+BER.6 Passwortgebrauch
---+BER.6.1 Passwortmanager
---+BER.6.2 Blockieren von Passwort Recycling
---+BER.6.3 Trivialpasswörter
---+BER.6.4 Kriterien für die Qualität von Passwörtern
---+BER.6.5 Anlassbezogene Passwortwechsel
---+BER.6.6 Monitoring von Zugangsdaten
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BER.6 Passwortgebrauch
1. Pregled
| Naslov |
Standard |
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BER.6.1 Passwortmanager
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Berechtigung für Nutzende SOLLTE einen Passwortmanager installieren. Erläuterung Der Einsatz eines Passwortmanagers, der von der Institution den Nutzenden zur Verfügung gestellt wird, erleichtert die Generierung von sicheren Passwörtern und deren sicherer Verwahrung, indem eine verschlüsselte Datenbank genutzt wird und der Zugang zu dem Passwortmanager mit einem Masterpasswort oder Multi-Faktor Authentisierung geschützt ist.
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BER.6.2 Blockieren von Passwort Recycling
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Berechtigung für Nutzende SOLLTE die Wiederverwendung von Passwörtern blockieren. Erläuterung Die Wiederverwendung von Passwörtern („password reuse“) ist die Nutzung identischer oder bereits früher verwendeter Passwörter für verschiedene Konten, Systeme oder aufeinanderfolgende Authentifizierungsvorgänge. Die Blockierung der Passwortwiederverwendung bedeutet hier, dass das Berechtigungsmanagementsystem („access management system“) technisch verhindert, dass ein neues Passwort mit einem zuvor verwendeten identisch ist oder einer vordefinierten Anzahl früherer Passwörter entspricht. Dies könnte nicht nur bei Wiederverwendung einer Person problematisch sein, sondern auch bei einer systemübergreifenden Fehlkonfiguration: Ein typisches Szenario wäre, dass in einer Institution mehrere Arbeitsplatzrechner mit identischen lokalen Administratorpasswörtern konfiguriert sind („local admin password reuse“). Wird ein einzelner Rechner durch Schadsoftware oder physischen Zugriff kompromittiert, könnte ein Angreifer dieses Passwort anschließend nutzen, um sich mit denselben Anmeldeinformationen lateral auf weitere Systeme auszubreiten. Die Wiederverwendung des lokalen Administratorpassworts könnte somit eine vollständige Kompromittierung der internen IT-Infrastruktur ermöglichen. Diese Anforderung adressiert den Schutz vor solchen Angriffen, die sich aus der Wiederverwendung kompromittierter Anmeldeinformationen ergeben könnten, etwa durch Credential-Stuffing oder Brute-Force-Angriffe auf bekannte Passwortmuster. Blockieren kann das Risiko verringern, dass ein Angreifer durch bekannte Passwörter unbefugten Zugang zu Konten erhält. Hierzu können zum einen eine lokale Passworthistorie oder zum anderen elektronische Passwortmanager genutzt werden, die unabhängige sichere Passwörter generieren, wo die Wahrscheinlichkeit einer Passwortwiederholung ausgeschlossen werden kann.
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BER.6.3 Trivialpasswörter
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Berechtigung für Nutzende SOLLTE die Verwendung von Trivialpassworten blockieren. Erläuterung Trivialpasswörter sind leicht zu erratende oder zu diesem Zugangskonto bereits öffentlich bekannte Passwörter (erkennbar durch Nutzung sog. Leak Check Datenbanken). Leicht zu erraten sind Passwörter, wenn sie mit gängigen Wörterbuchangriffen (dictionary attacks) bzw. systematischem Ausprobieren (brute force) in kurzer Zeit zu kompromittieren sind. Dazu zählen etwa einfache Folgen wie „123456“, „Passwort“ oder „qwerty“ sowie häufig vorkommende, in Leaks dokumentierte Standardkombinationen. Der Zweck der Anforderung liegt darin, das Risiko unautorisierter Zugriffe zu reduzieren: Ein Angreifer könnte mit automatisierten Tools in Sekunden oder Minuten triviale Passwörter durchprobieren, was zu einem unbefugten Zugriff auf Benutzerkonten, Systemressourcen oder sensible Daten führen könnte. Die Blockierung solcher Passwörter kann dagegen sicherstellen, dass nur schwer vorhersehbare Kennwörter verwendet werden, wodurch ein entscheidender Schutz gegen automatisierte Angriffsverfahren erreicht werden kann. Zudem können Passwortmanager beim Generieren nicht-trivialer Passwörter unterstützen.
