+Organisation und Personal
---+ORP.1 Organisation
------+ORP.1.G1 Fehlende oder unzureichende Regelungen
------+ORP.1.G2 Nichtbeachtung von Regelungen
------+ORP.1.G3 Fehlende, ungeeignete oder inkompatible Betriebsmittel
------+ORP.1.G4 Gefährdung durch Institutionsfremde
------+ORP.1.A1 Festlegung von Verantwortlichkeiten und Regelungen (B) [Institutionsleitung]
------+ORP.1.A2 Zuweisung der Zuständigkeiten (B) [Institutionsleitung]
------+ORP.1.A3 Beaufsichtigung oder Begleitung von Fremdpersonen (B) [Mitarbeitende]
------+ORP.1.A4 Funktionstrennung zwischen unvereinbaren Aufgaben (B)
------+ORP.1.A15 Ansprechperson zu Informationssicherheitsfragen (B)
------+ORP.1.A8 Betriebsmittel- und Geräteverwaltung (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.1.A13 Sicherheit bei Umzügen (S) [IT-Betrieb, Haustechnik]
------+ORP.1.A16 Richtlinie zur sicheren IT-Nutzung (S) [Benutzende]
------+ORP.1.A17 Mitführverbot von Mobiltelefonen (H)
---+ORP.2 Personal
------+ORP.2.G1 Personalausfall
------+ORP.2.G2 Unzureichende Kenntnis über Regelungen
------+ORP.2.G3 Sorglosigkeit im Umgang mit Informationen
------+ORP.2.G4 Unzureichende Qualifikationen der Mitarbeitenden
------+ORP.2.A1 Geregelte Einarbeitung neuer Mitarbeitender (B) [Vorgesetzte]
------+ORP.2.A2 Geregelte Verfahrensweise beim Weggang von Mitarbeitenden (B) [Vorgesetzte, IT-Betrieb]
------+ORP.2.A3 Festlegung von Vertretungsregelungen (B) [Vorgesetzte]
------+ORP.2.A4 Festlegung von Regelungen für den Einsatz von Fremdpersonal (B)
------+ORP.2.A5 Vertraulichkeitsvereinbarungen für den Einsatz von Fremdpersonal (B)
------+ORP.2.A14 Aufgaben und Zuständigkeiten von Mitarbeitenden (B) [Vorgesetzte]
------+ORP.2.A15 Qualifikation des Personals (B) [Vorgesetzte]
------+ORP.2.A7 Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit von Mitarbeitenden (S)
------+ORP.2.A13 Sicherheitsüberprüfung (H)
---+ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit
------+ORP.3.G1 Unzureichende Kenntnis über Regelungen
------+ORP.3.G2 Unzureichende Sensibilisierung für Informationssicherheit
------+ORP.3.G3 Unwirksame Aktivitäten zur Sensibilisierung und Schulung
------+ORP.3.G4 Unzureichende Schulung der Mitarbeitenden zu Sicherheitsfunktionen
------+ORP.3.G5 Nicht erkannte Sicherheitsvorfälle
------+ORP.3.G6 Nichtbeachtung von Sicherheitsmaßnahmen
------+ORP.3.G7 Sorglosigkeit im Umgang mit Informationen
------+ORP.3.G8 Fehlende Akzeptanz von Informationssicherheitsvorgaben
------+ORP.3.G9 Social Engineering
------+ORP.3.A1 Sensibilisierung der Institutionsleitung für Informationssicherheit (B) [Vorgesetzte, Institutionsleitung]
------+ORP.3.A3 Einweisung des Personals in den sicheren Umgang mit IT (B) [Vorgesetzte, Personalabteilung, IT-Betrieb]
------+ORP.3.A4 Konzeption und Planung eines Sensibilisierungs- und Schulungsprogramms zur Informationssicherheit (S)
------+ORP.3.A6 Durchführung von Sensibilisierungen und Schulungen zur Informationssicherheit (S)
------+ORP.3.A7 Schulung zur Vorgehensweise nach IT-Grundschutz (S)
------+ORP.3.A8 Messung und Auswertung des Lernerfolgs (S) [Personalabteilung]
------+ORP.3.A9 Spezielle Schulung von exponierten Personen und Institutionen (H)
---+ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement
------+ORP.4.G1 Fehlende oder unzureichende Prozesse beim Identitäts- und Berechtigungsmanagement
------+ORP.4.G2 Fehlende zentrale Deaktivierungsmöglichkeit von Konten
------+ORP.4.G3 Ungeeignete Verwaltung von Zutritts-, Zugangs- und Zugriffsrechten
