+BES.4.5 Security by Design
---+BES.4.5.1 Entwicklung nach einem Sicherheitslebenszyklus
---+BES.4.5.2 Mandantentrennung

BES.4.5 Security by Design

Beschaffungsmanagement für Einkäufe SOLLTE Security by Design vereinbaren.

Erläuterung

Security by Design gilt als vereinbart, wenn eine Vorgehensweise nach diesem Prinzip oder eine bestimmte Sicherheitsarchitektur Vertragsbestandteil geworden sind, unabhängig von der Frage, von welchem Vertragspartner dies in den Vertrag eingebracht wurde. Zu einer Sicherheitsarchitektur gehören beispielsweise eine Beschreibung der bereitgestellten Schnittstellen und deren Sicherheitsmechanismen, ein Architekturdiagramm, sowie Schemata zum Aufbau von Komponenten oder von Quellcode.

1. Oversigt

Titel Standard
BES.4.5.1 Entwicklung nach einem Sicherheitslebenszyklus

Beschaffungsmanagement für IT-Produkte KANN Nachweise zur Entwicklung nach einem Sicherheitslebenszyklus vereinbaren.

Erläuterung

Ein Sicherheitslebenszyklus (engl. security development lifecycle, kurz SDL) besteht aus strukturierten Entwicklungsphasen, in denen Sicherheitsaspekte systematisch in Planung, Design, Implementierung, Test und Wartung eines IT-Produkts integriert werden. Solche Nachweise können etwa BSI-Zertifizierungen oder Dokumentationen einer vom Lieferanten unabhängigen Auditierung von Bedrohungsanalysen (threat modeling), sicheren Programmierpraktiken (secure coding guidelines), oder Ergebnissen von Penetrationstests umfassen. Ziel ist, nachprüfbar zu belegen, dass das Produkt nicht nur funktional, sondern auch sicherheitsseitig kontrolliert entwickelt wurde. Fehlt ein solcher Nachweis, könnte ein Produkt Schwachstellen enthalten, die später zu unbemerkten Manipulationen oder Datenabflüssen führen. Ein dokumentierter Sicherheitslebenszyklus kann dagegen Vertrauen in die Integrität, Belastbarkeit und Wartbarkeit eines Produkts schaffen. Die Vereinbarung entsprechender Nachweise kann beispielsweise über standardisierte Sicherheitsanforderungen in Ausschreibungsunterlagen, die Vorlage von Entwicklungsrichtlinien nach ISO/IEC 27034 oder NIST SP 800-218, oder die Anerkennung von Zertifikaten wie Common Criteria erfolgen. Alternativ kann die Institution bei kleineren Anbietern auch stichprobenartige Sicherheitsreviews, Entwicklerbefragungen oder Auditberichte als geeignete Nachweisvarianten akzeptieren.

BES.4.5.2 Mandantentrennung

Beschaffungsmanagement für Outsourcing KANN eine festgelegte Mandantentrennung vereinbaren.

Erläuterung

Eine Mandantentrennung bezeichnet die Trennung schützenswerter Daten und Verarbeitungskontexte zwischen verschiedenen Mandanten, also den Kunden des Anbieters. Eine festgelegte Mandatentrennung meint hier, dass der Anbieter Informationen über die konkret von ihm zur Mandantentrennung getroffenen Maßnahmen bereitstellt. Hierzu gehören insbesondere Informationen darüber, welche Daten oder Funktionen als mandantenabhängige oder mandantenübergreifende Daten behandelt werden.

1.1 Referencer

1.2 Identificerede krav

1.3 Relaterede reguleringer

2. Identificerede krav

Krav
Kilde Krav

3. Relaterede reguleringer

Reguleringer
Kilde Regulering

Linkede sager