+RICHTLINIE 2008/105/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. Dezember 2008 über Umweltqualitätsnormen und über die Vorbeugung und Begrenzung der Verschmutzung von Oberflächengewässern, zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien des Rates 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG und zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
---+Artikel 1 Gegenstand
---+Artikel 2 Begriffsbestimmungen
---+Artikel 3 Umweltqualitätsnormen
------+Article 3 1.
------+Article 3 1a.
------+Article 3 1b.
------+Article 3 2.
------+Article 3 3.
------+Article 3 3a.
------+Article 3 3b.
------+Article 3 4.
------+Article 3 5.
------+Article 3 5a.
------+Article 3 6.
------+Article 3 8.
------+Article 3 8a.
------+Article 3 8b.
---+Artikel 4 Durchmischungsbereiche
------+Article 4 1.
------+Article 4 2.
------+Article 4 3.
---+Artikel 5 Bestandsaufnahme der Emissionen, Einleitungen und Verluste
------+Article 5 1.
------+Article 5 2.
------+Article 5 3.
---+Artikel 6 Grenzüberschreitende Umweltverschmutzung
------+Article 6 1.
------+Article 6 2.
---+Artikel 7 Berichterstattung und Überprüfung
------+Article 7 1.
------+Article 7 2.
---+Artikel 7a Koordinierung
------+Article 7a 1.
------+Article 7a 2.
------+Article 7a 3.
---+Artikel 8 Überprüfung der Anhänge I und II
------+Article 8 1.
------+Article 8 2.
------+Article 8 3.
---+Artikel 8a Spezifische Bestimmungen für bestimmte Stoffe
------+Article 8a 1.
------+Article 8a 2.
------+Article 8a 3.
------+Article 8a 4.
------+Article 8a 5.
---+Artikel 8b Beobachtungsliste
------+Article 8b 1.
------+Article 8b 1a.
------+Article 8b 1b.
------+Article 8b 1c.
------+Article 8b 2.
------+Article 8b 3.
------+Article 8b 4.
------+Article 8b 5.
---+Artikel 8c Spezifische Bestimmungen für pharmazeutische Stoffe
---+Artikel 8d Einzugsgebietsspezifische Schadstoffe
------+Article 8d 1.
------+Article 8d 2.
------+Article 8d 3.
---+Artikel 9 Ausschussverfahren
------+Article 9 1.
------+Article 9 2.
---+Artikel 9a Ausübung der Befugnisübertragung
------+Article 9a 1.
------+Article 9a 2.
------+Article 9a 3.
------+Article 9a 3a.
------+Article 9a 4.
------+Article 9a 5.
---+Artikel 11 Änderung der Richtlinien 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG
------+Article 11 1.
------+Article 11 2.
---+Artikel 12 Aufhebung der Richtlinien 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG
------+Article 12 1.
------+Article 12 2.
---+Artikel 13 Umsetzung
------+Article 13 1.
------+Article 13 2.
---+Artikel 14 Inkrafttreten
---+Artikel 15 Adressaten
---+ANHANG I
---+ANHANG II UMWELTQUALITÄTSNORMEN FÜR EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHE SCHADSTOFFE
---+ANHANG III STOFFE, DIE EINER ÜBERPRÜFUNG IM HINBLICK AUF IHRE MÖGLICHE EINSTUFUNG ALS PRIORITÄRE STOFFE UNTERLIEGEN
English - European Union - Environment -

RICHTLINIE 2008/105/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. Dezember 2008 über Umweltqualitätsnormen und über die Vorbeugung und Begrenzung der Verschmutzung von Oberflächengewässern, zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien des Rates 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG und zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates

RICHTLINIE 2008/105/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 16. Dezember 2008

über Umweltqualitätsnormen und über die Vorbeugung und Begrenzung der Verschmutzung von Oberflächengewässern, zur Änderung und anschließenden Aufhebung der Richtlinien des Rates 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG und zur Änderung der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates

1. Übersicht

,
Bezeichnung Regulierung
Artikel 1 Gegenstand

Artikel 1

Gegenstand

Mit dieser Richtlinie werden im Einklang mit Artikel 4 der Richtlinie 2000/60/EG und den darin genannten Zielen Umweltqualitätsnormen für prioritäre Stoffe und bestimmte andere Schadstoffe gemäß Artikel 16 jener Richtlinie mit dem Ziel festgelegt, einen guten chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen.

Artikel 2 Begriffsbestimmungen

Artikel 2

Begriffsbestimmungen

Für die Zwecke dieser Richtlinie gelten die Begriffsbestimmungen des Artikels 2 der Richtlinie 2000/60/EG und des Artikels 2 der Richtlinie 2009/90/EG der Kommission vom 31. Juli 2009 zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates ( 1 ).

Zusätzlich gelten die folgenden Begriffsbestimmungen:

1. 

„Matrix“ bezeichnet einen Bereich der aquatischen Umwelt, nämlich Wasser, Sedimente oder Biota;

2. 

„Biota-Taxon“ bezeichnet ein bestimmtes aquatisches Taxon mit dem taxonomischen Rang „Unterstamm“, „Klasse“ oder ihrem entsprechenden Rang;

▼M2

3. 

Der Ausdruck „Verschmutzungsindikator“ bezeichnet einen Parameter, der überwacht werden kann, um einen Wert zu erhalten, der für den Wert oder die Konzentration eines Schadstoffs oder einer Gruppe von Schadstoffen und damit für das davon ausgehende Risiko repräsentativ ist.