------+ORP.4.A1 Regelung für die Einrichtung und Löschung von Benutzenden und Benutzendengruppen (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A2 Einrichtung, Änderung und Entzug von Berechtigungen (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A3 Dokumentation der Benutzendenkennungen und Rechteprofile (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A4 Aufgabenverteilung und Funktionstrennung (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A5 Vergabe von Zutrittsberechtigungen (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A6 Vergabe von Zugangsberechtigungen (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A7 Vergabe von Zugriffsrechten (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A8 Regelung des Passwortgebrauchs (B) [Benutzende, IT-Betrieb]
------+ORP.4.A9 Identifikation und Authentisierung (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A22 Regelung zur Passwortqualität (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A23 Regelung für passwortverarbeitende Anwendungen und IT-Systeme (B) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A10 Schutz von Benutzendenkennungen mit weitreichenden Berechtigungen (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A11 Zurücksetzen von Passwörtern (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A12 Entwicklung eines Authentisierungskonzeptes für IT-Systeme und Anwendungen (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A13 Geeignete Auswahl von Authentisierungsmechanismen (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A14 Kontrolle der Wirksamkeit der Benutzendentrennung am IT-System bzw. an der Anwendung (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A15 Vorgehensweise und Konzeption der Prozesse beim Identitäts- und Berechtigungsmanagement (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A16 Richtlinien für die Zugriffs- und Zugangskontrolle (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A17 Geeignete Auswahl von Identitäts- und Berechtigungsmanagement-Systemen (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A18 Einsatz eines zentralen Authentisierungsdienstes (S) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A19 Einweisung aller Mitarbeitenden in den Umgang mit Authentisierungsverfahren und -mechanismen (S) [Benutzende, IT-Betrieb]
------+ORP.4.A20 Notfallvorsorge für das Identitäts- und Berechtigungsmanagement-System (H) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A21 Mehr-Faktor-Authentisierung (H) [IT-Betrieb]
------+ORP.4.A24 Vier-Augen-Prinzip für administrative Tätigkeiten (H) [IT-Betrieb]
---+ORP.5 Compliance Management (Anforderungsmanagement)
------+ORP.5.G1 Verstoß gegen rechtliche Vorgaben
------+ORP.5.G2 Unzulässige Weitergabe von Informationen
------+ORP.5.G3 Unzureichende Identifikationsprüfung von Kommunikationspartnern und -partnerinnen
------+ORP.5.G4 Unbeabsichtigte Weitergabe interner Informationen
------+ORP.5.A1 Identifikation der Rahmenbedingungen (B) [Zentrale Verwaltung, Institutionsleitung]
------+ORP.5.A2 Beachtung der Rahmenbedingungen (B) [Vorgesetzte, Zentrale Verwaltung, Institutionsleitung]
------+ORP.5.A4 Konzeption und Organisation des Compliance Managements (S) [Institutionsleitung]
------+ORP.5.A5 Ausnahmegenehmigungen (S) [Vorgesetzte]
------+ORP.5.A8 Regelmäßige Überprüfungen des Compliance Managements (S)
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Organisation und Personal
Die Schicht ORP befasst sich mit organisatorischen und personellen Sicherheitsaspekten. In diese Schicht fallen beispielsweise die Bausteine Organisation und Personal.
