+4.6 Stresstestarten
---+59. Das spezielle Design, die Komplexität und der Detaillierungsgrad der Stresstestmethoden sollten …
---+60. Bei der Entwicklung der Stresstestmethoden, einschließlich des Szenarios und der Notwendigkeit …
---+61. Die Institute sollten geeignete, sinnvolle und robuste Mechanismen für die Umwandlung von …
---+62. Die Verbindung zwischen Risikofaktoren unter Stressbedingungen und den Risikoparametern sollte …
---+63. Aufgrund der Komplexität der Modellierung von hypothetischen und auf makroökonomischen …
---+64. Mängel von Modellen und Mechanismen, die Risikofaktoren mit Verlusten oder erhöhten …
---+65. Die Institute sollten mögliche nicht lineare Wechselwirkungen zwischen Risikofaktoren und …
---+66. Entsprechend ihrer Komplexität sollten die Institute auf der Ebene der einzelnen …
---+67. Die Institute sollten relevante Risikofaktoren auf verschiedenen Anwendungsebenen der …
---+68. Die Institute sollten die Risikofaktoren, die bei der Verwendung verschiedener Schweregrade …
---+69. Wenn Unsicherheiten bezüglich der Robustheit der geschätzten Abhängigkeiten zwischen …
---+70. Analysen einzelner Risikofaktoren sollten durch einfache Analysen von Multi-Risikofaktoren …
---+71. Die Institute sollten eine Liste der ermittelten Risikofaktoren führen. 4.6.3 Szenarioanalyse
---+72. Die Institute sollten sicherstellen, dass Szenarioanalysen einen zentralen Teil ihrer …
---+73. Die Ausgestaltung der Stresstest-Szenarien sollte nicht nur auf vergangenen Ereignissen …
---+74. Es sollte eine Reihe von Szenarien berücksichtigt werden, um verschiedene Ereignisse und …
---+75. Die Institute sollten sicherstellen, dass ihre Stresstest-Szenarien mindestens die folgenden …
---+76. In Übereinstimmung mit dem Ziel der Stresstests, den Eigenschaften des Portfolios des …
---+77. Die Institute sollten sicherstellen, dass: a) dynamische Interdependenzen, z. B. zwischen …
---+78. Die Institute sollten gegebenenfalls qualitative Beurteilungen bezüglich Zweitrunden- oder …
---+79. Die Institute sollten sicherstellen, dass die Stresstests auf schweren, aber plausiblen …
---+80. Die Institute sollten sicherstellen, dass sowohl für Sensitivitätsanalysen als auch für …
---+81. Die Institute sollten sicherstellen, dass der Schweregrad unter Berücksichtigung der …
---+82. Die Institute sollten sicherstellen, dass durch ihre Szenarien absolute und relative Änderungen …
---+83. Für die Beurteilung des angemessenen Schweregrads von Szenarien sollten die Institute diese …
---+84. Im Rahmen ihres Stresstest-Programms sollten die Institute angemessene inverse Stresstests …
---+85. Die Institute sollten anhand der inversen Stresstests ermittelte Szenarien einbeziehen, um das …
---+86. Bei der Durchführung ihrer inversen Stresstests sollten die Institute zudem berücksichtigen, ob …
---+87. Die Institute sollten inverse Stresstests als ein reguläres Instrument für das Risikomanagement …
---+88. Im Rahmen ihrer Geschäftsplanung und ihres Risikomanagements sollten die Institute inverse …
---+89. Die Institute sollten bei der Planung und Entscheidungsfindung sowie bei der Prüfung ihrer …
---+90. Wenn inverse Stresstests ergeben, dass das Risiko eines Instituts, dass sein Geschäftsmodell …
---+91. Institute mit besonderen Geschäftsmodellen, z. B. Wertpapierfirmen, sollten inverse Stresstests …
---+92. Institute, die bei der Durchführung von inversen Stresstests gemäß den Artikeln 177, 290 Absatz …
---+93. Bei der Entwicklung eines klar definierten Berichts bezüglich des inversen Stresstests und …
---+94. Bei der Festlegung bestimmter Verlustniveaus oder sonstiger negativer Auswirkungen auf ihr …
---+95. Als Ausgangspunkt für inverse Stresstests sollten die Institute gegebenenfalls …
---+96. Die Institute sollten inverse Stresstests als ein Instrument einsetzen, anhand dessen sie …
---+97. Die Institute sollten Szenarien für schwerwiegende makroökonomische und finanzielle …
---+98. Aufgrund der verschiedenen Ziele der beiden Gruppen an inversen Stresstests sollten die …
