und Dichte von virtuellen Instanzen führen, birgt jedoch das Risiko, dass die zugrunde liegende Hardware unter Last nicht mehr alle angefragten Ressourcen bereitstellen kann. Der Zweck der Anforderung liegt darin, die Stabilität, Verfügbarkeit und Vorhersehbarkeit der virtualisierten Umgebung sicherzustellen. Ohne diese Begrenzung könnte es unter hoher Auslastung zu Leistungseinbrüchen, Systemabstürzen oder inkonsistenten Speicherzuständen kommen, während eine restriktive Konfiguration die Zuverlässigkeit und die Berechenbarkeit der Performance einer virtuellen Infrastruktur deutlich verbessern kann. Eine Institution kann die Umsetzung dieser Vorgabe durch verschiedene Maßnahmen erreichen: (1) In der Hypervisor-Konfiguration kann die Vergabe virtueller CPUs und Arbeitsspeicher exakt auf die physisch vorhandenen Ressourcen begrenzt werden. (2) Es kann sinnvoll sein, Profile oder Templates für virtuelle Maschinen zu nutzen, die konservative Standardwerte vorgeben, sodass die Gefahr unbeabsichtigter Überbuchung reduziert wird.

1.1 Referenties

1.2 Geïdentificeerde eisen

1.3 Gerelateerde regelingen

2. Geïdentificeerde eisen

Eisen
Bron Eis

3. Gerelateerde regelingen

Regelingen
Bron Regelgeving