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Artikel 3 Begriffsbestimmungen

Artikel 3

Begriffsbestimmungen

Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck:

1. 

„digitale operationale Resilienz“ die Fähigkeit eines Finanzunternehmens, seine operative Integrität und Betriebszuverlässigkeit aufzubauen, zu gewährleisten und zu überprüfen, indem es entweder direkt oder indirekt durch Nutzung der von IKT-Drittdienstleistern bereitgestellten Dienste das gesamte Spektrum an IKT-bezogenen Fähigkeiten sicherstellt, die erforderlich sind, um die Sicherheit der Netzwerk- und Informationssysteme zu gewährleisten, die von einem Finanzunternehmen genutzt werden und die kontinuierliche Erbringung von Finanzdienstleistungen und deren Qualität, einschließlich bei Störungen, unterstützen;

2. 

„Netzwerk- und Informationssystem“ ein Netz- und Informationssystem im Sinne von Artikel 6 Nummer 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555;

3. 

„IKT-Altsystem“ ein IKT-System, das das Ende seines Lebenszyklus (Ende seiner Lebensdauer) erreicht hat, aus technologischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht für Upgrades oder Fehlerbehebungen in Frage kommt oder nicht mehr von seinem Anbieter oder einem IKT-Drittdienstleister unterstützt wird, das allerdings weiterhin genutzt wird und die Funktionen des Finanzunternehmens unterstützt;

4. 

„Sicherheit von Netzwerk- und Informationssystemen“ die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen im Sinne von Artikel 6 Nummer 2 der Richtlinie (EU) 2022/2555;

5. 

„IKT-Risiko“ jeden vernünftigerweise identifizierbaren Umstand im Zusammenhang mit der Nutzung von Netzwerk- und Informationssystemen, der bei Eintritt durch die damit einhergehenden nachteiligen Auswirkungen im digitalen oder physischen Umfeld die Sicherheit der Netzwerk- und Informationssysteme, jeglicher technologieabhängiger Instrumente oder Prozesse, von Geschäften und Prozessen oder der Bereitstellung von Diensten beeinträchtigen kann.

6. 

„Informationsasset“ eine Sammlung materieller oder immaterieller Informationen, die geschützt werden sollten;

7. 

„IKT-Asset“ eine Software oder Hardware in den Netzwerk- und Informationssystemen, die das Finanzunternehmen nutzt;

8. 

„IKT-bezogener Vorfall“ ein von dem Finanzunternehmen nicht geplantes Ereignis bzw. eine entsprechende Reihe verbundener Ereignisse, das bzw. die die Sicherheit der Netzwerk- und Informationssysteme beeinträchtigt und nachteilige Auswirkungen auf die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von Daten oder auf die vom Finanzunternehmen erbrachten Dienstleistungen hat;

9. 

„zahlungsbezogener Betriebs- oder Sicherheitsvorfall“ ein von den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben a bis d aufgeführten Finanzunternehmen nicht geplantes Ereignis bzw. eine entsprechende Reihe verbundener Ereignisse, unabhängig davon, ob es sich um IKT-bezogene Vorfälle handelt oder nicht, das bzw. die nachteilige Auswirkungen auf die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit zahlungsbezogener Daten oder auf die vom Finanzunternehmen bereitgestellten zahlungsbezogenen Dienste hat;

10. 

„schwerwiegender IKT-bezogener Vorfall“ einen IKT-Vorfall, der umfassende nachteilige Auswirkungen auf die Netzwerk- und Informationssysteme hat, die kritische oder wichtige Funktionen des Finanzunternehmens unterstützen;

11. 

„schwerwiegender zahlungsbezogener Betriebs- oder Sicherheitsvorfall“ einen zahlungsbezogenen Betriebs- oder Sicherheitsvorfall, der umfassende nachteilige Auswirkungen auf die bereitgestellten zahlungsbezogenen Dienste hat;

12. 

„Cyberbedrohung“ eine Cyberbedrohung im Sinne von Artikel 2 Nummer 8 der Verordnung (EU) 2019/881;

13. 

„erhebliche Cyberbedrohung“ eine Cyberbedrohung, deren technische Merkmale darauf hindeuten, dass sie das Potenzial haben könnte, einen schwerwiegenden IKT-bezogenen Vorfall oder einen schwerwiegenden zahlungsbezogenen Betriebs- oder Sicherheitsvorfall zu verursachen;

14. 