Artikel 3 Umweltqualitätsnormen
Artikel 4 Durchmischungsbereiche
Artikel 5 Bestandsaufnahme der Emissionen, Einleitungen und Verluste
Artikel 6 Grenzüberschreitende Umweltverschmutzung
Artikel 7 Berichterstattung und Überprüfung
Artikel 7a Koordinierung
Artikel 8 Überprüfung der Anhänge I und II
Artikel 8a Spezifische Bestimmungen für bestimmte Stoffe
Artikel 8b Beobachtungsliste
Artikel 8c Spezifische Bestimmungen für pharmazeutische Stoffe

Artikel 8c

Spezifische Bestimmungen für pharmazeutische Stoffe

Gemäß Artikel 16 Absatz 9 der Richtlinie 2000/60/EG entwickelt die Kommission -gegebenenfalls auf der Grundlage der Ergebnisse ihrer Untersuchung von 2013 über die Risiken von Arzneimitteln für die Umwelt und anderer einschlägiger Studien und Berichte — möglichst innerhalb von zwei Jahren ab dem 13. September 2013 einen strategischen Ansatz gegen die Verschmutzung von Gewässern durch pharmazeutische Stoffe. Dieser strategische Ansatz umfasst gegebenenfalls Vorschläge zur stärkeren Berücksichtigung — soweit erforderlich — der Umweltverträglichkeit von Arzneimitteln im Rahmen des Verfahrens für das Inverkehrbringen von Arzneimitteln. Im Rahmen dieses strategischen Ansatzes schlägt die Kommission gegebenenfalls bis zum 14. September 2017 Maßnahmen vor, die gegebenenfalls auf Ebene der Union und/oder der Mitgliedstaaten zu ergreifen sind, um die möglichen Umweltauswirkungen von pharmazeutischen Stoffen, insbesondere derjenigen gemäß Artikel 8b Absatz 1, mit dem Ziel anzugehen, Einleitungen, Emissionen und Verluste solcher Stoffe in die aquatische Umwelt unter Berücksichtigung der Erfordernisse der öffentlichen Gesundheit und der Kosteneffizienz der vorgeschlagenen Maßnahmen zu verringern.

Artikel 8d Einzugsgebietsspezifische Schadstoffe
Artikel 9 Ausschussverfahren
Artikel 9a Ausübung der Befugnisübertragung
Artikel 11 Änderung der Richtlinien 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG
Artikel 12 Aufhebung der Richtlinien 82/176/EWG, 83/513/EWG, 84/156/EWG, 84/491/EWG und 86/280/EWG
Artikel 13 Umsetzung
Artikel 14 Inkrafttreten

Artikel 14

Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.

Artikel 15 Adressaten

Artikel 15

Adressaten

Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.

ANHANG I




▼M1

ANHANG I

▼M2

UMWELTQUALITÄTSNORMEN (UQN) FÜR PRIORITÄRE STOFFE IN OBERFLÄCHENGEWÄSSERN

TEIL A:   UMWELTQUALITÄTSNORMEN



(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(6)

(7)

(8)

(9)

(10)

(11)

(12)

(13)

Eintrag Nr.

Stoffname

Stoffkategorie

CAS-Nummer (1)

EU-Nummer (2)

JD-UQN (3) Binnenoberflächengewässer (4)

[μg/l]

JD-UQN (3)

Sonstige Oberflächengewässer

[μg/l]

ZHK-UQN (5)

Binnenoberflächengewässer (4)

[μg/l]

ZHK-UQN (5)

Sonstige Oberflächengewässer

[μg/l]

UQN

Biota (6)

[μg/kg Nassgewicht]

oder Sediment-UQN [μg/kg Trockengewicht] sofern angegeben

Als prioritärer gefährlicher Stoff eingestuft

Als ubiquitärer persistenter, bioakkumulierbarer und toxischer Stoff (uPBT) eingestuft

Als Stoff eingestuft, der sich in Sedimenten und/oder Biota anreichert

(1)

Der Stoff Alachlor wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(2)

Anthracen

Industrielle Stoffe

120-12-7

204-371-1

0,1

0,1

0,1

0,1

 

X

 

X

(3)

Der Stoff Atrazin wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(4)

Benzol

Industrielle Stoffe

71-43-2

200-753-7

10

8

50

50

 

 

 

 

(5)

Bromierte Diphenylether (7)

Industrielle Stoffe

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

 

0,14

0,014  (7)

0,00028  (7)

X (8)

X

X

(6)

Cadmium und Cadmiumverbindungen

(je nach Wasserhärteklasse) (9)

Metalle

7440-43-9

231-152-8

≤ 0,08 (Klasse 1)

0,08 (Klasse 2)

0,09 (Klasse 3)

0,15 (Klasse 4)

0,25 (Klasse 5)

0,2

≤ 0,45 (Klasse 1)

0,45 (Klasse 2)

0,6 (Klasse 3)

0,9 (Klasse 4)

1,5 (Klasse 5)

≤ 0,45 (Klasse 1)

0,45 (Klasse 2)

0,6 (Klasse 3)

0,9 (Klasse 4)

1,5 (Klasse 5)

 

X

 

X

(6a)

Der Stoff Tetrachlorkohlenstoff wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(7)

C10-13 Chloralkane (10)

Industrielle Stoffe

85535-84-8

287-476-5

0,4

0,4

1,4

1,4

 

X

 

X

(8)

Der Stoff Chlorfenvinphos wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(9)

Chlorpyrifos (Chlorpyrifos-Ethyl)

Pestizide — Organophosphat

2921-88-2

220-864-4

4,6 × 10-4

4,6 × 10-5

0,0026

5,2 × 10-4

 

X

X

X

(9a)

Cyclodien-Pestizide:

Aldrin

Dieldrin

Endrin

Isodrin

Pestizide - Organochlor

309-00-2

60-57-1

72-20-8

465-73-6

206-215-8

200-484-5

200-775-7

207-366-2

Σ = 0,01

Σ = 0,005

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(9b)

DDT gesamt (11)

Pestizide - Organochlor

nicht anwendbar

nicht anwendbar

0,025

0,025

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

 

Para-para-DDT

 

50-29-3

200-024-3

0,01

0,01

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(10)

1,2- Dichlorethan

Industrielle Stoffe

107-06-2

203-458-1

10

10

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(11)

Dichlormethan

Industrielle Stoffe

75-09-2

200-838-9

20

20

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

 

 

 

(12)

Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)

Industrielle Stoffe

117-81-7

204-211-0

1,3

1,3

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

X

(13)

Diuron

Pestizide - Herbizid

330-54-1

206-354-4

0,049

0,0049

0,27

0,054

 

 

 

 

(14)

Endosulfan

Pestizide - Organochlor

115-29-7

204-079-4

0,005

0,0005

0,01

0,004

 

X

 

 

(15)

Fluoranthen

Industrielle Stoffe

206-44-0

205-912-4

7,62 × 10-4

7,62 × 10-4

0,12

0,012

6,1

X

X

X

(16)

Hexachlorbenzol

Pestizide - Organochlor

118-74-1

204-273-9

 

 

