+APP.5.2 Microsoft Exchange und Outlook
---+APP.5.2.G1 Fehlende oder unzureichende Regelungen für Exchange und Outlook
---+APP.5.2.G2 Fehlerhafte Migration von Exchange
---+APP.5.2.G3 Unzulässiger Browserzugriff auf Exchange
---+APP.5.2.G4 Unerlaubte Anbindung anderer Systeme an Exchange
---+APP.5.2.G5 Fehlerhafte Administration von Zugangs- und Zugriffsrechten unter Exchange und Outlook
---+APP.5.2.G6 Fehlerhafte Konfiguration von Exchange
---+APP.5.2.G7 Fehlerhafte Konfiguration von Outlook
---+APP.5.2.G8 Fehlfunktionen und Missbrauch selbst entwickelter Makros sowie Programmierschnittstellen unter Outlook
---+APP.5.2.A1 Planung des Einsatzes von Exchange und Outlook (B)
---+APP.5.2.A2 Auswahl einer geeigneten Exchange-Infrastruktur (B)
---+APP.5.2.A3 Berechtigungsmanagement und Zugriffsrechte (B)
---+APP.5.2.A5 Datensicherung von Exchange (B)
---+APP.5.2.A7 Migration von Exchange-Systemen (S)
---+APP.5.2.A9 Sichere Konfiguration von Exchange-Servern (S)
---+APP.5.2.A10 Sichere Konfiguration von Outlook (S)
---+APP.5.2.A11 Absicherung der Kommunikation zwischen Exchange-Systemen (S)
---+APP.5.2.A12 Einsatz von Outlook Anywhere, MAPI over HTTP und Outlook im Web (S)
---+APP.5.2.A17 Verschlüsselung von Exchange-Datenbankdateien (H)
|
APP.5.2 Microsoft Exchange und Outlook
EinleitungMicrosoft Exchange Server (im Folgenden „Exchange“) ist eine Groupware-Lösung für mittlere bis große Institutionen. Mit ihr können elektronisch Nachrichten übermittelt werden und sie verfügt über weitere Dienste, um Workflows zu unterstützen. Nachrichten, wie E-Mails, können mit Exchange zentral verwaltet, zugestellt, gefiltert und versendet werden. Ebenso können typische Groupware-Anwendungen, wie Notizen, Kontaktlisten, Kalender und Aufgabenlisten angeboten und verwaltet werden. Um die Funktionen von Exchange nutzen zu können, ist neben dem Server-Dienst eine zusätzliche Client-Software oder ein Webbrowser nötig. Microsoft Outlook (im Folgenden „Outlook“) ist ein Client für Exchange, der durch die Installation des Office-Pakets von Microsoft oder durch Integration in die Betriebssysteme von mobilen Geräten direkt zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus ermöglicht die Webanwendung „Outlook im Web“ (ehemals „Outlook Web App“) über den Browser z. B. auf E-Mails, Kontakte und den Kalender zuzugreifen. Diese Funktion ist in Exchange bereits enthalten. Die Kombination aus Exchange-Servern und Outlook-Clients wird in diesem Baustein als Exchange-System bezeichnet. ZielsetzungDas Ziel dieses Bausteins ist es, über typische Gefährdungen für Exchange und Outlook zu informieren sowie aufzuzeigen, wie Exchange und Outlook sicher in Institutionen eingesetzt werden. Abgrenzung und ModellierungDer Bausteine ist auf alle Exchange-Systeme im Informationsverbund anzuwenden. Allgemeine Anforderungen an die Sicherheit von E-Mail-Systemen sind im Baustein APP.5.3 Allgemeiner E-Mail-Client und -Server zu finden. Er ist zusätzlich auf jedes E-Mail-System anzuwenden, das auf Exchange bzw. Outlook basiert. Der Baustein enthält spezifische Gefährdungen und Anforderungen für Exchange-Systeme. Spezifische Anforderungen an Serverplattformen und Betriebssysteme sind nicht Bestandteil des Bausteins. Diese sind in den Bausteinen SYS.1.1 Allgemeiner Server sowie SYS.2.1 Allgemeiner Client und in den jeweiligen betriebssystemspezifischen Bausteinen zu finden. WissenswertesMicrosoft stellt auf seiner Webseite „Microsoft Technet" (https://technet.microsoft.com/de-de) umfangreiche Informationen zur Administration von Microsoft Exchange zur Verfügung.
1. Přehled
| Název |
Standard |
|
APP.5.2.A1 Planung des Einsatzes von Exchange und Outlook (B)
|
Bevor Exchange und Outlook eingesetzt werden, MUSS die Institution deren Einsatz sorgfältig planen. Dabei MUSS sie mindestens folgende Punkte beachten: - Aufbau der E-Mail-Infrastruktur,
- einzubindende Clients beziehungsweise Server,
- Nutzung von funktionalen Erweiterungen sowie
- die zu verwendenden Protokolle.
|
|
APP.5.2.A2 Auswahl einer geeigneten Exchange-Infrastruktur (B)
|
Der IT-Betrieb MUSS auf Basis der Planung des Einsatzes von Exchange entscheiden, mit welchen IT-Systemen und Anwendungskomponenten sowie in welcher hierarchischen Abstufung die Exchange-Infrastruktur realisiert wird. Im Rahmen der Auswahl MUSS auch entschieden werden, ob die Exchange-Systeme als Cloud- oder lokaler Dienst betrieben werden sollen.