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BER.6.4 Kriterien für die Qualität von Passwörtern
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Berechtigung SOLLTE Kriterien für die Qualität von Passwörtern anhand von Lebensdauer und Angriffsmöglichkeiten verankern. Erläuterung Kriterien für die Qualität von Passwörtern können z.B. eine minimale Entropie, Passwortlänge oder Verwendung verschiedener Symbole sein. Die Lebensdauer meint die erwartete Nutzungsdauer des Passwortes. Die erforderliche Qualität hängt von den Angriffsmöglichkeiten ab, z.B. Anzahl der Zugangskonten, verwendetes kryptografisches Verfahren (vgl. BSI TR-02102) und begleitenden Sicherheitsmaßnahmen wie maximale Passwortversuche oder Mehr-Faktor-Authentifizierung. Für Zugänge ohne begleitende Maßnahmen ist eine Passwortlänge nicht unter 14 Zeichen empfehlenswert. Die Kriterien können einmalig festgelegt werden oder zwischen Zugängen oder Anwendungen differenzieren.
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BER.6.5 Anlassbezogene Passwortwechsel
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Berechtigung SOLLTE einen Passwortwechsel ausschließlich anlassbezogen ausführen. Erläuterung Ein ausschließlich anlassbezogener Passwortwechsel bedeutet, dass Passwörter nur genau dann geändert werden, wenn ein begründeter Sicherheitsanlass vorliegt – beispielsweise ein Verdacht auf Kompromittierung des Endgerätes oder Zugangs, neue einschlägige Einträge in öffentlichen Leak-Datenbanken, die Weitergabe an Unbefugte durch einen Phishing-Vorfall, oder technische Indikatoren für einen möglichen Missbrauch des Zugangs zu Systemen oder Anwendungen. Dieser Ansatz unterscheidet sich vom früher häufig praktizierten, periodischen Passwortwechsel, der ohne konkreten Anlass in festen Intervallen erzwungen wurde. Ein solcher erzwungener Rhythmus könnte die Passwortsicherheit sogar verringern, weil Nutzende dann dazu neigen, schwächere, nur leicht veränderte Passwörter („sommer5“) zu wählen oder Zugangsdaten in verschiedenen Zugängen wiederzuverwenden. Zweck dieser Regelung ist es, die tatsächliche Sicherheit von Zugangskonten zu erhöhen und unnötige Belastungen der Nutzenden zu vermeiden.
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BER.6.6 Monitoring von Zugangsdaten
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Berechtigung SOLLTE Zugangsdaten auf Kompromittierung durch [einen automatisierten Mechanismus] überwachen. Erläuterung Eine Kompromittierung meint hier, dass Zugangsdaten wie Benutzername und Passwort (englisch: credentials) von Unbefugten eingesehen, abgefangen oder manipuliert wurden, sodass ein Missbrauch für unautorisierte Zugriffe möglich wird. Dies könnte etwa durch Leaks in Datenbanken, durch Phishing-Angriffe oder durch das Abfangen unverschlüsselter Übertragungen entstehen. Ein automatisierter Mechanismus bezeichnet hierbei eine technische Lösung, die ohne manuelles Zutun kontinuierlich prüft, ob bekannte Indikatoren einer Kompromittierung vorliegen (englisch: credential monitoring system). Geeignete Mechanismen können etwa Credential-Leak-Monitoring-Dienste, Data Breach Checker oder Darknet-Scanning-Tools sein. Der Zweck dieser Vorgabe liegt darin, dass ein frühzeitiges Erkennen von kompromittierten Zugangsdaten helfen kann, unautorisierte Logins und den Missbrauch sensibler Systeme zu verhindern; ohne eine solche Überwachung könnte ein Angreifer über lange Zeit unentdeckt mit gestohlenen Daten arbeiten und kritische Schäden verursachen. Ergeben sich hierbei Anzeichen auf eine Kompromittierung oder einen Leak der Zugangsdaten, so kann als Reaktion ein Wechsel der Zugangsdaten über einen nicht kompromittierten Kommunikationskanal veranlasst oder schlicht das betroffene Zugangskonto gesperrt werden.
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1.1 Sklici
1.2 Ugotovljene zahteve
1.3 Povezani predpisi
2. Ugotovljene zahteve
3. Povezani predpisi
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