0,5

0,05

8 Süßwasserfisch

1 Seefisch

X

 

X

(17)

Hexachlorbutadien

Industrielle Stoffe (Lösungsmittel)

87-68-3

201-765-5

9,5 x 10-4

9,5 × 10-4

0,6

0,06

21

X

 

X

(18)

Hexachlorcyclohexan

Pestizide - Insektizide

608-73-1

210-168-9

0,02

0,002

0,04

0,02

 

X

 

X

(19)

Isoproturon

Pestizide - Herbizid

34123-59-6

251-835-4

0,3

0,3

1,0

1,0

 

 

 

 

(20)

Blei und Bleiverbindungen

Metalle

7439-92-1

231-100-4

1,2  (12)

1,3

14

14

 

X

 

X

(21)

Quecksilber und Quecksilberverbindungen

Metalle

7439-97-6

231-106-7

 

 

0,07

0,07

11

X

X

X

(22)

Naphthalin

Industrielle Stoffe

91-20-3

202-049-5

2

2

130

130

 

 

 

 

(23)

Nickel und Nickelverbindungen

Metalle

7440-02-0

231-111-4

2 (12)

3,1

8,2

8,2

 

 

 

 

(24)

Nonylphenole (13) (4-Nonylphenol)

Industrielle Stoffe

Siehe Fußnote 13

Siehe Fußnote 13

0,037

0,0018

2,1

0,17

 

X

 

 

(25)

Octylphenole (14) ((4-(1,1',3,3'-Tetramethylbutyl)-phenol))

Industrielle Stoffe

Siehe Fußnote 14

Siehe Fußnote 14

0,1

0,01

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(26)

Pentachlorbenzol

Industrielle Stoffe

608-93-5

210-172-0

0,007

0,0007

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

X

(27)

Pentachlorphenol

Pestizide - Organochlor

87-86-5

201-778-6

0,4

0,4

1

1

 

X

 

 

(28)

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) (15)

Verbrennungsprodukte

nicht anwendbar

nicht anwendbar

nicht anwendbar

nicht anwendbar

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe der Benzo(a)pyrenäquivalente 0,6  (16)

X

X

X

 

Benzo(a)pyren

 

50-32-8

200-028-5

 

 

0,5

0,05

0,6

 

 

 

Benzo(b)fluoranthen

 

205-99-2

205-911-9

 

 

0,017

0,017

Siehe Fußnote 16

 

 

 

Benzo(k)fluoranthen

 

207-08-9

205-916-6

 

 

0,017

0,017

Siehe Fußnote 16

 

 

 

 

Benzo(g,h,i)perylen

 

191-24-2

205-883-8

 

 

8,2 × 10-3

8,2 × 10-4

Siehe Fußnote 16

 

 

 

Indeno(1,2,3-cd)pyren

 

193-39-5

205-893-2

 

 

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Siehe Fußnote 16

 

 

 

 

Chrysen

 

218-01-9

205-923-4

 

 

0,07

0,007

Siehe Fußnote 16

 

 

 

 

Benzo(a)anthracen

 

56-55-3

200-280-6

 

 

0,1

0,01

Siehe Fußnote 16

 

 

 

Dibenz(a,h)anthracen

53-70-3

200-181-8

 

 

0,014

0,0014

Siehe Fußnote 16

 

 

 

Fluoranthen

 

206-44-0

205-912-4

 

 

0,12

0,012

Siehe Fußnote 16

 

 

 

(29)

Der Stoff Simazin wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(29a)

Tetrachlorethylen

Industrielle Stoffe

127-18-4

204-825-9

10

10

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

 

 

 

(29b)

Trichlorethylen

Industrielle Stoffe

79-01-6

201-167-4

10

10

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(30)

Tributylzinnverbindungen (17) (Tributylzinn-Kation)

Pestizide - Biozid

36643-28-4

nicht anwendbar

0,0002

0,0002

0,0015

0,0015

1,6  (18)

X

X

X

(31)

Die Stoffgruppe Trichlorbenzole wurde in Anhang II Teil C aufgenommen.

(32)

Trichlormethan

Industrielle Stoffe

67-66-3

200-663-8

2,5

2,5

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

 

 

 

(33)

Trifluralin

Pestizide - Herbizide

1582-09-8

216-428-8

0,03

0,03

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

X

 

 

(34)

Dicofol

Pestizide - Organochlor

115-32-2

204-082-0

4,45 × 10-3

0,185 × 10-3

nicht anwendbar (19)

nicht anwendbar (19)

111 Süßwasserfisch

4,6 Seefisch

X

 

X

(35)

Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und ihre Derivate

Industrielle Stoffe

1763-23-1

217-179-8

Abgedeckt durch Stoffgruppe 65 (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) — Summe von 25)

(36)

Quinoxyfen

Pestizide - Fungizid

124495-18-7

nicht anwendbar

0,15

0,015

2,7

0,54

 

X

 

X

(37)

Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen (20)

Industrielle Nebenprodukte

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

 

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe PCDD + PCDF + PCB-DL

Äquivalente 3,5 x 10-5 (21)

X

X

X

(38)

Aclonifen

Pestizide - Herbizid

74070-46-5

277-704-1

0,12

0,012

0,12

0,012

 

 

 

 

(39)

Bifenox

Pestizide - Herbizid

42576-02-3

255-894-7

0,012

0,0012

0,04

0,004

 

 

 

 

(40)

Cybutryn

Pestizide - Biozid

28159-98-0

248-872-3

0,0025

0,0025

0,016

0,016

 

 

 

 

(41)

Cypermethrin (22)

Pestizide - Pyrethroid

52315-07-8

257-842-9

3 × 10-5

3 × 10-6

6 × 10-4

6 × 10-5

 

 

 

X

(42)

Dichlorvos

Pestizide -organophosphate

62-73-7

200-547-7

6 × 10-4

6 × 10-5

7 × 10-4

7 × 10-5

 

 

 

 

(43)

Hexabromcyclododecan (HBCDD) (23)

Industrielle Stoffe

Siehe Fußnote 23

Siehe Fußnote 23

4,6 × 10-4

2 × 10-5

0,5

0,05

90 Süßwasserfisch

3,5 Seefisch

X

X

X

(44)

