Mit einem DNS-Cache-Poisoning-Angriff wird das Ziel verfolgt, dass das angegriffene IT-System falsche Zuordnungen von IP-Adressen und Namen speichert. Dabei wird ausgenutzt, dass DNS-Server erhaltene Domain-Informationen für einen gewissen Zeitraum im Cache zwischenspeichern. So können sich gefälschte Daten weiträumig verbreiten. Werden dann entsprechende Anfragen an den manipulierten DNS-Server gestellt, liefert dieser als Antwort die gefälschten Daten. Das IT-System, das diese Antwort empfängt, speichert diese zwischen und sein Cache ist somit ebenfalls „vergiftet“. Die gespeicherten Daten haben eine definierte Haltbarkeit (Time-To-Live, TTL). Wird der Resolving DNS-Server nach einer manipulierten Adresse gefragt, so wird er erst dann wieder einen anderen DNS-Server anfragen, wenn die Haltbarkeit abgelaufen ist. So können sich manipulierte DNS-Informationen lange halten, obwohl sie auf dem ursprünglich angegriffenen DNS-Server bereits wieder korrigiert sind. Gelingt es Angreifenden beispielsweise, die Namensauflösung für eine Domain zu übernehmen, indem sie die Einträge so manipulieren, dass ihre DNS-Server befragt werden, sind alle Subdomains automatisch mitbetroffen. DNS-Cache-Poisoning-Angriffe werden oft mit dem Ziel geführt, Anfragen auf bösartige Server umzuleiten.
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