Eine vom Terminalserver bereitgestellte Anwendung wird in Echtzeit genutzt. Da die Bedienoberfläche auf dem Terminalserver vorbereitet und an die Clients übertragen wird, kann nur reibungslos gearbeitet werden, wenn die Antwort des Terminalservers auf eine Eingabe ohne merkliche Zeitverzögerung und klar erkennbar bei den Clients ankommt. Empfangen die Clients die Antworten des Terminalservers zeitlich verzögert, kann die Bedienbarkeit soweit einschränkt sein, dass dies einem Ausfall des Dienstes gleichkommt. Sowohl eine konstant hohe Verzögerung als auch häufig auftretende und nicht vorhersehbare Spitzen können diesen Effekt hervorrufen.
Eine zu hohe Verzögerung kann durch eine zu hohe Latenz der Übertragungsstrecken oder Netzkomponenten hervorgerufen werden. Wird die Kommunikation beispielsweise über weitere Sicherheitskomponenten wie VPN-Gateways abgesichert, die möglicherweise unzureichend dimensioniert sind, kann die Verzögerung weiter erhöht werden. Dies kann dazu führen, dass die Anwendung nur noch eingeschränkt genutzt werden kann.
Ist der Terminalserver stark ausgelastet, kann dieser nur verzögert antworten. Ist beispielsweise die CPU oder der Arbeitsspeicher unzureichend dimensioniert, kann der Terminalserver schnell überlasten und schließlich nur verzögert antworten. Ähnliches gilt, wenn der Terminalserver von zu vielen Personen zeitgleich genutzt wird.
Ist der Bildschirminhalt nicht klar genug erkennbar, kann mit dem Terminalserver nicht mehr effizient gearbeitet werden. Beispielsweise können Schrift oder Mauszeiger aufgrund von Kompressionsartefakten schwer zu erkennen sein, falls nicht genügend Leitungskapazität zur Verfügung steht.
All dies kann dazu führen, dass die Benutzenden entweder nicht oder nur noch stark eingeschränkt den Terminalserver nutzen können.
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