Heptachlor und Heptachlorepoxid

Pestizide - Organochlor

76-44-8 / 1024-57-3

200-962-3/ 213-831-0

1,7 × 10-7

1,7 × 10-7

3 × 10-4

3 × 10-5

0,013

X

X

X

(45)

Terbutryn

Pestizide - Biozide

886-50-0

212-950-5

0,065

0,0065

0,34

0,034

 

 

 

 

(46)

17-alpha-Ethinylestradiol (EE2)

Arzneimittel - Östrogen

57-63-6

200-342-2

1,7 × 10-5

1,6 × 10-6

nicht deriviert

nicht deriviert

 

 

 

 

(47)

17-beta-Estradiol (E2)

Arzneimittel - Östrogen

50-28-2

200-023-8

0,00018

9 × 10-6

nicht deriviert

nicht deriviert

 

 

 

 

(48)

Acetamiprid

Pestizide - Neonicotinoid

135410-20-7 / 160430-64-8

603-921-1

0,037

0,0037

0,16

0,016

 

 

 

 

(49)

Azithromycin

Arzneimittel - Makrolid-Antibiotikum

83905-01-5

617-500-5

0,019

0,0019

0,18

0,018

 

 

 

X

(50)

Bifenthrin

Pestizide - Pyrethroid

82657-04-3

617-373-6

9,5 × 10-5

9,5 × 10-6

0,011

0,001

 

 

 

X

(51)

Bisphenol A (BPA)

Industrielle Stoffe

80-05-7

201-245-8

1,7 x 10-4

1,7 x 10-4

130

51

0,025

X

 

 

(52)

Carbamazepin

Arzneimittel — Antikonvulsivum

298-46-4

206-062-7

2,5

0,25

1,6 × 103

160

 

 

 

 

(53)

Clarithromycin

Arzneimittel - Makrolid-Antibiotikum

81103-11-9

658-034-2

0,13

0,013

0,13

0,013

 

 

 

X

(54)

Clothianidin

Pestizide - Neonicotinoid

210880-92-5

433-460-1

0,01

0,001

0,34

0,034

 

 

 

 

(55)

Deltamethrin

Pestizide - Pyrethroid

52918-63-5

258-256-6

1,7 × 10-6

1,7 × 10-7

1,7 × 10-5

3,4 × 10-6

 

 

 

X

(56)

Diclofenac

Arzneimittel — Antiphlogistikum

15307-86-5 / 15307-79-6

239-348-5 / 239-346-4

0,04

0,004

250

25

 

 

 

X

(57)

Erythromycin

Arzneimittel - Makrolid-Antibiotikum

114-07-8

204-040-1

0,5

0,05

1

0,1

 

 

 

X

(58)

Esfenvalerat

Pestizide - Pyrethroid

66230-04-4

613-911-9

1,7 × 10-5

1,7 × 10-6

0,0085

0,00085

 

 

 

X

(59)

Estron (E1)

Arzneimittel - Östrogen

53-16-7

200-164-5

3,6 × 10-4

1,8 × 10-5

nicht deriviert

nicht deriviert

 

 

 

 

(60)

Glyphosat

Pestizide - Herbizid

1071-83-6

213-997-4

0,1  (24)

86,7  (25)

8,67

nicht anwendbar (24)

398,6  (25)

39,86

 

 

 

 

(61)

Ibuprofen

Arzneimittel — Antiphlogistikum

15687-27-1

239-784-6

0,14

0,014

 

 

 

 

 

X

(62)

Imidacloprid

Pestizide - Neonicotinoid

138261-41-3 / 105827-78-9

428-040-8

0,0068

6,8 × 10-4

0,057

0,0057

 

 

 

 

(63)

Nicosulfuron

Pestizide - Herbizid

111991-09-4

601-148-4

0,0087

8,7 × 10-4

0,23

0,023

 

 

 

 

(64)

Permethrin

Pestizide - Pyrethroid

52645-53-1

258-067-9

2,7 × 10-4

2,7 × 10-5

0,0025

2,5 × 10-4

 

 

 

X

(65)

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) — Summe von 25 (26) (29)

Industrielle Stoffe

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe PFOA-Äquivalente 0,0044  (27)

Summe PFOA-Äquivalente 0,0044  (27)

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe PFOA-Äquivalente 0,077  (27)

X

X

X

(66)

Silber

Metalle

7440-22-4

231-131-3

0,01

0,006 (10‰ Salzgehalt)

0,17 (30‰ Salzgehalt)

0,022

nicht deriviert

 

 

 

 

(67)

Thiacloprid

Pestizide - Neonicotinoid

111988-49-9

601-147-9

0,01

0,001

0,05

0,005

 

 

 

 

(68)

Thiamethoxam

Pestizide - Neonicotinoid

153719-23-4

428-650-4

0,04

0,004

0,77

0,077

 

 

 

 

(69)

Triclosan

Pestizide - Biozide

3380-34-5

222-182-2

0,02

0,002

0,02

0,002

 

 

 

 

(70)

Summe der Wirkstoffe in den in dieser Tabelle aufgeführten Pestiziden (28) (29) (30)

Pestizide

nicht anwendbar

nicht anwendbar

0,2  (30)

 

 

 

 

 

 

 

(1)   

CAS: Chemical Abstracts Service.

(2)   

EU-Nummer: Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS — European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances) oder Europäische Liste der angemeldeten chemischen Stoffe (ELINCS — European List of Notified Chemical Substances).

(3)   

Dieser Parameter ist die UQN, ausgedrückt als Jahresdurchschnitt (JD-UQN). Sofern nicht anders angegeben, gilt sie für die Gesamtkonzentration aller Stoffe und Isomere.

(4)   

Binnenoberflächengewässer umfassen Flüsse und Seen sowie mit diesen verbundene künstliche oder erheblich veränderte Wasserkörper.

(5)   

Dieser Parameter ist die UQN, ausgedrückt als zulässige Höchstkonzentration (ZHK-UQN). Sofern nicht anders angegeben, gilt sie für die Gesamtkonzentration aller Stoffe und Isomere. Ist für die ZHK-UQN „nicht anwendbar“ angegeben, so gelten die JD-UQN-Werte auch bei kurzfristigen Verschmutzungsspitzenwerten bei kontinuierlicher Einleitung als schützend, da sie deutlich niedriger sind als die auf der Grundlage der akuten Toxizität abgeleiteten Werte.