---+99. Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Entwicklung, Beurteilung und …
---+100. Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Risikofaktoren zu ermitteln und …
---+101. Inverse Stresstests sollten zu Sanierungsplan-Szenarien beitragen, indem ein dynamischer und …
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4.6 Stresstestarten
4.6.1 Allgemeine Anforderungen
1. Übersicht
| Bezeichnung |
Regulierung |
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59. Das spezielle Design, die Komplexität und der Detaillierungsgrad der Stresstestmethoden sollten …
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Das spezielle Design, die Komplexität und der Detaillierungsgrad der Stresstestmethoden sollten im Hinblick auf die Art, den Umfang und die Größe des Instituts sowie die Komplexität und das Risiko seiner Geschäftstätigkeiten angemessen sein. Die Strategie und das Geschäftsmodell sowie die Portfolioeigenschaften des Instituts sollten berücksichtigt werden.
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60. Bei der Entwicklung der Stresstestmethoden, einschließlich des Szenarios und der Notwendigkeit …
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Bei der Entwicklung der Stresstestmethoden, einschließlich des Szenarios und der Notwendigkeit möglicher Maßnahmen der Geschäftsleitung, sollten die Institute die Phase innerhalb des Konjunkturzyklus berücksichtigen.
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61. Die Institute sollten geeignete, sinnvolle und robuste Mechanismen für die Umwandlung von …
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Die Institute sollten geeignete, sinnvolle und robuste Mechanismen für die Umwandlung von Risikofaktoren in relevante interne Risikoparameter (Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), Verlustquote bei Ausfall (LGD), Abschreibungen, Sicherheitsabschläge bezüglich des beizulegenden Zeitwerts usw.) ermitteln, die eine Darstellung der Risiken eines Instituts und einer Gruppe liefern.
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62. Die Verbindung zwischen Risikofaktoren unter Stressbedingungen und den Risikoparametern sollte …
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Die Verbindung zwischen Risikofaktoren unter Stressbedingungen und den Risikoparametern sollte nicht nur auf den vergangenen Erfahrungen des Instituts und historischen Analysen beruhen, sondern durch Referenzwerte von externen Quellen, soweit diese verfügbar und angemessen sind, sowie durch Referenzwerte aus aufsichtlichen Leitlinien ergänzt werden, soweit dies möglich ist.
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63. Aufgrund der Komplexität der Modellierung von hypothetischen und auf makroökonomischen …
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Aufgrund der Komplexität der Modellierung von hypothetischen und auf makroökonomischen Bedingungen beruhenden Risikofaktoren/Szenarien sollten die Institute sich des innewohnenden Modellrisikos bewusst sein und sicherstellen, dass Folgendes erfüllt ist, wenn diese Faktoren/Szenarien festgelegt werden: - a) Es wurde eine regelmäßige und hinreichend konservative Expertenbeurteilung bezüglich der Modellannahmen und der Mechanismen des Modells durchgeführt und ein konservativer Modellansatz verfolgt, um das Modellrisiko zu berücksichtigen;
- b) bei der Aufstellung von Annahmen, die quantitativ schwer zu messen sind (z. B. Diversifizierung, prognostiziertes exponentielles Wachstum, prognostizierte Gebühren, zukunftsgerichtete Aussichten der Geschäftsleitung), die jedoch Auswirkungen auf die Ergebnisse des Modells haben können (beispielsweise sollten die Ergebnisse von Modellen bezüglich der Nettoeinnahmen vor Rückstellungen auf einer hinreichenden statistischen Grundlage sowie auf geschäftlichen Erwägungen beruhen), wurde ein entsprechender angemessener Konservativitätsgrad angewandt; und
- c) die Abhängigkeiten und Sensitivitäten der Ergebnisse in Bezug auf die Annahmen wurden bestätigt und ihre Auswirkungen regelmäßig beurteilt.
