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+IND.2.7 Safety Instrumented Systems ---+IND.2.7.G1 Manipulation des Logiksystems ---+IND.2.7.G2 Unzureichende Überwachungs- und Detektionsverfahren ---+IND.2.7.A1 Erfassung und Dokumentation (B) [Planende, Wartungspersonal] ---+IND.2.7.A2 Zweckgebundene Nutzung der Hard- und Softwarekomponenten (B) [Wartungspersonal] ---+IND.2.7.A3 Änderung des Anwendungsprogramms auf dem Logiksystem (B) [Wartungspersonal] ---+IND.2.7.A4 Verankerung von Informationssicherheit im Functional Safety Management (S) [ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A5 Notfallmanagement von SIS (S) [ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A6 Sichere Planung und Spezifikation des SIS (S) [Planende, Wartungspersonal, ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A7 Trennung und Unabhängigkeit des SIS von der Umgebung (S) [Planende, Wartungspersonal] ---+IND.2.7.A8 Sichere Übertragung von Engineering Daten auf SIS (S) [Planende, Wartungspersonal, ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A9 Absicherung der Daten- und Signalverbindungen (S) [Planende, Wartungspersonal, ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A10 Anzeige und Alarmierung von simulierten oder gebrückten Variablen (S) [Planende] ---+IND.2.7.A11 Umgang mit integrierten Systemen (S) [Planende, Wartungspersonal, ICS-Informationssicherheitsbeauftragte] ---+IND.2.7.A12 Sicherstellen der Integrität und Authentizität von Anwendungsprogrammen und Konfigurationsdaten (H) [Planende] |
IND.2.7 Safety Instrumented SystemsEinleitungSafety Instrumented Systems (SIS) bilden eine Untergruppe der Industrial Control Systems (ICS). SIS werden eingesetzt, um Gefahren für technische Anlagen, die Umwelt und Personen abzuwehren. Der prinzipielle Aufbau von SIS unterscheidet sich kaum von den konventionellen Automatisierungssystemen. Der wesentliche Unterschied liegt in den erhöhten Anforderungen an die Zuverlässigkeit, mit der die von einem SIS auszuführenden Sicherheitsfunktionen (SIF) vollzogen werden. Das Maß an Zuverlässigkeit wird mit Hilfe des vierstufigen Sicherheits-Integritätslevels (SIL) ausgedrückt, diese werden in der IEC 61508 definiert. SIL1 ist hierbei die geringste und SIL4 die höchste Anforderung an die Zuverlässigkeit. Abhängig von der SIL-Stufe gelten unterschiedliche Anforderungen an die zulässige Ausfallrate von Komponenten, die Hardware-Fehlertoleranz der Architektur, die Unabhängigkeit von Prüfenden sowie weitere sicherheitsrelevante Punkte. Der gesamte Lebenszyklus eines SIS ist organisatorisch in ein Functional Safety Management (FSM) eingebettet. Dieser Baustein ist unabhängig von der jeweiligen SIL-Stufe eines SIS umzusetzen. Die Informationssicherheit ist in jeder Lebensphase zu berücksichtigen, von der Entwicklung der Komponenten bis hin zu deren Anwendung, Betrieb und Außerbetriebnahme. Dabei ist zu beachten, dass die Sicherstellung der Integrität der SIS die höchste Priorität hat. Ein weiteres wesentliches Merkmal von SIS ist die Unabhängigkeit und die Trennung von umgebenden IT-Systemen und von der Betriebstechnik (Operational Technology, OT). Das bedeutet, dass die Verfügbarkeit und Integrität des SIS nicht von ihnen beeinflusst werden dürfen. ZielsetzungDas Ziel dieses Bausteins besteht darin, geeignete Anforderungen an SIS zu formulieren, die beim Aufbau eines Managementsystems für Informationssicherheit (ISMS) erfüllt werden müssen. Der Begriff „SIS“ umfasst im Sinne dieses Bausteins die Komponenten Sensor, Aktor, die sicherheitsgerichtete speicherprogrammierbare Steuerung (SSPS), auch als Logiksystem bezeichnet, das Anwendungsprogramm sowie auch insbesondere die dazugehörigen Programmiergeräte (Engineering Station, Handhelds für die Sensor-/Aktor-Konfiguration) und Visualisierungseinrichtungen. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein IND.2.7 Safety Instrumented Systems ist auf jede SIS-Komponente einmal anzuwenden. Der vorliegende Baustein ergänzt die übergeordneten Bausteine IND.1 Prozessleit- und Automatisierungstechnik und IND.2.1 Allgemeine ICS-Komponente und setzt voraus, dass diese umgesetzt wurden. WissenswertesMit dem „ICS Security Kompendium“ gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Hilfestellungen für den Test der Komponenten und bietet Maßnahmen für die IT-Sicherheit in ICS für Hersteller und Integratoren von ICS. Die International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO/IEC 27019 „Information technology - Security techniques - Information security controls for the energy utility industry“ Vorgaben für die Absicherung von Energieversorgern. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) und Österreichs E-Wirtschaft bietet mit dem Dokument „Whitepaper: Anforderungen an sichere Steuerungs- und Telekommunikationssysteme“ eine Hilfestellung zum sicheren Betrieb von Steuerungs- und Telekommunikationssystemen. Die internationalen Normen
stellen weitere Hilfsmittel zur Einrichtung von IT-Sicherheit in Safety Instrumented Systems zur Verfügung. Der Internationale Verband der Anwender von Automatisierungstechnik der Prozessindustrie Namur hat zur Risikobeurteilung das Dokument „IT-Risikobeurteilung von PLT-Sicherheitseinrichtungen“ veröffentlicht. Im „Guide to Industrial Control Systems (ICS) Security“: NIST Special Publication 800-81 wird beschrieben, wie IT-Sicherheit im ICS-Umfeld eingeführt werden kann. Zur Sicherung von Anlagen der Verfahrenstechnik mit Mitteln der Prozessleittechnik (PLT) wurde die Richtlinie VDI/VDE 2180 veröffentlicht. Die Richtlinie VDI/VDE 2182
bietet ein Vorgehensmodell und Anwendungsbeispiele für Informationssicherheit im ICS-Umfeld. 1. Resumen
1.1 Referencias1.2 Requisitos identificados1.3 Regulaciones relacionadas2. Requisitos identificados
3. Regulaciones relacionadas
Incidencias vinculadas
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