(6)   

Ist eine Biota-UQN oder eine Sediment-UQN angegeben, so findet diese unbeschadet Artikel 3 Absatz 3 dieser Richtlinie, wonach stattdessen ein alternatives Biotataxon oder eine andere Matrix überwacht werden kann, statt der Wasser-UQN Anwendung, sofern die angewandten Umweltqualitätsnormen ein gleichwertiges Schutzniveau bieten. Sofern nicht anders angegeben, gilt sie für die Gesamtkonzentration aller Stoffe und Isomere. Sofern nicht anders angegeben, bezieht sich die Biota-UQN auf Fische. „Süßwasserfisch“ bezeichnet die Biota-UQN für Süßwasserfische, die in Binnengewässern überwacht werden; „Seefisch“ bezeichnet die Biota-UQN für Seefische, die in anderen Oberflächengewässern überwacht werden. Für Stoffe mit den Nummern 15 (Fluoranthen), 28 (PAK) und 51 (Bisphenol A) bezieht sich die Biota-UQN auf Krebstiere und Weichtiere. Für die Zwecke der Bewertung des chemischen Zustands ist die Überwachung von Fluoranthen, PAK und Bisphenol A in Fischen nicht geeignet. Für den Stoff Nummer 37 (Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen) bezieht sich die Biota-UQN im Einklang mit Nummer 4.1.5 des Anhangs I der Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission (*) auf Fische, Krebstiere und Weichtiere.

(7)   

Für die unter bromierte Diphenylether (Nr. 5) fallende Gruppe prioritärer Stoffe bezieht sich die UQN auf die Summe der Konzentrationen von Kongeneren der Nummern 28, 47, 99, 100, 153 und 154.

(8)   

Tetra-, Penta-, Hexa-, Hepta-, Octa- und Decabromdiphenylether (CAS-Nummern 40088-47-9, 32534-81-9, 36483-60-0, 68928-80-3, 32536-52-0 und 1163-19-5).

(9)   

Für Cadmium und Cadmiumverbindungen (Nr. 6) hängt die UQN von der Wasserhärte ab, die in fünf Klassenkategorien abgebildet wird (Klasse 1: <40 mg CaCO3/l, Klasse 2: 40 bis <50 mg CaCO3/l, Klasse 3: 50 bis <100 mg CaCO3/l, Klasse 4: 100 bis <200 mg CaCO3/l und Klasse 5: ≥200 mg CaCO3/l).

(10)   

Für diese Stoffgruppe ist kein Indikatorparameter verfügbar. Der bzw. die Indikatorparameter wird bzw. werden durch die Analysemethode definiert.

(11)   

DDT gesamt umfasst die Summe der Isomere 1,1,1-Trichlor-2,2-bis(p-chlorphenyl)ethan (CAS 50 29 3, EU 200 024 3), 1,1,1-Trichlor-2-(o-chlorphenyl)-2-(p-chlorphenyl)ethan (CAS 789 02 6, EU 212 332 5), 1,1-Dichlor-2,2-bis(p-chlorphenyl)ethylen (CAS 72 55 9, EU 200 784 6) und 1,1-Dichlor-2,2-bis(p-chlorphenyl)ethan (CAS 72 54 8, EU 200 783 0).

(12)   

Diese UQN beziehen sich auf bioverfügbare Konzentrationen der Stoffe.

(13)   

Nonylphenol (CAS 25154-52-3, EU 246-672-0) einschließlich der Isomere 4-Nonylphenol (CAS 104-40-5, EU 203-199-4) und 4-Nonylphenol (verzweigt) (CAS 84852-15-3, EU 284-325-5).

(14)   

Octylphenol (CAS 1806-26-4, EU 217-302-5) einschließlich des Isomers (4-(1,1′,3,3′-Tetramethylbutyl)-phenol (CAS 140-66-9, EU 205-426-2).

(15)   

Benzo(a)pyren (CAS 50-32-8) (RPF 1), Benzo(b)fluoranthen (CAS 205-99-2) (RPF 0,1 ), Benzo(k)fluoranthen (CAS 207-08-9) (RPF 0,1 ), Benzo(g,h,i)perylen (CAS 191-24-2) (RPF 0), Indeno(1,2,3-cd)pyren (CAS 193-39-5) (RPF 0,1 ), Chrysen (CAS 218-01-9) (RPF 0,01 ), Benzo(a)anthracen (CAS 56-55-3) (RPF 0,1 ), Dibenz(a,h)anthracen (CAS 53-70-3) (RPF 1) und Fluoranthen (CAS 206-44-0) (RPF 0,01 ). Fluoranthen wird auch gesondert in Zeile 15 aufgeführt. Die PAK Anthracen und Naphthalin werden nur getrennt aufgeführt, weil kein RPF verfügbar ist.

(16)   

Für die Gruppe der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) (Nr. 28) bezieht sich die Biota-UQN auf die Summe der Konzentrationen von acht der neun in Fußnote 15 aufgeführten PAK, ausgedrückt als Benzo(a)pyrenäquivalente auf der Grundlage der karzinogenen Potenzen der Stoffe im Vergleich zu Benzo(a)pyren, d. h. der RPF in Fußnote 15. Benzo(g,h,i)perylen muss nicht in Biota gemessen werden, um die Einhaltung der Gesamt-UQN für Biota zu bestimmen. Die Biota-UQN für Fluoranthen in Zeile 15 ist ebenfalls einzuhalten.

(17)   

Tributylzinnverbindungen einschließlich Tributylzinn-Kation (CAS 36643-28-4).

(18)   

Sediment-UQN.

(19)   

Es liegen nicht genügend Informationen vor, um eine ZHK-UQN für diese Stoffe festzulegen.