„Cyberangriff“ einen böswilligen IKT-bezogenen Vorfall, der auf den Versuch eines Angreifers zurückgeht, einen Vermögenswert zu zerstören, freizulegen, zu verändern, zu deaktivieren, zu entwenden oder auf unberechtigte Weise auf diesen Vermögenswert zuzugreifen oder ihn auf unberechtigte Weise zu nutzen;

15. 

„Bedrohungsanalyse“ Informationen, die aggregiert, umgewandelt, analysiert, ausgewertet oder erweitert wurden, um den notwendigen Kontext für die Entscheidungsfindung zu schaffen und ein relevantes und ausreichendes Verständnis für die Abmilderung der Auswirkungen eines IKT-bezogenen Vorfalls oder einer Cyberbedrohung zu ermöglichen, einschließlich der technischen Einzelheiten eines Cyberangriffs, der für den Angriff verantwortlichen Personen und ihres Modus Operandi und ihrer Beweggründe;

16. 

„Schwachstelle“ eine Schwachstelle, Empfindlichkeit oder Fehlfunktion eines Vermögenswerts, eines Systems, eines Prozesses oder einer Kontrolle, die ausgenutzt werden kann;

17. 

„bedrohungsorientierte Penetrationstests (TLPT — Threat-Led Penetration Testing)“ einen Rahmen, der Taktik, Techniken und Verfahren realer Angreifer, die als echte Cyberbedrohung empfunden werden, nachbildet und einen kontrollierten, maßgeschneiderten, erkenntnisgestützten (Red-Team-) Test der kritischen Live-Produktionssysteme des Finanzunternehmens ermöglicht;

18. 

„IKT-Drittparteienrisiko“ ein IKT-bezogenes Risiko, das für ein Finanzunternehmen im Zusammenhang mit dessen Nutzung von IKT-Dienstleistungen entstehen kann, die von IKT-Drittdienstleistern oder deren Unterauftragnehmern, einschließlich über Vereinbarungen zur Auslagerung, bereitgestellt werden;

19. 

„IKT-Drittdienstleister“ ein Unternehmen, das IKT-Dienstleistungen bereitstellt;

20. 

„gruppeninterner IKT-Dienstleister“ ein Unternehmen, das Teil einer Finanzgruppe ist und überwiegend IKT-Dienstleistungen für Finanzunternehmen derselben Gruppe oder für Finanzunternehmen, die demselben institutsbezogenen Sicherungssystem angehören, bereitstellt, einschließlich deren Mutterunternehmen, Tochterunternehmen und Zweigniederlassungen oder anderer Unternehmen, die in gemeinsamem Eigentum oder unter gemeinsamer Kontrolle stehen;

21. 

„IKT-Dienstleistungen“ digitale Dienste und Datendienste, die über IKT-Systeme einem oder mehreren internen oder externen Nutzern dauerhaft bereitgestellt werden, einschließlich Hardware als Dienstleistung und Hardwaredienstleistungen, wozu auch technische Unterstützung durch den Hardwareanbieter mittels Software- oder Firmware-Aktualisierungen gehört, mit Ausnahme herkömmlicher analoger Telefondienste;

22. 

„kritische oder wichtige Funktion“ eine Funktion, deren Ausfall die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Finanzunternehmens oder die Solidität oder Fortführung seiner Geschäftstätigkeiten und Dienstleistungen erheblich beeinträchtigen würde oder deren unterbrochene, fehlerhafte oder unterbliebene Leistung die fortdauernde Einhaltung der Zulassungsbedingungen und -verpflichtungen eines Finanzunternehmens oder seiner sonstigen Verpflichtungen nach dem anwendbaren Finanzdienstleistungsrecht erheblich beeinträchtigen würde;

23. 

„kritischer IKT-Drittdienstleister“ einen IKT-Drittdienstleister, der gemäß Artikel 31 als kritisch eingestuft wurde;

24. 

„IKT-Drittdienstleister mit Sitz in einem Drittland“ einen IKT-Drittdienstleister, bei dem es sich um eine in einem Drittland niedergelassene juristische Person handelt, die mit einem Finanzunternehmen eine vertragliche Vereinbarung über die Bereitstellung von IKT-Dienstleistungen geschlossen hat;

25. 