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64. Mängel von Modellen und Mechanismen, die Risikofaktoren mit Verlusten oder erhöhten …
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Mängel von Modellen und Mechanismen, die Risikofaktoren mit Verlusten oder erhöhten Risikoparametern verbinden, sollten verstanden, deutlich mitgeteilt und bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden. Die Modelle sollten die Wechselwirkungen zwischen der Solvenz und der Liquidität ( Funding Liquidity ) sowie den Finanzierungskosten berücksichtigen, damit es nicht zu einer systemischen und wesentlichen Unterschätzung der Auswirkungen eines Schocks kommt. Soweit dies möglich ist, sollten die Ergebnisse für verschiedene Modellansätze verglichen werden (z. B. sollte für Modelle bezüglich der Nettoeinnahmen vor Rückstellungen ein Vergleich zwischen dem verwendeten Modell und anderen möglichen Ansätzen sowie die Begründung für ihre Ablehnung zur Verfügung stehen). Diese Verbindungen sollten auf robusten statistischen Modellen beruhen. Wenn die Verfügbarkeit oder Qualität der Daten oder strukturelle Veränderungen der historischen Daten jedoch keine aussagekräftigen Schätzungen zulassen (beispielsweise sind für Modelle bezüglich der Nettoeinnahmen vor Rückstellungen historische Daten, die einen Zinszyklus und einen Konjunkturzyklus abdecken, sowie Informationen über Änderungen der Geschäftsstrategie und der Organisationsstruktur erforderlich), sollten quantitative Analysen durch qualitative Expertenbeurteilungen unterstützt werden. Auch für den Fall, dass der zugrundeliegende Modellierungsprozess robust ist, sollten Expertenbeurteilungen bei der Prüfung der Modellergebnisse eine Rolle spielen.
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65. Die Institute sollten mögliche nicht lineare Wechselwirkungen zwischen Risikofaktoren und …
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Die Institute sollten mögliche nicht lineare Wechselwirkungen zwischen Risikofaktoren und Risikoparametern unter Stressbedingungen beurteilen. 4.6.2 Sensitivitätsanalyse
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66. Entsprechend ihrer Komplexität sollten die Institute auf der Ebene der einzelnen …
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Entsprechend ihrer Komplexität sollten die Institute auf der Ebene der einzelnen Risikopositionen, Portfolios oder Geschäftseinheiten, institutsweit und für bestimmte Risikoarten Sensitivitätsanalysen durchführen. Die Institute sollten beurteilen, auf welcher Aggregationsebene Sensitivitätsanalysen aussagekräftig und durchführbar sind. Gegebenenfalls sollte die Verwendung von Expertenbeurteilungen im Einzelnen geklärt werden.
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67. Die Institute sollten relevante Risikofaktoren auf verschiedenen Anwendungsebenen der …
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Die Institute sollten relevante Risikofaktoren auf verschiedenen Anwendungsebenen der Aufsichtsanforderungen und über verschiedene Portfolios, Geschäftseinheiten und geografische Standorte hinweg ermitteln. Die Institute sollten sicherstellen, dass alle relevanten Arten von Risikofaktoren abgedeckt sind, einschließlich makroökonomischer und makrofinanzieller Variablen, statistischer Aspekte von Risikoparametern (wie die Volatilität von PD-Parametern) und idiosynkratischer Faktoren, wie operationelle Risiken.
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68. Die Institute sollten die Risikofaktoren, die bei der Verwendung verschiedener Schweregrade …
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Die Institute sollten die Risikofaktoren, die bei der Verwendung verschiedener Schweregrade ermittelt wurden, als einen wichtigen Schritt in ihren Analysen definieren, um Nichtlinearitäten und Schwelleneffekte, d. h. kritische Werte von Risikofaktoren, bei deren Überschreiten sich Stressreaktionen beschleunigen, aufzuzeigen.