(20)   

Dies bezieht sich auf die folgenden Verbindungen:


7 polychlorierte Dibenzo-p-dioxine (PCDDs): 2,3,7,8-T4CDD (CAS 1746-01-6, EU 217-122-7), 1,2,3,7,8-P5CDD (CAS 40321-76-4), 1,2,3,4,7,8-H6CDD (CAS 39227-28-6), 1,2,3,6,7,8-H6CDD (CAS 57653-85-7), 1,2,3,7,8,9-H6CDD (CAS 19408-74-3), 1,2,3,4,6,7,8-H7CDD (CAS 35822-46-9), 1,2,3,4,6,7,8,9-O8CDD (CAS 3268-87-9)


10 polychlorierte Dibenzofurane (PCDFs): 2,3,7,8-T4CDF (CAS 51207-31-9), 1,2,3,7,8-P5CDF (CAS 57117-41-6), 2,3,4,7,8-P5CDF (CAS 57117-31-4), 1,2,3,4,7,8-H6CDF (CAS 70648-26-9), 1,2,3,6,7,8-H6CDF (CAS 57117-44-9), 1,2,3,7,8,9-H6CDF (CAS 72918-21-9), 2,3,4,6,7,8-H6CDF (CAS 60851-34-5), 1,2,3,4,6,7,8-H7CDF (CAS 67562-39-4), 1,2,3,4,7,8,9-H7CDF (CAS 55673-89-7), 1,2,3,4,6,7,8,9-O8CDF (CAS 39001-02-0)


12 dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB-DLs): 3,3',4,4'-T4CB (PCB 77, CAS 32598-13-3), 3,3',4',5-T4CB (PCB 81, CAS 70362-50-4), 2,3,3',4,4'-P5CB (PCB 105, CAS 32598-14-4), 2,3,4,4',5-P5CB (PCB 114, CAS 74472-37-0), 2,3',4,4',5-P5CB (PCB 118, CAS 31508-00-6), 2,3',4,4',5'-P5CB (PCB 123, CAS 65510-44-3), 3,3',4,4',5-P5CB (PCB 126, CAS 57465-28-8), 2,3,3',4,4',5-H6CB (PCB 156, CAS 38380-08-4), 2,3,3',4,4',5'-H6CB (PCB 157, CAS 69782-90-7), 2,3',4,4',5,5'-H6CB (PCB 167, CAS 52663-72-6), 3,3',4,4',5,5'-H6CB (PCB 169, CAS 32774-16-6), 2,3,3',4,4',5,5'-H7CB (PCB 189, CAS 39635-31-9).

(21)   

Für die Gruppe der Dioxine und dioxinähnlichen Verbindungen (Nr. 37) bezieht sich die Biota-UQN auf die Summe der Konzentrationen der in Fußnote 20 aufgeführten Stoffe, ausgedrückt als Toxizitätsäquivalente auf der Grundlage der Toxizitätsäquivalenzfaktoren der Weltgesundheitsorganisation von 2005.

(22)   

CAS 52315-07-8 bezieht sich auf ein Isomerengemisch von Cypermethrin, Alpha-Cypermethrin (CAS 67375-30-8, EU 257-842-9), Beta-Cypermethrin (CAS 65731-84-2, EU 265-898-0), Theta-Cypermethrin (CAS 71691-59-1) und Zeta-Cypermethrin (CAS 1315501-18-8, EU 257-842-9).

(23)   

Dies bezieht sich auf 1,3,5,7,9,11-Hexabromcyclododecan (CAS 25637-99-4, EU 247-148-4), 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (CAS 3194-55-6, EU 221-695-9), α-Hexabromcyclododecan (CAS 134237-50-6), β-Hexabromcyclododecan (CAS 134237-51-7) und γ-Hexabromcyclododecan (CAS 134237-52-8).

(24)   

Für Süßwasser, das für die Trinkwassergewinnung und -aufbereitung verwendet wird.

(25)   

Für Süßwasser, das nicht für die Trinkwassergewinnung und -aufbereitung verwendet wird.

(26)   

Dies bezieht sich auf die folgenden Verbindungen, die mit ihrer CAS-Nummer, ihrer EU-Nummer und ihrem Relativen Potenzfaktor (RPF) aufgeführt sind:


Perfluoroctansäure (PFOA) (CAS 335-67-1, EU 206-397-9) (RPF 1), Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) (CAS 1763-23-1, EU 217-179-8) (RPF 2), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) (CAS 355-46-4, EU 206-587-1) (RPF 0,6 ), Perfluornonansäure (PFNA) (CAS 375-95-1, EU 206-801-3) (RPF 10), Perfluorbutansulfonsäure (PFBS) (CAS 375-73-5, EU 206-793-1) (RPF 0,001 ), Perfluorhexansäure (PFHxA) (CAS 307-24-4, EU 206-196-6) (RPF 0,01 ), Perfluorbutansäure (PFBA) (CAS 375-22-4, EU 206-786-3) (RPF 0,05 ), Perfluorpentansäure (PFPeA) (CAS 2706-90-3, EU 220-300-7) (RPF 0,03 ), Perfluorpentansulfonsäure (PFPeS) (CAS 2706-91-4, EU 220-301-2) (RPF 0,3005 ), Perfluordecansäure (PFDA) (CAS 335-76-2, EU 206-400-3) (RPF 7), Perfluordodecansäure (PFDoDA oder PFDoA) (CAS 307-55-1, EU 206-203-2) (RPF 3), Perfluorundecansäure (PFUnDA oder PFUnA) (CAS 2058-94-8, EU 218-165-4) (RPF 4), Perfluorheptansäure (PFHpA) (CAS 375-85-9, EU 206-798-9) (RPF 0,505 ), Perfluortridecansäure (PFTrDA) (CAS 72629-94-8, EU 276-745-2) (RPF 1,65 ), Perfluorheptansulfonsäure (PFHpS) (CAS 375-92-8, EU 206-800-8) (RPF 1,3 ), Perfluordecansulfonsäure (PFDS) (CAS 335-77-3, EU 206-401-9) (RPF 2), Perfluortetradecansäure (PFTeDA) (CAS 376-06-7, EU 206-803-4) (RPF 0,3 ), Perfluorhexadecansäure (PFHxDA) (CAS 67905-19-5, EU 267-638-1) (RPF 0,02 ), Perfluoroctadecansäure (PFODA) (CAS 16517-11-6, EU 240-582-5) (RPF 0,02 ), 2,3,3,3-Tetrafluor-2-(heptafluorpropoxy)propionsäure (HFPO-DA) (CAS 13252-13-6) (RPF 0,06 ), 2,2,3-Trifluor-3-(1,1,2,2,3,3-Hexafluor-3-(trifluormethoxy)propoxy)propansäure (CAS 919005-14-4) (RPF 0,03 ), 2-(Perfluorhexyl)ethylalkohol (6:2 FTOH) (CAS 647-42-7, EU 211-477-1) (RPF 0,02 ), 2-(Perfluoroctyl)ethanol (8:2 FTOH) (CAS 678-39-7, EU 211-648-0) (RPF 0,04 ) und 2,2-Difluor-2-((2,2,4,5-tetrafluor-5-(trifluormethoxy)-1,3-dioxolan-4-yl)oxy)essigsäure (C6O4) (CAS 1190931-41-9) (RPF 0,06 ), Trifluoressigsäure (TFA) (CAS 76-05-1, EU 200-929-3) (RPF 0,002 ).