„Tochterunternehmen“ ein Tochterunternehmen im Sinne von Artikel 2 Nummer 10 und Artikel 22 der Richtlinie 2013/34/EU;

26. 

„Gruppe“ eine Gruppe im Sinne von Artikel 2 Nummer 11 der Richtlinie 2013/34/EU;

27. 

„Mutterunternehmen“ ein Mutterunternehmen im Sinne von Artikel 2 Nummer 9 und Artikel 22 der Richtlinie 2013/34/EU;

28. 

„IKT-Unterauftragnehmer mit Sitz in einem Drittland“ einen IKT-Unterauftragnehmer, bei dem es sich um eine in einem Drittland niedergelassene juristische Person handelt, die mit einem IKT-Drittdienstleister oder einem IKT-Drittdienstleister mit Sitz in einem Drittland eine vertragliche Vereinbarung geschlossen hat;

29. 

„IKT-Konzentrationsrisiko“ die Exposition gegenüber einzelnen oder mehreren verbundenen kritischen IKT-Drittdienstleistern, die zu einer gewissen Abhängigkeit von diesen Dienstleistern führt, sodass die Nichtverfügbarkeit, der Ausfall oder sonstige Defizite dieser Dienstleister die Fähigkeit eines Finanzunternehmens gefährden könnten, kritische oder wichtige Funktionen zu erfüllen, oder bei dem Finanzunternehmen andere Formen nachteiliger Auswirkungen, einschließlich großer Verluste, herbeiführen oder die finanzielle Stabilität der Union insgesamt gefährden könnten;

30. 

„Leitungsorgan“ ein Leitungsorgan im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 36 der Richtlinie 2014/65/EU, von Artikel 3 Absatz 1 Nummer 7 der Richtlinie 2013/36/EU, von Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe s der Richtlinie 2009/65/EG des Europäischen Parlaments und des Rates ( 1 ), von Artikel 2 Absatz 1 Nummer 45 der Verordnung (EU) Nr. 909/2014, von Artikel 3 Absatz 1 Nummer 20 der Verordnung (EU) 2016/1011 sowie im Sinne der einschlägigen Vorschrift der Verordnung über Märkte von Krypto-Werten oder die entsprechenden Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten oder im Einklang mit dem einschlägigen Unionsrecht oder nationalen Recht Schlüsselfunktionen wahrnehmen;

31. 

„Kreditinstitut“ ein Kreditinstitut im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 2 );

32. 

„nach der Richtlinie 2013/36/EU ausgenommenes Institut“ eine in Artikel 2 Absatz 5 Nummern 4 bis 23 der Richtlinie 2013/36/EU aufgeführte Einrichtung;

33. 

„Wertpapierfirma“ eine Wertpapierfirma im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 1 der Richtlinie 2014/65/EU;

34. 

„kleine und nicht verflochtene Wertpapierfirma“ eine Wertpapierfirma, die die in Artikel 12 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2019/2033 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 3 ) genannten Bedingungen erfüllt;

35. 

„Zahlungsinstitut“ ein Zahlungsinstitut im Sinne von Artikel 4 Nummer 4 der Richtlinie (EU) 2015/2366;

36. 

„nach der Richtlinie (EU) 2015/2366 ausgenommenes Zahlungsinstitut“ ein Zahlungsinstitut, für das eine Ausnahme nach Artikel 32 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2015/2366 gilt;

37. 

„Kontoinformationsdienstleister“ einen Kontoinformationsdienstleister im Sinne von Artikel 33 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2015/2366;

38. 

„E-Geld-Institut“ ein E-Geld-Institut im Sinne von Artikel 2 Nummer 1 der Richtlinie 2009/110/EG;

39. 

„nach der Richtlinie 2009/110/EG ausgenommenes E-Geld-Institut“ ein E-Geld-Institut, für das eine Ausnahme nach Artikel 9 Absatz 1 der Richtlinie 2009/110/EG gilt;

40. 

„zentrale Gegenpartei“ eine zentrale Gegenpartei im Sinne von Artikel 2 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012;

41. 

„Transaktionsregister“ ein Transaktionsregister im Sinne von Artikel 2 Nummer 2 der Verordnung (EU) Nr. 648/2012;

42. 