|
|
APP.5.2.A3 Berechtigungsmanagement und Zugriffsrechte (B)
|
Zusätzlich zum allgemeinen Berechtigungskonzept MUSS die Institution ein Berichtigungskonzept für die Systeme der Exchange-Infrastruktur erstellen, geeignet dokumentieren und anwenden. Der IT-Betrieb MUSS serverseitige Benutzendenprofile für einen rechnerunabhängigen Zugriff der Benutzenden auf Exchange-Daten verwenden. Er MUSS die Standard-NTFS-Berechtigungen für das Exchange-Verzeichnis so anpassen, dass nur autorisierte Administrierende und Systemkonten auf die Daten in diesem Verzeichnis zugreifen können.
|
|
APP.5.2.A5 Datensicherung von Exchange (B)
|
Exchange-Server MÜSSEN vor Installationen und Konfigurationsänderungen sowie in zyklischen Abständen gesichert werden. Dabei MÜSSEN insbesondere die Exchange-Server-Datenbanken gesichert werden. Gelöschte Exchange-Objekte SOLLTEN erst nach einiger Zeit aus der Datenbank entfernt werden.
|
|
APP.5.2.A7 Migration von Exchange-Systemen (S)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE alle Migrationsschritte gründlich planen und dokumentieren. Der IT-Betrieb SOLLTE dabei Postfächer, Objekte, Sicherheitsrichtlinien, Active-Directory-Konzepte sowie die Anbindung an andere E-Mail-Systeme berücksichtigen. Außerdem SOLLTE er Funktionsunterschiede zwischen verschiedenen Versionen von Exchange beachten. Das neue Exchange-System SOLLTE, bevor es installiert wird, in einem separaten Testnetz geprüft werden.
|
|
APP.5.2.A9 Sichere Konfiguration von Exchange-Servern (S)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE Exchange-Server entsprechend der Vorgaben aus der Sicherheitsrichtlinie installieren und konfigurieren. Konnektoren SOLLTEN sicher konfiguriert werden. Der IT-Betrieb SOLLTE die Protokollierung des Exchange-Systems aktivieren. Für vorhandene benutzendenspezifische Anpassungen SOLLTE ein entsprechendes Konzept erstellt werden. Bei der Verwendung von funktionalen Erweiterungen SOLLTE sichergestellt sein, dass die definierten Anforderungen an die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit weiterhin erfüllt sind.
|
|
APP.5.2.A10 Sichere Konfiguration von Outlook (S)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE für jeden Benutzenden ein eigenes Outlook-Profil mit benutzendenspezifischen Einstellungen anlegen. Der IT-Betrieb SOLLTE Outlook so konfigurieren, dass nur notwendige Informationen an andere Benutzende übermittelt werden. Der IT-Betrieb SOLLTE die Benutzenden darüber informieren, welche Informationen automatisiert an andere Benutzende übermittelt werden. Lesebestätigungen und Informationen, die auf die interne Struktur der Institution schließen lassen, SOLLTEN NICHT an Externe übermittelt werden.
|
|
APP.5.2.A11 Absicherung der Kommunikation zwischen Exchange-Systemen (S)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE nachvollziehbar entscheiden, mit welchen Schutzmechanismen die Kommunikation zwischen Exchange-Systemen abgesichert wird. Insbesondere SOLLTE der IT-Betrieb festlegen, wie die Kommunikation zu folgenden Schnittstellen abgesichert wird: - Administrationsschnittstellen,
- Client-Server-Kommunikation,
- vorhandene Web-based-Distributed-Authoring-and-Versioning-(WebDAV)-Schnittstellen,
- Server-Server-Kommunikation und
- Public-Key-Infrastruktur, auf der die E-Mail-Verschlüsselung von Outlook basiert.
|
|
APP.5.2.A12 Einsatz von Outlook Anywhere, MAPI over HTTP und Outlook im Web (S)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE Outlook Anywhere, MAPI over HTTP und Outlook im Web entsprechend den Sicherheitsanforderungen der Institution konfigurieren. Der Zugriff auf Exchange über das Internet SOLLTE auf die notwendigen Benutzenden beschränkt werden.
|
|
APP.5.2.A17 Verschlüsselung von Exchange-Datenbankdateien (H)
|
Der IT-Betrieb SOLLTE ein Konzept für die Verschlüsselung von PST-Dateien und Informationsspeicher-Dateien erstellen. Die Institution SOLLTE die Benutzenden über die Funktionsweise und die Schutzmechanismen bei der Verschlüsselung von PST-Dateien informieren. Weitere Aspekte für lokale PST-Dateien, die berücksichtigt werden SOLLTEN, wenn Exchange-Systemdatenbanken verschlüsselt werden, sind: - eigene Verschlüsselungsfunktionen,
- Verschlüsselungsgrade sowie
- Mechanismen zur Absicherung der Daten in einer PST-Datei.
Mechanismen wie z. B. Encrypting File System oder Windows BitLocker Laufwerkverschlüsselung SOLLTEN zur Absicherung der PST-Dateien genutzt werden.
|
1.1 Odkazy
1.2 Identifikované požadavky
1.3 Související regulace
2. Identifikované požadavky
Požadavky
| Zdroj |
Požadavek |
3. Související regulace
Propojené úkoly
|