1. Přehled
| Název |
Standard |
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ORP.1 Organisation
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EinleitungJede Institution benötigt eine hierfür zuständige Dienststelle, um den allgemeinen Betrieb zu steuern und zu regeln sowie um Verwaltungsdienstleistungen zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Die meisten Institutionen haben hierfür eine Organisationseinheit, die dieses Zusammenspiel der verschiedenen Rollen und Einheiten mit den entsprechenden Geschäftsprozessen und Ressourcen steuert. Bereits auf dieser übergreifenden Ebene sind Aspekte der Informationssicherheit einzubringen und verbindlich festzulegen. ZielsetzungMit diesem Baustein werden allgemeine und übergreifende Anforderungen im Bereich Organisation aufgeführt, die dazu beitragen, das Niveau der Informationssicherheit zu erhöhen und zu erhalten. In diesem Zusammenhang sind Informationsflüsse, Prozesse, Rollenverteilungen sowie die Aufbau- und Ablauforganisation zu regeln. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein ORP.1 Organisation ist auf den Informationsverbund mindestens einmal anzuwenden. Wenn Teile des Informationsverbunds einer anderen Organisationseinheit zugeordnet sind und daher anderen Rahmenbedingungen unterliegen, sollte der Baustein auf jede Einheit separat angewandt werden. Der Baustein bildet die übergeordnete Basis, um Informationssicherheit in einer Institution umzusetzen. Er behandelt keine spezifischen Aspekte zu Personal, Schulung von Mitarbeitenden, Verwaltung von Identitäten und Berechtigungen sowie Anforderungsmanagement. Diese Aspekte werden in den Bausteinen ORP.2 Personal, ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit, ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement und ORP.5 Compliance Management (Anforderungsmanagement) behandelt. WissenswertesFür den Baustein ORP.1 Organisation sind keine weiterführenden Informationen vorhanden.
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ORP.2 Personal
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EinleitungDas Personal eines Unternehmens bzw. einer Behörde hat einen entscheidenden Anteil am Erfolg oder Misserfolg der Institution. Die Mitarbeitenden haben dabei die wichtige Aufgabe, Informationssicherheit umzusetzen. Die aufwendigsten Sicherheitsvorkehrungen können ins Leere laufen, wenn sie im Arbeitsalltag nicht gelebt werden. Die elementare Bedeutung von Informationssicherheit für eine Institution und ihre Geschäftsprozesse muss daher für das Personal transparent und nachvollziehbar aufbereitet sein. ZielsetzungZiel dieses Bausteins ist es aufzuzeigen, welche „personellen“ Sicherheitsmaßnahmen die Personalabteilung oder Vorgesetzten ergreifen müssen, damit die Mitarbeitenden verantwortungsbewusst mit den Informationen der Institution umgehen und sich so gemäß den Vorgaben verhalten. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein ORP.2 Personal ist für den Informationsverbund einmal anzuwenden. Der Baustein beschäftigt sich mit den Anforderungen, die durch die Personalabteilung oder die Vorgesetzten einer Institution zu beachten und zu erfüllen sind. Personelle Anforderungen, die an eine bestimmte Funktion gebunden sind, wie z. B. die Ernennung des oder der Systemadministrierenden eines LAN, werden in den Bausteinen angeführt, die sich mit dem jeweiligen Themengebiet beschäftigen. Der Baustein ORP.2 Personal behandelt keine spezifischen Aspekte zu Schulung von Mitarbeitenden oder Verwaltung von Identitäten und Berechtigungen. Diese Aspekte werden in den Bausteinen ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit und ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement behandelt. WissenswertesDie International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO/IEC 27001:2013 „Information technology-Security techniques-Information security management systems-Requirements“ im Anhang A.7 Personalsicherheit Vorgaben für die Personalsicherheit. Das Information Security Forum (ISF) macht in seinem Standard „The Standard of Good Practice for Information Security“ im Kapitel PM: People Management Vorgaben für die Personalsicherheit.