„Zentralverwahrer“ ein Zentralverwahrer im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 909/2014;

43. 

„Handelsplatz“ einen Handelsplatz im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Nummer 24 der Richtlinie 2014/65/EU.

44. 

„Verwalter alternativer Investmentfonds“ einen Verwalter alternativer Investmentfonds im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2011/61/EU;

45. 

„Verwaltungsgesellschaft“ eine Verwaltungsgesellschaft im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b der Richtlinie 2009/65/EG.

46. 

„Datenbereitstellungsdienst“ einen in Artikel 2 Absatz 1 Nummern 34 bis 36 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 genannten Datenbereitstellungsdienst im Sinne der genannten Verordnung;

47. 

„Versicherungsunternehmen“ ein Versicherungsunternehmen im Sinne von Artikel 13 Nummer 1 der Richtlinie 2009/138/EG;

48. 

„Rückversicherungsunternehmen“ ein Rückversicherungsunternehmen im Sinne von Artikel 13 Nummer 4 der Richtlinie 2009/138/EG;

49. 

„Versicherungsvermittler“ einen Versicherungsvermittler im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Nummer 3 der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 4 );

50. 

„Versicherungsvermittler in Nebentätigkeit“ einen Versicherungsvermittler in Nebentätigkeit im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Nummer 4 der Richtlinie (EU) 2016/97;

51. 

„Rückversicherungsvermittler“ einen Rückversicherungsvermittler im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Nummer 5 der Richtlinie (EU) 2016/97;

52. 

„Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung“ eine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung im Sinne von Artikel 6 Nummer 1 der Richtlinie (EU) 2016/2341;

53. 

„kleine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung“ eine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung, die Altersversorgungssysteme mit insgesamt weniger als 100 Versorgungsanwärtern betreibt;

54. 

„Ratingagentur“ eine Ratingagentur im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 1060/2009;

55. 

„Anbieter von Krypto-Dienstleistungen“ einen Anbieter von Krypto-Dienstleistungen im Sinne der einschlägigen Vorschrift der Verordnung über Märkte von Krypto-Werten;

56. 

„Emittent wertreferenzierter Token“ einen Emittenten „wertreferenzierter Token“ im Sinne der einschlägigen Vorschrift der Verordnung über Märkte von Krypto-Werten;

57. 

„Administrator kritischer Referenzwerte“ einen Administrator „kritischer Referenzwerte“ im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 Nummer 25 der Verordnung (EU) 2016/1011;

58. 

„Schwarmfinanzierungsdienstleister“ einen Schwarmfinanzierungsdienstleister im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe e der Verordnung (EU) 2020/1503 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 5 );

59. 

„Verbriefungsregister“ ein Verbriefungsregister im Sinne von Artikel 2 Nummer 23 der Verordnung (EU) 2017/2402 des Europäischen Parlaments und des Rates ( 6 );

60. 

„Kleinstunternehmen“ ein Finanzunternehmen, bei dem es sich nicht um einen Handelsplatz, eine zentrale Gegenpartei, ein Transaktionsregister oder einen Zentralverwahrer handelt, das weniger als zehn Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz bzw. -bilanzsumme 2 Mio. EUR nicht überschreitet;

61. 

„federführende Überwachungsbehörde“ die gemäß Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe b dieser Verordnung benannte Europäische Aufsichtsbehörde;

62. 

„Gemeinsamer Ausschuss“ den jeweils in Artikel 54 der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010, der Verordnung (EU) Nr. 1094/2010 und der Verordnung (EU) Nr. 1095/2010 genannten Ausschuss;

63. 

„Kleinunternehmen“ ein Finanzunternehmen, das 10 oder mehr, aber weniger als 50 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz bzw. -bilanzsumme 2 Mio. EUR überschreitet, nicht jedoch 10 Mio. EUR;

64. 

„mittleres Unternehmen“ ein Finanzunternehmen, das kein Kleinunternehmen ist, das weniger als 250 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz 50 Mio. EUR und/oder dessen Jahresbilanzsumme 43 Mio. EUR nicht überschreitet;

65. 

„staatliche Behörde“ jede staatliche Stelle oder sonstige Stelle der öffentlichen Verwaltung, einschließlich der nationalen Zentralbanken.

