+BES.1 Grundlagen
---+BES.1.1 Verfahren und Regelungen
------+BES.1.1.1 Dokumentation
------+BES.1.1.2 Zuweisung der Aufgaben
------+BES.1.1.3 Bekanntgabe
---+BES.1.2 Regelmäßige Überprüfung
---+BES.1.3 Lieferanten- und Dienstleisterverzeichnis
------+BES.1.3.1 Gesamte Lieferkette
---+BES.1.4 Outsourcing-Strategie
------+BES.1.4.1 Freigabe der Strategie
---+BES.1.5 Autorisierung des Bereitstellungsmodells
---+BES.1.6 Dokumentation des Bereitstellungsmodells
---+BES.1.7 Vereinbarung der geteilten Verantwortung
|
BES.1 Grundlagen
1. Přehled
| Název |
Standard |
|
BES.1.1 Verfahren und Regelungen
|
Beschaffungsmanagement MUSS Verfahren und Regelungen zur Beschaffung von IT-Produkten und Dienstleistungen verankern. Erläuterung Relevant sind hierbei sowohl Beschaffungen von Produkten und Dienstleistungen für den internen Betrieb als auch Verträge bei denen Informationen für die Institution extern verarbeitet werden, z.B. Cloud-Dienstleistungen. Die bei der Festlegung des Verfahrens im Einzelnen zu berücksichtigenden Inhalte ergeben sich aus den Anforderungen dieser Praktik.
|
|
BES.1.2 Regelmäßige Überprüfung
|
Beschaffungsmanagement MUSS die Verfahren und Regelungen [regelmäßig] und anlassbezogen auf Aktualität überprüfen. Erläuterung Eine geplante Überprüfung der etablierten Verfahren und Regelungen dient dazu festzustellen, ob diese noch wirksam, effizient und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst sind. Eine anlassbezogene Überprüfung wird durch spezifische Ereignisse ausgelöst, wie etwa einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, eine strategische Neuausrichtung der IT oder neue gesetzliche Anforderungen. Der Zweck dieser Anforderung ist es, die kontinuierliche Verbesserung und Anpassungsfähigkeit des Prozesses sicherzustellen, da veraltete Regelungen neuen technologischen Entwicklungen oder Bedrohungen nicht mehr gerecht werden könnten; ein vor Jahren für monolithische Anwendungen konzipierter Prozess ist beispielsweise für agile Entwicklungsmethoden oder Microservice-Architekturen ungeeignet. Die regelmäßige Überprüfung kann die Effektivität des Sicherheitsmanagements langfristig aufrechterhalten und die Resilienz der Institution stärken.
|
|
BES.1.3 Lieferanten- und Dienstleisterverzeichnis
|
Beschaffungsmanagement für Einkäufe SOLLTE alle direkten Zulieferer und Dienstleister inklusive der jeweiligen Kontaktdaten und den bezogenen Lieferungen dokumentieren. Erläuterung Direkte Zulieferer sind hier alle Vertragspartner, von denen IT-Produkte bezogen werden. Dienstleister sind alle Vertragspartner, die schützenswerte Informationen des Informationsverbundes verarbeiten.
|
|
BES.1.4 Outsourcing-Strategie
|
Beschaffungsmanagement für Outsourcing SOLLTE eine Strategie mit Zielen, Chancen und Risiken des Outsourcings verankern. Erläuterung Outsourcing-Strategie bezeichnet hierbei die von der Institution festgelegten Grundsätze, Entscheidungskriterien und Grenzen für die Auslagerung von Leistungen. Die Strategie beinhaltet z.B. die Entscheidung über die Art und den Scope des Outsourcings und welche Arten von Anwendungen/Daten oder Prozessen ausgelagert werden. Bei einem Outsourcing in die Cloud wäre hier z.B. über "cloud only, cloud first, some cloud, no cloud" und bei der Bereitstellungsart über "Saas, PaaS, IaaS" etc. zu entscheiden. Typische Risiken sind versteckte Kosten, unklare Zuständigkeiten ("Verantwortungsdiffusion") durch gemeinsame Verantwortlichkeit mit dem Dienstleister für die Informationssicherheit (Shared Responsibility), Verlust von eigenem Knowhow, Abhängigkeit vom Anbietenden von Outsourcing, Verlust von Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten, Einblicke Dritter in interne Betriebsabläufe und Daten. Ziele beinhalten unter anderem auch die angestrebten Sicherheitsziele, z.B. "bei Bearbeitung von VS-NfD Inhalten die Einhaltung der VSA". Chancen können z.B. in einer schnelleren Einführung neuer Technologien, einer höheren Flexibilität bei Lastspitzen, einer verbesserten Verfügbarkeit durch die Infrastruktur des Dienstleisters oder in Kostenersparnissen durch Skaleneffekte liegen. Im Cloud-Kontext ergeben sich zudem Möglichkeiten wie eine weltweite Standortunabhängigkeit, einfachere Anbindung verteilter Teams oder die Nutzung spezialisierter Sicherheits- und Compliance-Services, die intern nur mit erheblichem Aufwand aufgebaut werden könnten.
|
|
BES.1.5 Autorisierung des Bereitstellungsmodells
|
Beschaffungsmanagement für Cloud-Dienste SOLLTE für jeden Cloud-Dienst das Bereitstellungsmodell durch [eine zuständige Person oder Rolle] autorisieren. Erläuterung Hiermit ist die bewusste Entscheidung für ein Modell und die konzeptionelle Umsetzung ("Shared Responsibility") dieser Entscheidung gemeint. Bereitstellungsmodelle sind z.B.: Public Cloud, Private Cloud, Community Cloud, Hybrid Cloud. Es kann in der Praxis aber zu dadurch nicht abgedeckten Varianten, wie z. B. "Virtual Private Cloud" kommen. Die Anforderung ist erst dann umgesetzt, wenn auch zwischen den Vertragspartnern das Bereitstellungsmodell explizit vereinbart ist, so dass die Verteilung der Verantwortlichkeiten (Shared Responsibility) für Schutzmaßnahmen zwischen Institution und Dienstleister klar geregelt ist.
|
|
BES.1.6 Dokumentation des Bereitstellungsmodells
|
Beschaffungsmanagement für Cloud-Dienste SOLLTE für jeden Cloud-Dienst das gewünschte Bereitstellungsmodell mit Ausführung der geteilten Verantwortlichkeiten dokumentieren. Erläuterung Hiermit ist die bewusste Entscheidung für ein Modell und die konzeptionelle Umsetzung ("Shared Responsibility") dieser Entscheidung gemeint. Bereitstellungsmodelle sind z.B.: Public Cloud, Private Cloud, Community Cloud, Hybrid Cloud. Es kann in der Praxis aber zu dadurch nicht abgedeckten Varianten, wie z. B. "Virtual Private Cloud" kommen.
|
|
BES.1.7 Vereinbarung der geteilten Verantwortung
|
Beschaffungsmanagement für Cloud-Dienste SOLLTE für jeden Cloud-Dienst mit dem Anbieter die geteilte Verantwortung vereinbaren. Erläuterung Die Anforderung ist erst dann umgesetzt, wenn auch zwischen den Vertragspartnern das Bereitstellungsmodell explizit vereinbart ist, so dass die Verteilung der Verantwortlichkeiten (Shared Responsibility) für Schutzmaßnahmen zwischen Institution und Dienstleister klar geregelt ist.
|
1.1 Odkazy
1.2 Identifikované požadavky
1.3 Související regulace
2. Identifikované požadavky
Požadavky
| Zdroj |
Požadavek |
3. Související regulace
|