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ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit
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EinleitungMitarbeitende sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein hohes Maß an Informationssicherheit in einer Institution. Daher ist es wichtig, dass sie die Sicherheitsziele kennen, die Sicherheitsmaßnahmen verständlich sind und jeder einzelne Mitarbeitende bereit ist, diese umzusetzen. Die Voraussetzung dafür ist, dass es ein Sicherheitsbewusstsein innerhalb der Institution gibt. Darüber hinaus sollte eine Sicherheitskultur aufgebaut und im Arbeitsalltag mit Leben gefüllt werden. Mitarbeitende müssen für relevante Gefährdungen sensibilisiert werden und wissen, wie sich diese auf ihre Institution auswirken können. Ihnen muss bekannt sein, was von ihnen im Hinblick auf Informationssicherheit erwartet wird und wie sie in sicherheitskritischen Situationen reagieren sollen. ZielsetzungIn diesem Baustein wird beschrieben, wie ein effektives Sensibilisierungs- und Schulungsprogramm zur Informationssicherheit aufgebaut und aufrechterhalten werden kann. Ziel des Programms ist es, die Wahrnehmung der Mitarbeitenden für Sicherheitsrisiken zu schärfen und ihnen die notwendigen Kenntnisse und Kompetenzen für sicherheitsbewusstes Verhalten zu vermitteln. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit ist für den Informationsverbund einmal anzuwenden. Dieser Baustein formuliert Anforderungen an die Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit, die das Arbeitsumfeld in der Institution, den Telearbeitsplatz und die mobile Arbeit betreffen. Der Baustein ORP.3 Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit beschreibt die prozessualen, technischen, methodischen und organisatorischen Anforderungen an die Sensibilisierung und Schulung von Informationssicherheit. Weitere Schulungsthemen werden durch die Personalabteilung oder das Weiterbildungsmanagement geplant, gestaltet und durchgeführt. In vielen der anderen IT-Grundschutz-Bausteine werden konkrete Schulungsinhalte zu den dort betrachteten Themen beschrieben. Der vorliegende Baustein beschäftigt sich damit, wie in den Bereichen Sensibilisierung und Schulung zur Informationssicherheit ein planvolles Vorgehen effizient gestaltet werden kann. WissenswertesDie International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO/IEC 27001:2013 im Kapitel 7.2 Vorgaben für die Sensibilisierung und Schulung von Beschäftigten. Das Information Security Forum (ISF) definiert in seinem Standard „The Standard of Good Practice for Information Security“ unter PM2 verschiedene Anforderungen an Sensibilisierung und Schulung von Beschäftigten. Das BSI bietet unter https://www.bsi.bund.de/grundschutzkurs einen Online-Kurs zum IT-Grundschutz an, der die Methodik des IT-Grundschutzes vorstellt. Das BSI bietet ein zweistufiges Schulungskonzept zum Thema IT-Grundschutz an. Bei dem Schulungskonzept kann man einen Nachweis eines IT-Grundschutz-Praktikers erwerben und sich weiter zum IT-Grundschutz-Berater vom BSI zertifizieren lassen. Eine Liste der Schulungsanbieter, die die BSI Schulung zum IT-Grundschutz-Praktiker und IT-Grundschutz-Berater anbieten, ist unter https://www.bsi.bund.de/dok/128348 zu finden.
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ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement
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EinleitungDer Zugang zu schützenswerten Ressourcen einer Institution ist auf berechtigte Benutzende und berechtigte IT-Komponenten einzuschränken. Benutzende und IT-Komponenten müssen zweifelsfrei identifiziert und authentisiert werden. Die Verwaltung der dafür notwendigen Informationen wird als Identitätsmanagement bezeichnet. Beim Berechtigungsmanagement geht es darum, ob und wie Benutzende oder IT-Komponenten auf Informationen oder Dienste zugreifen und diese benutzen dürfen, ihnen also basierend auf ihren Rechten Zutritt, Zugang oder Zugriff zu gewähren oder zu verweigern ist. Berechtigungsmanagement bezeichnet die Prozesse, die für Zuweisung, Entzug und Kontrolle der Rechte erforderlich sind. Die Übergänge zwischen den beiden Begriffen sind fließend, daher wird in diesem Baustein der Begriff Identitäts- und Berechtigungsmanagement (englisch Identity and Access Management, IAM) benutzt. Zur besseren Verständlichkeit wird in diesem Baustein der Begriff „Benutzendenkennung“ bzw. „Kennung“ synonym für „Benutzendenkonto“, „Konto“, „Login“ und „Account“ verwendet. In diesem Baustein wird der Begriff „Passwort“ als allgemeine Bezeichnung für „Passphrase“, „PIN“ oder „Kennwort“ verwendet. ZielsetzungZiel des Bausteins ist es, dass Benutzende oder auch IT-Komponenten ausschließlich auf die IT-Ressourcen und Informationen zugreifen können, die sie für ihre Arbeit benötigen und für die sie autorisiert sind, und unautorisierten Benutzenden oder IT-Komponenten den Zugriff zu verwehren. Dazu werden Anforderungen formuliert, mit denen Institutionen ein sicheres Identitäts- und Berechtigungsmanagement aufbauen sollten. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein ORP.4 Identitäts- und Berechtigungsmanagement ist für den Informationsverbund einmal anzuwenden. In diesem Baustein werden grundsätzliche Anforderungen für den Aufbau eines Identitäts- und Berechtigungsmanagements beschrieben. Anforderungen, die Komponenten eines Identitäts- und Berechtigungsmanagement betreffen, wie Betriebssysteme oder Verzeichnisdienste, sind in den entsprechenden Bausteinen zu finden (z. B. SYS.1.3 Server unter Linux und Unix, SYS.1.2.3 Windows Server, APP.2.1 Allgemeiner Verzeichnisdienst, APP.2.2 Active Directory Domain Services). WissenswertesDie International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO/IEC 27001:2013 „Information technology-Security techniques-Information security management systems-Requirements“ im Anhang A.9 Zugangssteuerung Vorgaben für die Identitäts- und Berechtigungsmanagement. Die International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO/IEC 29146:2016 “Information technology - Security techniques - A framework for access management“ Vorgaben für die Identitäts- und Berechtigungsmanagement. Das Information Security Forum (ISF) macht in seinem Standard „The Standard of Good Practice for Information Security“ im Kapitel TS1.4 Identity and Access Management Vorgaben für die Identitäts- und Berechtigungsmanagement. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) gibt in der NIST Special Publication 800-53A, insbesondere Bereiche AC und IA, Hinweise für Identitäts- und Berechtigungsmanagement.
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ORP.5 Compliance Management (Anforderungsmanagement)
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EinleitungIn jeder Institution gibt es relevante gesetzliche, vertragliche und sonstige Vorgaben, wie z. B. interne Richtlinien, die beachtet werden müssen. Viele dieser Vorgaben haben direkte oder indirekte Auswirkungen auf das Informationssicherheitsmanagement. Die Anforderungen unterscheiden sich dabei je nach Branche, Land und anderen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus unterliegt beispielsweise eine Behörde anderen externen Regelungen als eine Aktiengesellschaft. Die Leitungsebene der Institution muss die Einhaltung der Anforderungen („Compliance“) durch angemessene Überwachungsmaßnahmen sicherstellen. Je nach Größe einer Institution kann diese verschiedene Managementprozesse haben, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Risikomanagements beschäftigen. Dazu zählen beispielsweise Informationssicherheitsmanagement, Datenschutzmanagement, Compliance Management und Controlling. Die verschiedenen Einheiten sollten vertrauensvoll zusammenarbeiten, um Synergieeffekte zu nutzen und Konflikte frühzeitig auszuräumen. ZielsetzungZiel des Bausteins ist es, aufzuzeigen, wie sich Zuständige einen Überblick über die verschiedenen Anforderungen an die einzelnen Bereiche einer Institution verschaffen können. Dazu sind geeignete Sicherheitsanforderungen zu identifizieren und umzusetzen, um Verstöße gegen diese Vorgaben zu vermeiden. Abgrenzung und ModellierungDer Baustein ORP.5 Compliance Management (Anforderungsmanagement) ist für den gesamten Informationsverbund einmal anzuwenden. Die Verpflichtung der Mitarbeitenden zur Einhaltung der in diesem Baustein identifizierten gesetzlichen, vertraglichen und sonstigen Vorgaben ist nicht Bestandteil dieses Bausteins, sondern wird im Baustein ORP.2 Personal behandelt. In diesem Baustein wird nicht auf spezifische Gesetze, vertragliche Regelungen oder sonstige Richtlinien eingegangen. WissenswertesDie International Organization for Standardization (ISO) gibt in der Norm ISO 19600:2014 „Compliance management systems - Guidelines“ Richtlinien für ein Compliance Management System. Ebenso geht die ISO in der Norm ISO/IEC 27001:2013 „Information technology - Security technique - Code of practice for information security controls“ im Kapitel 18 auf Anforderungsmanagement ein. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) definiert in der IDW Verlautbarung IDW PS 980 „Grundsätze ordnungsmäßiger Prüfung von Compliance Management Systemen“ Anhaltspunkte für die Prüfung von Compliance Management Systemen.
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1.1 Odkazy
1.2 Identifikované požadavky
1.3 Související regulace
2. Identifikované požadavky
Požadavky
| Zdroj |
Požadavek |
3. Související regulace
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