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69. Wenn Unsicherheiten bezüglich der Robustheit der geschätzten Abhängigkeiten zwischen …
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Wenn Unsicherheiten bezüglich der Robustheit der geschätzten Abhängigkeiten zwischen makroökonomischen/makrofinanziellen Risikofaktoren und Risikoparametern bestehen oder wenn die Ergebnisse von umfassenderen Szenarioanalysen validiert werden müssen, sollten sich die Institute darum bemühen, sicherzustellen, dass Sensitivitätsanalysen auch durchgeführt werden, indem statistische Aspekte von Risikoparametern des Portfolios entsprechend den historischen Verteilungen, die durch hypothetische Annahmen (z. B. in Bezug auf künftige Volatilitäten) ergänzt werden, einem Stresstest unterzogen werden.
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70. Analysen einzelner Risikofaktoren sollten durch einfache Analysen von Multi-Risikofaktoren …
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Analysen einzelner Risikofaktoren sollten durch einfache Analysen von Multi-Risikofaktoren ergänzt werden, wenn davon ausgegangen wird, dass diese gemeinsam auftreten; dabei muss nicht notwendigerweise ein Szenario definiert werden.
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71. Die Institute sollten eine Liste der ermittelten Risikofaktoren führen. 4.6.3 Szenarioanalyse
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Die Institute sollten eine Liste der ermittelten Risikofaktoren führen. 4.6.3 Szenarioanalyse
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72. Die Institute sollten sicherstellen, dass Szenarioanalysen einen zentralen Teil ihrer …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass Szenarioanalysen einen zentralen Teil ihrer Stresstest-Programme bilden.
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73. Die Ausgestaltung der Stresstest-Szenarien sollte nicht nur auf vergangenen Ereignissen …
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Die Ausgestaltung der Stresstest-Szenarien sollte nicht nur auf vergangenen Ereignissen beruhen, sondern auch hypothetische Szenarien berücksichtigen, die auf nicht vergangenen Ereignissen beruhen. Die Institute sollten sicherstellen, dass die Szenariodesigns zukunftsgerichtet sind und systematische und institutsspezifische Änderungen in der Gegenwart und in der vorhersehbaren Zukunft berücksichtigen. Zu diesem Zweck sollten sich die Institute bemühen, auf externe Daten aus ähnlichen Risikoumgebungen, die für Institute mit ähnlichen Geschäftsmodellen relevant sind, zurückzugreifen. Die Institute sollten relevante und verfügbare Daten verwenden. Bei relevanten Daten kann es sich um interne und/oder externe Daten handeln, und sie können Benchmarkings und aufsichtliche Leitlinien berücksichtigen.
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74. Es sollte eine Reihe von Szenarien berücksichtigt werden, um verschiedene Ereignisse und …
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Es sollte eine Reihe von Szenarien berücksichtigt werden, um verschiedene Ereignisse und Schweregrade einzubeziehen, soweit dies sinnvoll und durchführbar ist.
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75. Die Institute sollten sicherstellen, dass ihre Stresstest-Szenarien mindestens die folgenden …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass ihre Stresstest-Szenarien mindestens die folgenden Anforderungen erfüllen: - a) Berücksichtigung der Hauptrisikofaktoren, denen das Institut ausgesetzt sein könnte; diesbezüglich sollten die Ergebnisse von Analysen einzelner Risikofaktoren, die Informationen über die Sensitivität gegenüber einzelnen Risikofaktoren bereitstellen sollen, für die Ermittlung von Szenarien verwendet werden, die den Stress umfassen, der auf einen kombinierten Satz an sehr plausiblen Risikofaktoren zurückzuführen ist; es sollte kein wesentlicher Risikofaktor ungestresst und unberücksichtigt bleiben;
- b) Berücksichtigung der wichtigsten institutsspezifischen Schwachstellen, die auf die regionalen und sektoralen Besonderheiten eines Instituts zurückzuführen sind, sowie seiner spezifischen Produkte oder Risikopositionen der Geschäftsbereiche und seiner Finanzierungspolitik: Konzentrations- und Korrelationsrisiken von „Intra-“ und „Inter-Risikoarten“ sollten a priori ermittelt werden;