1. Übersicht

,
Bezeichnung Regulierung
Article 3 (1)

‘digital operational resilience’ means the ability of a financial entity to build, assure and review its operational integrity and reliability by ensuring, either directly or indirectly through the use of services provided by ICT third-party service providers, the full range of ICT-related capabilities needed to address the security of the network and information systems which a financial entity uses, and which support the continued provision of financial services and their quality, including throughout disruptions;

Article 3 (2)

‘network and information system’ means a network and information system as defined in Article 6, point 1, of Directive (EU) 2022/2555;

Article 3 (3)

‘legacy ICT system’ means an ICT system that has reached the end of its lifecycle (end-of-life), that is not suitable for upgrades or fixes, for technological or commercial reasons, or is no longer supported by its supplier or by an ICT third-party service provider, but that is still in use and supports the functions of the financial entity;

Article 3 (4)

‘security of network and information systems’ means security of network and information systems as defined in Article 6, point 2, of Directive (EU) 2022/2555;

Article 3 (5)

‘ICT risk’ means any reasonably identifiable circumstance in relation to the use of network and information systems which, if materialised, may compromise the security of the network and information systems, of any technology dependent tool or process, of operations and processes, or of the provision of services by producing adverse effects in the digital or physical environment;

Article 3 (6)

‘information asset’ means a collection of information, either tangible or intangible, that is worth protecting;

Article 3 (7)

‘ICT asset’ means a software or hardware asset in the network and information systems used by the financial entity;

Article 3 (8)

‘ICT-related incident’ means a single event or a series of linked events unplanned by the financial entity that compromises the security of the network and information systems, and have an adverse impact on the availability, authenticity, integrity or confidentiality of data, or on the services provided by the financial entity;

Article 3 (9)

‘operational or security payment-related incident’ means a single event or a series of linked events unplanned by the financial entities referred to in Article 2(1), points (a) to (d), whether ICT-related or not, that has an adverse impact on the availability, authenticity, integrity or confidentiality of payment-related data, or on the payment-related services provided by the financial entity;

Article 3 (10)

‘major ICT-related incident’ means an ICT-related incident that has a high adverse impact on the network and information systems that support critical or important functions of the financial entity;

Article 3 (11)

‘major operational or security payment-related incident’ means an operational or security payment-related incident that has a high adverse impact on the payment-related services provided;

Article 3 (12)

‘cyber threat’ means ‘cyber threat’ as defined in Article 2, point (8), of Regulation (EU) 2019/881;

Article 3 (13)

‘significant cyber threat’ means a cyber threat the technical characteristics of which indicate that it could have the potential to result in a major ICT-related incident or a major operational or security payment-related incident;

Article 3 (14)

‘cyber-attack’ means a malicious ICT-related incident caused by means of an attempt perpetrated by any threat actor to destroy, expose, alter, disable, steal or gain unauthorised access to, or make unauthorised use of, an asset;

Article 3 (15)

‘threat intelligence’ means information that has been aggregated, transformed, analysed, interpreted or enriched to provide the necessary context for decision-making and to enable relevant and sufficient understanding in order to mitigate the impact of an ICT-related incident or of a cyber threat, including the technical details of a cyber-attack, those responsible for the attack and their modus operandi and motivations;

Article 3 (16)

‘vulnerability’ means a weakness, susceptibility or flaw of an asset, system, process or control that can be exploited;

Article 3 (17)

‘threat-led penetration testing (TLPT)’ means a framework that mimics the tactics, techniques and procedures of real-life threat actors perceived as posing a genuine cyber threat, that delivers a controlled, bespoke, intelligence-led (red team) test of the financial entity’s critical live production systems;

Article 3 (18)

‘ICT third-party risk’ means an ICT risk that may arise for a financial entity in relation to its use of ICT services provided by ICT third-party service providers or by subcontractors of the latter, including through outsourcing arrangements;

Article 3 (19)

‘ICT third-party service provider’ means an undertaking providing ICT services;

Article 3 (20)

‘ICT intra-group service provider’ means an undertaking that is part of a financial group and that provides predominantly ICT services to financial entities within the same group or to financial entities belonging to the same institutional protection scheme, including to their parent undertakings, subsidiaries, branches or other entities that are under common ownership or control;

Article 3 (21)