(27)   

Für die Gruppe der PFAS (Nr. 65) bezieht sich die UQN auf die Summe der Konzentrationen der 25 in Fußnote 26 aufgeführten PFAS, ausgedrückt als PFOA-Äquivalente auf der Grundlage der Potenzen der Stoffe im Verhältnis zu jenen der PFOA, d. h. den RPF in Fußnote 26. Die kritische UQN ist die Biota-UQN (für den Fischkonsum) und ist daher einzuhalten. Die JD-UQN bieten keinen gleichwertigen Schutz.

(28)   

„Pestizide“ sind Pflanzenschutzmittel gemäß Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 und Biozidprodukte im Sinne des Artikels 3 der Verordnung (EU) Nr. 528/2012.

(29)   

Die in der Richtlinie 2009/90/EG festgelegten Mindestleistungskriterien gelten für jeden einzelnen Stoff innerhalb der Stoffgruppe, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass der Beitrag jedes Stoffes zur Gesamtkonzentration für den Vergleich mit den UQN quantifiziert werden muss.

(30)   

Mit folgenden Ausnahmen: die vier in Biota oder Sedimenten zu überwachenden Pestizide, d. h. die Stoffe mit den Nummern 16, 30, 34 und 44, sowie Glyphosat.

(*)  Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission vom 25. April 2023 über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 (ABl. L 119 vom 5.5.2023, S. 103, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2023/915/oj).

▼B

TEIL B:   ANWENDUNG DER IN TEIL A FESTGELEGTEN UMWELTQUALITÄTSNORMEN (UQN)

1.

►M2  Für jeden Oberflächenwasserkörper bedeutet die Anwendung der JD-UQN, dass das arithmetische Mittel der zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr gemessenen Konzentrationen für jede repräsentative Überwachungsstelle in dem Wasserkörper die Norm nicht übersteigt. ◄

Die Berechnung des arithmetischen Mittels, das angewandte Analyseverfahren und, wenn es kein geeignetes Analyseverfahren gibt, das den Mindestleistungskriterien entspricht, die Methode für die Anwendung einer Umweltqualitätsnorm, müssen mit den Durchführungsrechtsakten zur Annahme der technischen Spezifikationen für die chemische Überwachung und die Qualität der Analyseergebnisse gemäß der Richtlinie 2000/60/EG in Einklang stehen.

▼M1

2.

►M2  Für jeden Oberflächenwasserkörper bedeutet die Anwendung der ZHK-UQN, dass die gemessene Konzentration an jeder repräsentativen Überwachungsstelle in dem Wasserkörper die Norm nicht übersteigt. ◄

Die Mitgliedstaaten können jedoch im Einklang mit Abschnitt 1.3.4 des Anhangs V der Richtlinie 2000/60/EG statistische Methoden, etwa eine Perzentilberechnung, einführen, um zu gewährleisten, dass die Einhaltung der ZHK-UQN mit hinreichender Zuverlässigkeit und Genauigkeit bestimmt wird. Wenn die Mitgliedstaaten sich hierfür entscheiden, müssen diese statistischen Methoden den detaillierten Regeln entsprechen, die nach dem in Artikel 9 Absatz 2 der vorliegenden Richtlinie genannten Prüfverfahren festgelegt wurden.

3.

Die in diesem Anhang festgelegten Wasser-Umweltqualitätsnormen sind als Gesamtkonzentrationen in der gesamten Wasserprobe ausgedrückt.

Abweichend vom ersten Unterabsatz beziehen sich die Wasser-Umweltqualitätsnormen für Kadmium, Blei, Quecksilber und Nickel (im Folgenden „Metalle“) auf die gelöste Konzentration, d. h. die gelöste Phase einer Wasserprobe, die durch Filtration durch ein 0,45-μm-Filter oder eine gleichwertige Vorbehandlung gewonnen wird, oder, sofern dies speziell angegeben ist, auf die bioverfügbare Konzentration.

Die Mitgliedstaaten können bei der Bewertung der Überwachungsergebnisse anhand der einschlägigen Umweltqualitätsnormen folgende Faktoren berücksichtigen:

a) 

natürliche Hintergrundkonzentrationen von Metallen und ihren Verbindungen, wenn diese Konzentrationen die Einhaltung der einschlägigen Umweltqualitätsnormen verhindern;

b) 

Wasserhärte, pH-Wert, gelöster organischer Kohlenstoff oder andere Wasserqualitätsparameter, die die Bioverfügbarkeit von Metallen beeinflussen, wobei die bioverfügbaren Konzentrationen anhand geeigneter Modelle für die Bioverfügbarkeit bestimmt werden.

ANHANG II UMWELTQUALITÄTSNORMEN FÜR EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHE SCHADSTOFFE




ANHANG II

UMWELTQUALITÄTSNORMEN FÜR EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHE SCHADSTOFFE

TEIL A: NICHTERSCHÖPFENDE LISTE DER KATEGORIEN VON EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHEN SCHADSTOFFEN

1. Organohalogene Verbindungen und Stoffe, die im Wasser derartige Verbindungen bilden können

2. Organische Phosphorverbindungen

3. Organische Zinnverbindungen

4. Stoffe und Zubereitungen oder deren Abbauprodukte, deren karzinogene oder mutagene Eigenschaften bzw. steroidogene, thyreoide, reproduktive oder andere Funktionen des endokrinen Systems beeinträchtigende Eigenschaften im oder durch das Wasser erwiesen sind

5. Persistente Kohlenwasserstoffe sowie persistente und bioakkumulierende organische toxische Stoffe

6. Cyanide

7. Metalle und Metallverbindungen

8. Arsen und Arsenverbindungen

9. Biozide und Pflanzenschutzmittel

10. Schwebstoffe, einschließlich Mikro-/Nanoplastik

11. Mikroorganismen, Gene oder genetisches Material, die das Vorhandensein von gegen Antibiotika resistenten Mikroorganismen anzeigen, insbesondere human- und nutztierpathogene Mikroorganismen.