- c) Einbeziehung eines kohärenten Berichts für das Szenario, der alle Hauptrisikofaktoren sowie ihre (zukunftsgerichtete) Entwicklung auf der Grundlage von mehreren Auslöserereignissen umfasst (z. B. Geldpolitik, Entwicklungen im Finanzsektor, Rohstoffpreise, politische Ereignisse und Naturkatastrophen); die Institute sollten sicherstellen, dass der Szenariobericht plausibel ist und keine Widersprüche aufweist, wenn die Parallelentwicklung von Risikofaktoren und die entsprechende Reaktion von Marktteilnehmern angenommen wird; wenn bestimmte Risikofaktoren aus dem Szenariobericht ausgenommen werden, sollten die Institute zudem sicherstellen, dass diese Ausnahme vollständig gerechtfertigt ist und dokumentiert wird;
- d) sie sind untereinander kohärent, um sicherzustellen, dass sich die ermittelten Risikofaktoren für den Fall eines Stressereignisses im Einklang mit anderen Risikofaktoren verhalten und dass sie explizite Schätzungen und Annahmen bezüglich der Abhängigkeitsstruktur zwischen den zugrundeliegenden Hauptrisikofaktoren umfassen; es ist wichtig, dass widersprüchlich erscheinende Parallelentwicklungen der Risikofaktoren untersucht werden, um neue Sensitivitäten festzustellen;
- e) Berücksichtigung von Innovationen und insbesondere technologischen Entwicklungen oder anspruchsvollen Finanzprodukten, ohne deren Wechselwirkung mit traditionelleren Produkten außer Acht zu lassen; und
- f) Sicherstellung, dass Risikofaktoren unter Stressbedingungen in intern konsistente Risikoparameter umgewandelt werden.
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76. In Übereinstimmung mit dem Ziel der Stresstests, den Eigenschaften des Portfolios des …
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In Übereinstimmung mit dem Ziel der Stresstests, den Eigenschaften des Portfolios des Instituts, wie seiner Laufzeit und gegebenenfalls der Liquidität der Positionen unter Stressbedingungen, sowie in Übereinstimmung mit dem Risikoprofil sollten die Institute den Zeithorizont von Stresstests festlegen. Solvenz-Stresstests und Liquiditätsstresstests erfordern verschiedene Zeithorizonte und Szenarien.
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77. Die Institute sollten sicherstellen, dass: a) dynamische Interdependenzen, z. B. zwischen …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass: - a) dynamische Interdependenzen, z. B. zwischen Wirtschaftsregionen und zwischen Wirtschaftssektoren, einschließlich dem Finanzsektor, explizit in Stresstests berücksichtigt werden;
- b) systemweite Dynamiken, z. B. Schließung bestimmter Märkte, sowie Risikokonzentrationen in einer gesamten Vermögensklasse (z. B. Hypotheken) im Gesamtszenario berücksichtigt werden; und
- c) adverse Rückkopplungsdynamiken abgedeckt sind, die durch Faktoren, wie Wechselwirkungen zwischen Bewertungen, Verlusten und Nachschussanforderungen, verursacht werden.
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78. Die Institute sollten gegebenenfalls qualitative Beurteilungen bezüglich Zweitrunden- oder …
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Die Institute sollten gegebenenfalls qualitative Beurteilungen bezüglich Zweitrunden- oder Rückkopplungseffekten von Stress auf der individuellen Ebene vornehmen; dies gilt insbesondere, wenn keine robusten quantitativen Schätzungen erstellt werden können. Ein einzelnes Institut könnte beispielsweise Preis- oder Volumenanpassungen erstellen, um einige der strategischen Auswirkungen (z. B. auf der Ebene der Kreditvergabestrategie) zu berücksichtigen und endogen auf das Szenario zu reagieren. 4.6.4 Schweregrad von Szenarien
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79. Die Institute sollten sicherstellen, dass die Stresstests auf schweren, aber plausiblen …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass die Stresstests auf schweren, aber plausiblen Szenarien beruhen, und der Schweregrad sollte den Zweck des Stresstests widerspiegeln. Zu diesem Zweck sollten die Stresstests: - a) in Bezug auf die Berücksichtigung relevanter Risiken und im Hinblick auf die Förderung der Stabilität des Instituts unter ungünstigen Bedingungen sowie des Finanzsystems, für den Fall von systemrelevanten Banken, während des gesamten Konjunkturzyklus und über Marktschwankungen, einschließlich der Finanzierungsmärkte, hinweg für das Institut aussagekräftig sein; und
- b) im gesamten Institut einheitlich angewandt werden, wobei anerkannt wird, dass die Auswirkungen identischer Szenarien nicht notwendigerweise für alle Geschäftsbereiche schwerwiegend sind.
