+KONF.4 Vertrauenswürdige Basisdienste
---+KONF.4.1 Anbindung an Verzeichnisdienst
------+KONF.4.1.1 Weiterleitung von Anmeldeinformationen
---+KONF.4.2 DNS-Anbindung
------+KONF.4.2.1 DNS-Verschlüsselung
---+KONF.4.3 Authentifizierung von Fernwartungsfunktionen
---+KONF.4.4 Einschränkung von Fernwartungsfunktionen
---+KONF.4.5 Zeitquellen

KONF.4 Vertrauenswürdige Basisdienste

1. Visão geral

Título Norma
KONF.4.1 Anbindung an Verzeichnisdienst

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE die Anbindung an einen Verzeichnisdienst aktivieren.

Erläuterung

Anbindung meint hier die Authentifizierung und Autorisierungsprüfung von Zugangskonten über einen Verzeichnisdient (häufig auch als Directory Service bezeichnet). Dies ermöglicht die zentrale Verwaltung von Identitäten und deren Berechtigungen. Dies bedeutet, dass Zugriffsrechte für alle angebundenen Systeme zentral verwaltet und bei Bedarf umgehend angepasst werden können, was die Einhaltung des Prinzips der geringsten Rechte (Principle of Least Privilege) unterstützt. Ein häufiger Ansatz zur technischen Umsetzung ist die Verwendung von Protokollen wie LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) oder der Einsatz von Single Sign-On (SSO) Lösungen, die eine einmalige Authentifizierung des Nutzers für mehrere Systeme ermöglichen. Institutionen können dabei die Anbindung neuer Systeme durch Automatisierung im Rahmen des Provisioning-Prozesses sicherstellen, um menschliche Fehler zu reduzieren. Beispielsweise könnte ein Standard-Skript bei der Installation eines neuen Servers dessen automatische Anbindung an den Verzeichnisdient veranlassen. In Windows Betriebssystemen erfolgt die Konfiguration des Betriebssystem über entsprechende Gruppenrichtlinien (Group Policy Object) aus dem Active Directory.

KONF.4.2 DNS-Anbindung

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE die vom System verwendeten DNS-Server autorisieren.

Erläuterung

Autorisierte DNS-Server sind hier Resolving-Server, die von der Institution autorisiert wurden. Dies können entweder DNS-Server der Institution selbst oder externe DNS-Server zuverlässiger Anbieter sein.

KONF.4.3 Authentifizierung von Fernwartungsfunktionen

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE Fernwartungsfunktionen im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement authentifizieren.

Erläuterung

Unter Fernwartungsfunktionen versteht man technische Zugänge, die es ermöglichen, IT-Systeme aus der Ferne zu administrieren oder Fehler zu beheben, etwa über Protokolle wie RDP, SSH oder proprietäre Remote-Support-Lösungen. Fernwartungsfunktionen könnten für eine Institution erhebliche Risiken bergen, wenn ihre Nutzung nicht eindeutig authentifiziert wird. Ohne verlässliche Identitäts- und Berechtigungsprüfung könnte ein Unbefugter über eine Remote-Schnittstelle auf Systeme zugreifen, Konfigurationen manipulieren oder Schadsoftware einschleusen. Die Formulierung "im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement" bedeutet, dass die Authentifizierung so erfolgt, wie in der Praktik Berechtigung (BER) festgelegt. Hierzu gehört insbesondere die Verwendung aktueller kryptographischer Verfahren, wie sie im Thema Kryptographie zu finden ist.

KONF.4.4 Einschränkung von Fernwartungsfunktionen

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE Fernwartungsfunktionen im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement einschränken.

Erläuterung

Fernwartungszugänge, etwa über RDP, SNMP oder Anwendungen zur Fernsteuerung des Systems erlauben typischerweise eine Vielzahl von Eingriffen in Systemkonfiguration und Datenverarbeitungen. Beispiele sind die Remote-Zwischenablage und die automatische Einbindung von Peripheriegeräten, Wechseldatenträgern und Netzlaufwerken. Unautorisierte Fernwartungszugänge könnten für Angriffe missbraucht werden. Die Formulierung "im Einklang mit den zugehörigen Anforderungen zum Identitäts- und Berechtigungsmanagement" bedeutet, dass die Authentifizierung so erfolgt, wie in der Praktik Berechtigung (BER) festgelegt. Hierzu gehört insbesondere die Verwendung aktueller kryptographischer Verfahren, wie sie im Thema Kryptographie zu finden ist.

KONF.4.5 Zeitquellen

Konfiguration für IT-Systeme SOLLTE Zeitquellen autorisieren.

Erläuterung

Eine einheitliche Zeitquelle für die Systemuhr (meist über NTP oder PTP) ist essenziell für die einheitliche Auswertung von Logdateien, sowie für moderne kryptographische Verfahren. Es empfiehlt sich zu definieren, welche NTP-Server von welchen NTP-Clients genutzt werden sollen und ob NTP-Server im Broadcast-Modus oder im Client-Server-Modus arbeiten. Letzteres (Client-Server) ist hierbei Best Practice. In bestimmten Fällen empfiehlt es sich außerdem, dass sich NTP-Server bei der Kommunikation gegenüber Clients authentisieren und demnach NTP-Clients nur authentifizierte NTP-Daten akzeptieren.

1.1 Referências

1.2 Requisitos identificados

1.3 Regulamentos relacionados

2. Requisitos identificados

Requisitos
Fonte Requisito

3. Regulamentos relacionados

Regulamentos
Fonte Regulamentação