TEIL B: VERFAHREN ZUR HERLEITUNG VON UMWELTQUALITÄTSNORMEN FÜR EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHE SCHADSTOFFE

Die Methoden zur Festlegung von Umweltqualitätsnormen für einzugsgebietsspezifische Schadstoffe umfassen die folgenden Schritte:

a) 

Ermittlung der Rezeptoren und Kompartimente oder Matrizes, die durch den besorgniserregenden Stoff gefährdet sind;

b) 

Zusammenstellung und Qualitätsbewertung von Daten über die Eigenschaften des besorgniserregenden Stoffes, einschließlich seiner (Öko-)Toxizität, insbesondere aus Berichten über Labor-, Mesokosmos- und Feldstudien, die sowohl chronische als auch akute Wirkungen in Süßwasser- und in Salzwasserumgebungen abdecken;

c) 

Extrapolation von (Öko-)Toxizitätsdaten auf Nicht-Effekt- oder ähnliche Konzentrationen unter Verwendung deterministischer oder probabilistischer Methoden sowie Auswahl und Anwendung geeigneter Bewertungsfaktoren zur Beseitigung von Unsicherheiten und Herleitung von Umweltqualitätsnormen;

d) 

Vergleich der UQN für verschiedene Rezeptoren und Kompartimente und Auswahl kritischer UQN, d. h. der UQN, die den empfindlichsten Rezeptor des relevantesten Kompartiments oder der relevantesten Matrix schützt.

TEIL C: VERZEICHNIS HARMONISIERTER UMWELTQUALITÄTSNORMEN FÜR EINZUGSGEBIETSSPEZIFISCHE SCHADSTOFFE



Eintrag Nr.

Stoffname

Stoffkategorie

CAS-Nummer (1)

EU-Nummer (2)

JD-UQN (3)

Binnenoberflächengewässer (4)

[μg/l]

JD-UQN (3)

Sonstige Oberflächengewässer

[μg/l]

ZHK-UQN (5)

Binnenoberflächengewässer (4)

[μg/l]

ZHK-UQN (5)

Sonstige Oberflächengewässer

[μg/l]

UQN

Biota (6)

[μg/kg Nassgewicht] oder Sediment-UQN, sofern angegeben [μg/kg Trockengewicht]

1

Alachlor (7)

Pestizide

15972-60-8

240-110-8

0,3

0,3

0,7

0,7

 

2

Tetrachlorkohlenstoff (7)

Industrielle Stoffe

56-23-5

200-262-8

12

12

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

3

Chlorfenvinphos (7)

Pestizide

470-90-6

207-432-0

0,1

0,1

0,3

0,3

 

4

Simazin (7)

Pestizide

122-34-9

204-535-2

1

1

4

4

 

5

Trichlorbenzole (7)

Industrielle Stoffe - Lösungsmittel

12002-48-1

234-413-4

0,4

0,4

nicht anwendbar

nicht anwendbar

 

6

Atrazin (7)

Pestizide - Herbizide

1912-24-9

217-617-8

0,6

0,6

2,0

2,0

 

(1)   

CAS: Chemical Abstracts Service.

(2)   

EU-Nummer: Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS — European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances) oder Europäische Liste der angemeldeten chemischen Stoffe (ELINCS — European List of Notified Chemical Substances).

(3)   

Dieser Parameter ist die UQN, ausgedrückt als Jahresdurchschnitt (JD-UQN). Sofern nicht anders angegeben, gilt sie für die Gesamtkonzentration aller Stoffe und Isomere.

(4)   

Binnenoberflächengewässer umfassen Flüsse und Seen sowie mit diesen verbundene künstliche oder erheblich veränderte Wasserkörper.

(5)   

Dieser Parameter ist die UQN, ausgedrückt als zulässige Höchstkonzentration (ZHK-UQN). Ist für die ZHK-UQN „nicht anwendbar“ angegeben, so gelten die JD-UQN-Werte auch bei kurzfristigen Verschmutzungsspitzenwerten bei kontinuierlicher Einleitung als schützend, da sie deutlich niedriger sind als die auf der Grundlage der akuten Toxizität abgeleiteten Werte.

(6)   

Ist eine Biota-UQN angegeben, so findet diese unbeschadet des Artikels 3 Absatz 3 dieser Richtlinie Anwendung, wonach stattdessen ein alternatives Biotataxon oder eine andere Matrix überwacht werden kann, statt der Wasser-UQN Anwendung, sofern die angewandten Umweltqualitätsnormen ein gleichwertiges Schutzniveau bieten. Sofern nicht anders angegeben, bezieht sich die Biota-UQN auf Fische.

(7)   

Stoff, der zuvor in Anhang X der Richtlinie 2000/60/EG oder in Anhang I der Richtlinie 2008/105/EG als prioritärer Stoff aufgeführt war.

ANHANG III STOFFE, DIE EINER ÜBERPRÜFUNG IM HINBLICK AUF IHRE MÖGLICHE EINSTUFUNG ALS PRIORITÄRE STOFFE UNTERLIEGEN




ANHANG III

STOFFE, DIE EINER ÜBERPRÜFUNG IM HINBLICK AUF IHRE MÖGLICHE EINSTUFUNG ALS PRIORITÄRE STOFFE UNTERLIEGEN



Stoffname

CAS-Nummer (1)

EU-Nummer (2)

Summe der Bisphenole

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe(n) ausgewählter Pestizide nach Wirkungsweise

nicht anwendbar

nicht anwendbar

Summe(n) ausgewählter Arzneimittel nach Wirkungsweise

nicht anwendbar

nicht anwendbar

(1)   

CAS: Chemical Abstracts Service.

(2)   

EU-Nummer: Europäisches Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe (EINECS — European Inventory of Existing Commercial Chemical Substances) oder Europäische Liste der angemeldeten chemischen Stoffe (ELINCS — European List of Notified Chemical Substances).

1.1 Referenzen

1.2 Identifizierte Anforderungen

1.3 Zugehörige Standards

2. Identifizierte Anforderungen

Anforderungen
Quelle Anforderung

3. Zugehörige Standards

Standards
Quelle Anforderung

Verknüpfte Vorgänge