+SENS.3 Schutz vor Schadprogrammen
---+SENS.3.1 Schadprogramme
---+SENS.3.2 Öffnen in der Sandbox
---+SENS.3.3 Umwandeln verdächtiger Dateien

SENS.3 Schutz vor Schadprogrammen

1. Översikt

Rubrik Standard
SENS.3.1 Schadprogramme

Sensibilisierung für Nutzende SOLLTE gegen die Risiken von Schadprogrammen sensibilisieren.

Erläuterung

Viele Dateitypen, wie z. B. Office-Dateien mit Makros, Adobe PDF, .exe, .ps1, oder .vbs, können Schadcode enthalten, der bei Ausführung die Kontrolle über das System übernimmt und Angreifern zur weiteren Ausbreitung im Informationsverbund dient.

SENS.3.2 Öffnen in der Sandbox

Sensibilisierung für Nutzende KANN zum Öffnen verdächtiger Dateien ausschließlich auf einem isolierten IT-System (Sandbox) sensibilisieren.

Erläuterung

Eine Sandbox ist ein isoliertes IT-System, das bewusst so gestaltet ist, dass Dateien oder Programme in einer abgeschotteten Umgebung geöffnet und ausgeführt werden, ohne die produktive IT-Infrastruktur zu gefährden. Damit wird ein geschützter Bereich geschaffen, in dem verdächtige Dateien getestet und beobachtet werden, ohne dass Schadsoftware unkontrolliert in interne Systeme gelangt. Der Sinn dieser Anforderung liegt darin, das Risiko unbewusster Schadcode-Ausführung zu reduzieren: Ein unbedachtes Öffnen von E-Mail-Anhängen könnte beispielsweise zu Verschlüsselung durch Ransomware führen, oder ein manipuliertes Office-Dokument könnte eine unbemerkte Datenabflussschleuse öffnen. Als Sandbox kann auch ein virtuelles System auf dem Endgerät genutzt werden, wenn dieses von der Betriebssystemumgebung des Endgerätes isoliert ausgeführt wird.

SENS.3.3 Umwandeln verdächtiger Dateien

Sensibilisierung für Nutzende KANN zum Umwandeln verdächtiger Dateien in ein nicht-ausführbares Format vor der weiteren Verwendung sensibilisieren.

Erläuterung

Das gezielte Umwandeln potenziell schadhafter Dateien in ein nicht-ausführbares Format (engl. defanging) kann helfen, die Ausnutzung von Sicherheitslücken zu verhindern, bevor schädlicher Code aktiv werden kann. Eine Datei gilt dabei als verdächtig, wenn sie aus einer unbekannten oder unzuverlässigen Quelle stammt. Im Kontext dieser Anforderung bedeutet nicht-ausführbares Format (non-executable format), dass die Datei zwar geöffnet oder betrachtet, jedoch nicht direkt ausgeführt werden kann – Beispiele sind PDF ohne eingebettete aktive Inhalte, reines Textformat (.txt) oder Bildformate wie .png/.jpg. Die Umwandlung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, ohne dass dabei möglicher schadhafter Code in der Originaldatei ausgeführt wird. Verdächtige Office-Dokumente können automatisiert in ein PDF umgewandelt oder als Screenshot exportiert werden, bevor der Inhalt zur Ansicht freigegeben wird. Auch das Verwenden von sicheren Cloud-Vorschau-Ansichten, die keine direkte Ausführung erlauben, kann eingesetzt werden. Weitere praktikable Möglichkeiten sind das Umwandeln von ausführbaren Anhängen in komprimierte Archive mit deaktivierter automatischer Entpackung, oder die Nutzung spezieller Konverter-Tools, die potenziell gefährliche Dateiinhalte in ein sicheres Anzeigeformat übertragen. Hilfreich kann auch ein einfaches, intern bereitgestelltes Kurztutorial sein, das typische Umwandlungsschritte für verschiedene Dateitypen erklärt und aufzeigt, woran Nutzende potenzielle Risiken erkennen können.

1.1 Referenser

1.2 Identifierade krav

1.3 Relaterade regleringar

2. Identifierade krav

Krav
Källa Krav

3. Relaterade regleringar

Regleringar
Källa Reglering