‘ICT services’ means digital and data services provided through ICT systems to one or more internal or external users on an ongoing basis, including hardware as a service and hardware services which includes the provision of technical support via software or firmware updates by the hardware provider, excluding traditional analogue telephone services;

Article 3 (22)

‘critical or important function’ means a function, the disruption of which would materially impair the financial performance of a financial entity, or the soundness or continuity of its services and activities, or the discontinued, defective or failed performance of that function would materially impair the continuing compliance of a financial entity with the conditions and obligations of its authorisation, or with its other obligations under applicable financial services law;

Article 3 (23)

‘critical ICT third-party service provider’ means an ICT third-party service provider designated as critical in accordance with Article 31;

Article 3 (24)

‘ICT third-party service provider established in a third country’ means an ICT third-party service provider that is a legal person established in a third-country and that has entered into a contractual arrangement with a financial entity for the provision of ICT services;

Article 3 (25)

‘subsidiary’ means a subsidiary undertaking within the meaning of Article 2, point (10), and Article 22 of Directive 2013/34/EU;

Article 3 (26)

‘group’ means a group as defined in Article 2, point (11), of Directive 2013/34/EU;

Article 3 (27)

‘parent undertaking’ means a parent undertaking within the meaning of Article 2, point (9), and Article 22 of Directive 2013/34/EU;

Article 3 (28)

‘ICT subcontractor established in a third country’ means an ICT subcontractor that is a legal person established in a third-country and that has entered into a contractual arrangement either with an ICT third-party service provider, or with an ICT third-party service provider established in a third country;

Article 3 (29)

‘ICT concentration risk’ means an exposure to individual or multiple related critical ICT third-party service providers creating a degree of dependency on such providers so that the unavailability, failure or other type of shortfall of such provider may potentially endanger the ability of a financial entity to deliver critical or important functions, or cause it to suffer other types of adverse effects, including large losses, or endanger the financial stability of the Union as a whole;

Article 3 (30)

‘management body’ means a management body as defined in Article 4(1), point (36), of Directive 2014/65/EU, Article 3(1), point (7), of Directive 2013/36/EU, Article 2(1), point (s), of Directive 2009/65/EC of the European Parliament and of the Council (31), Article 2(1), point (45), of Regulation (EU) No 909/2014, Article 3(1), point (20), of Regulation (EU) 2016/1011, and in the relevant provision of the Regulation on markets in crypto-assets, or the equivalent persons who effectively run the entity or have key functions in accordance with relevant Union or national law;

Article 3 (31)

‘credit institution’ means a credit institution as defined in Article 4(1), point (1), of Regulation (EU) No 575/2013 of the European Parliament and of the Council (32);

Article 3 (32)

‘institution exempted pursuant to Directive 2013/36/EU’ means an entity as referred to in Article 2(5), points (4) to (23), of Directive 2013/36/EU;

Article 3 (33)

‘investment firm’ means an investment firm as defined in Article 4(1), point (1), of Directive 2014/65/EU;

Article 3 (34)

‘small and non-interconnected investment firm’ means an investment firm that meets the conditions laid out in Article 12(1) of Regulation (EU) 2019/2033 of the European Parliament and of the Council (33);

Article 3 (35)

‘payment institution’ means a payment institution as defined in Article 4, point (4), of Directive (EU) 2015/2366;

Article 3 (36)

‘payment institution exempted pursuant to Directive (EU) 2015/2366’ means a payment institution exempted pursuant to Article 32(1) of Directive (EU) 2015/2366;

Article 3 (37)

‘account information service provider’ means an account information service provider as referred to in Article 33(1) of Directive (EU) 2015/2366;

Article 3 (38)

‘electronic money institution’ means an electronic money institution as defined in Article 2, point (1), of Directive 2009/110/EC of the European Parliament and of the Council;

Article 3 (39)

‘electronic money institution exempted pursuant to Directive 2009/110/EC’ means an electronic money institution benefitting from a waiver as referred to in Article 9(1) of Directive 2009/110/EC;

Article 3 (40)

‘central counterparty’ means a central counterparty as defined in Article 2, point (1), of Regulation (EU) No 648/2012;

Article 3 (41)

‘trade repository’ means a trade repository as defined in Article 2, point (2), of Regulation (EU) No 648/2012;

Article 3 (42)