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80. Die Institute sollten sicherstellen, dass sowohl für Sensitivitätsanalysen als auch für …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass sowohl für Sensitivitätsanalysen als auch für Szenario-Stresstests, die mindestens einen schwerwiegenden Wirtschaftsabschwung abdecken, verschiedene Schweregrade für die Beurteilung der Kapitaladäquanz und der Kapitalplanung berücksichtigt werden.
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81. Die Institute sollten sicherstellen, dass der Schweregrad unter Berücksichtigung der …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass der Schweregrad unter Berücksichtigung der spezifischen Schwachstellen jedes Instituts in Bezug auf ein bestimmtes Szenario auf der Grundlage seines Geschäftsmodells (z. B. internationalen Märkten ausgesetzt) festgesetzt wird. Die Institute sollten ihre eigenen Szenarien entwickeln und nicht von Szenarien abhängig sein, die von den Aufsichtsbehörden stammen. Im Rahmen der Beurteilung des Schweregrads eines Szenarios sollte sich das Institut der Dynamiken von Risikoumgebungen und der Erfahrungen von Instituten mit ähnlichen Geschäftsmodellen bewusst sein.
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82. Die Institute sollten sicherstellen, dass durch ihre Szenarien absolute und relative Änderungen …
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Die Institute sollten sicherstellen, dass durch ihre Szenarien absolute und relative Änderungen von Risikofaktoren beurteilt werden. In einem absoluten Szenario sollte es sich bei dem Schweregrad um eine direkte Änderung des Risikofaktors handeln, und er sollte nicht von dem aktuellen Niveau abhängig sein. In einem relativen Szenario sollte der Schweregrad von dem aktuellen Niveau und der aktuellen wirtschaftlichen Lage (z. B. Rückgang des BIP-Wachstums um 2 %, d. h. eine relative Änderung des absoluten Niveaus) abhängig sein. Beispielsweise führt eine negative relative Änderung des BIP in Höhe von 2 %, ausgehend von einer wesentlichen positiven Produktionslücke (d. h. das aktuelle BIP liegt deutlich über dem strukturellen BIP), absolut/im Hinblick auf das Niveau nicht notwendigerweise zu schwerwiegenden Stressauswirkungen auf das BIP. Je schlechter die aktuelle wirtschaftliche Lage zu Beginn ist, desto schwerwiegender sind die Stressauswirkungen eines relativen Szenarios. Die Institute sollten sicherstellen, dass das von ihnen ausgewählte Szenario sowohl relativ als auch absolut einen ausreichenden Schweregrad aufweist. Sowohl die Auswahl als auch die Auswirkungen auf den Schweregrad sollten begründet und dokumentiert werden.
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83. Für die Beurteilung des angemessenen Schweregrads von Szenarien sollten die Institute diese …
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Für die Beurteilung des angemessenen Schweregrads von Szenarien sollten die Institute diese zudem mit den Szenarien vergleichen, die in ihren inversen Stresstests beschrieben sind, wobei sie in Bezug auf die Plausibilität des Szenarios die spezifischen Auswirkungen der Ausgestaltung der inversen Stresstests berücksichtigen. 4.6.5 Inverse Stresstests Anforderungen
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84. Im Rahmen ihres Stresstest-Programms sollten die Institute angemessene inverse Stresstests …
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Im Rahmen ihres Stresstest-Programms sollten die Institute angemessene inverse Stresstests durchführen, die die gleiche Governance, eine effektive Infrastruktur und Qualitätsstandards aufweisen und die Art, die Größe, den Umfang und die Komplexität ihrer Geschäftstätigkeiten und Risiken berücksichtigen, um sonstige Arten von Stresstests zu ergänzen. Kleine und weniger komplexe Institute können sich stärker auf die qualitativen Aspekte von inversen Stresstests konzentrieren, während von größeren und komplexeren Instituten anspruchsvollere Methoden für inverse Stresstests verlangt werden. Die Zuständigkeiten und zugewiesenen Ressourcen für inverse Stresstests sollten eindeutig definiert sein, und die inversen Stresstests sollten durch eine geeignete und flexible Infrastruktur sowie durch schriftliche Richtlinien und Verfahren unterstützt werden. Inverse Stresstests sollten regelmäßig von allen Arten von Instituten und auf der gleichen Anwendungsebene wie das ICAAP und das ILAAP (z. B. institutsweit und alle relevanten Risikoarten abdeckend) durchgeführt werden.
