Virtuelle IT-Systeme werden oft auf einer gemeinsam genutzten Virtualisierungsinfrastruktur eingesetzt, um Ressourcen effizienter zu nutzen und flexibler bereitzustellen. Dadurch können sich die verschiedenen virtualisierten IT-Systeme gegenseitig beeinflussen. Im Gegensatz zu einem virtuellen Server können virtuelle Clients einfacher kompromittiert werden, da die auf den virtuellen Clients ausgeführten Anwendungen vielfältiger und interaktiver sind.

Ein kompromittierter virtueller Client kann die gemeinsam genutzte Virtualisierungsinfrastruktur gefährden, da nicht nur über das Netz erreichbare IT-Systeme, sondern auch andere virtuelle IT-Systeme auf dem Virtualisierungsserver angegriffen werden können. Da das physische IT-System gemeinsam genutzt wird, können beispielsweise Seitenkanalangriffe wie Spectre oder Meltdown durchgeführt oder es kann aus der virtuellen Maschine ausgebrochen werden, um anschließend den zugrundeliegenden Hypervisor oder das zugrundeliegende Betriebssystem zu kompromittieren. In diesem Fall können virtuelle IT-Systeme außer Betrieb genommen oder auch die in ihnen verarbeiteten Daten ausgelesen oder modifiziert werden.