‘central securities depository’ means a central securities depository as defined in Article 2(1), point (1), of Regulation (EU) No 909/2014;

Article 3 (43)

‘trading venue’ means a trading venue as defined in Article 4(1), point (24), of Directive 2014/65/EU;

Article 3 (44)

‘manager of alternative investment funds’ means a manager of alternative investment funds as defined in Article 4(1), point (b), of Directive 2011/61/EU;

Article 3 (45)

‘management company’ means a management company as defined in Article 2(1), point (b), of Directive 2009/65/EC;

Article 3 (46)

‘data reporting service provider’ means a data reporting service provider within the meaning of Regulation (EU) No 600/2014, as referred to in Article 2(1), points (34) to (36) thereof;

Article 3 (47)

‘insurance undertaking’ means an insurance undertaking as defined in Article 13, point (1), of Directive 2009/138/EC;

Article 3 (48)

‘reinsurance undertaking’ means a reinsurance undertaking as defined in Article 13, point (4), of Directive 2009/138/EC;

Article 3 (49)

‘insurance intermediary’ means an insurance intermediary as defined in Article 2(1), point (3), of Directive (EU) 2016/97 of the European Parliament and of the Council (34);

Article 3 (50)

‘ancillary insurance intermediary’ means an ancillary insurance intermediary as defined in Article 2(1), point (4), of Directive (EU) 2016/97;

Article 3 (51)

‘reinsurance intermediary’ means a reinsurance intermediary as defined in Article 2(1), point (5), of Directive (EU) 2016/97;

Article 3 (52)

‘institution for occupational retirement provision’ means an institution for occupational retirement provision as defined in Article 6, point (1), of Directive (EU) 2016/2341;

Article 3 (53)

‘small institution for occupational retirement provision’ means an institution for occupational retirement provision which operates pension schemes which together have less than 100 members in total;

Article 3 (54)

‘credit rating agency’ means a credit rating agency as defined in Article 3(1), point (b), of Regulation (EC) No 1060/2009;

Article 3 (55)

‘crypto-asset service provider’ means a crypto-asset service provider as defined in the relevant provision of the Regulation on markets in crypto-assets;

Article 3 (56)

‘issuer of asset-referenced tokens’ means an issuer of asset-referenced tokens as defined in the relevant provision of the Regulation on markets in crypto-assets;

Article 3 (57)

‘administrator of critical benchmarks’ means an administrator of ‘critical benchmarks’ as defined in Article 3(1), point (25), of Regulation (EU) 2016/1011;

Article 3 (58)

‘crowdfunding service provider’ means a crowdfunding service provider as defined in Article 2(1), point (e), of Regulation (EU) 2020/1503 of the European Parliament and of the Council (35);

Article 3 (59)

‘securitisation repository’ means a securitisation repository as defined in Article 2, point (23), of Regulation (EU) 2017/2402 of the European Parliament and of the Council (36);

Article 3 (60)

‘microenterprise’ means a financial entity, other than a trading venue, a central counterparty, a trade repository or a central securities depository, which employs fewer than 10 persons and has an annual turnover and/or annual balance sheet total that does not exceed EUR 2 million;

Article 3 (61)

‘Lead Overseer’ means the European Supervisory Authority appointed in accordance with Article 31(1), point (b) of this Regulation;

Article 3 (62)

‘Joint Committee’ means the committee referred to in Article 54 of Regulations (EU) No 1093/2010, (EU) No 1094/2010 and (EU) No 1095/2010;

Article 3 (63)

‘small enterprise’ means a financial entity that employs 10 or more persons, but fewer than 50 persons, and has an annual turnover and/or annual balance sheet total that exceeds EUR 2 million, but does not exceed EUR 10 million;

Article 3 (64)

‘medium-sized enterprise’ means a financial entity that is not a small enterprise and employs fewer than 250 persons and has an annual turnover that does not exceed EUR 50 million and/or an annual balance sheet that does not exceed EUR 43 million;

Article 3 (65)

‘public authority’ means any government or other public administration entity, including national central banks.

1.1 Referenzen

1.2 Identifizierte Anforderungen

1.3 Zugehörige Standards

2. Identifizierte Anforderungen

Anforderungen
Quelle Anforderung

3. Zugehörige Standards

Standards
Quelle Anforderung