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85. Die Institute sollten anhand der inversen Stresstests ermittelte Szenarien einbeziehen, um das …
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Die Institute sollten anhand der inversen Stresstests ermittelte Szenarien einbeziehen, um das Spektrum an Stresstest-Szenarien, die sie durchführen, zu ergänzen, sowie zu Vergleichszwecken, um den gesamten Schweregrad zu beurteilen und auf diese Weise die Ermittlung von schweren, aber noch plausiblen Szenarien zu ermöglichen. Inverse Stresstests sollten für die Beurteilung des Schweregrads von Szenarien für ICAAP- und ILAAP-Stresstests hilfreich sein. Der Schweregrad von inversen Stresstests-Szenarien kann zudem durch einen Vergleich u. a. mit historischen oder sonstigen aufsichtlichen und öffentlich verfügbaren Szenarien beurteilt werden.
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86. Bei der Durchführung ihrer inversen Stresstests sollten die Institute zudem berücksichtigen, ob …
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Bei der Durchführung ihrer inversen Stresstests sollten die Institute zudem berücksichtigen, ob der Ausfall einer oder mehrerer bedeutenden Gegenparteien oder eine bedeutende Marktstörung aufgrund des Ausfalls eines bedeutenden Marktteilnehmers (separat oder kombiniert) zu dem vordefinierten Ergebnis führen würde. Anwendung von inversen Stresstests
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87. Die Institute sollten inverse Stresstests als ein reguläres Instrument für das Risikomanagement …
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Die Institute sollten inverse Stresstests als ein reguläres Instrument für das Risikomanagement einsetzen, um ihre Kenntnisse bezüglich aktueller und potenzieller Schwachstellen zu verbessern, was einen Mehrwert für das Risikomanagement des Instituts darstellt. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gilt für alle Aspekte der Anwendung von inversen Stresstests. Die Institute sollten zudem berücksichtigen, dass das vordefinierte Ergebnis von inversen Stresstests auf andere als auf die im Rahmen des Stresstests analysierten Umstände zurückzuführen sein kann.
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88. Im Rahmen ihrer Geschäftsplanung und ihres Risikomanagements sollten die Institute inverse …
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Im Rahmen ihrer Geschäftsplanung und ihres Risikomanagements sollten die Institute inverse Stresstests verwenden, um sich der Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit ihrer Geschäftsmodelle und -strategien bewusst zu werden und um Gegebenheiten zu ermitteln, bei deren Eintreten sie möglicherweise im Sinne des Artikels 32 der Richtlinie 2014/59/EU ausfallen oder wahrscheinlich ausfallen. Es ist wichtig, dass die Institute Indikatoren ermitteln, die als Warnung dienen, wenn sich ein Szenario realisiert. Zu diesem Zweck sollten die Institute: - a) das zu prüfende vordefinierte Ergebnis ermitteln (z. B. in Bezug auf ein Geschäftsmodell, das nicht tragfähig wird);
- b) mögliche nachteilige Gegebenheiten ermitteln, durch die sie schwerwiegenden Risiken ausgesetzt würden und die zu dem vordefinierten Ergebnis führen würden;
- c) die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen, die in die Szenarien einbezogen wurden, die zu dem vordefinierten Ergebnis führen, beurteilen (abhängig von der Größe des Instituts sowie der Art, des Umfangs, der Komplexität und des Risikos seiner Geschäftstätigkeiten); und
- d) wirksame Regelungen, Prozesse, Systeme oder sonstige Maßnahmen anwenden, um die ermittelten Risiken und Schwachstellen zu vermeiden oder zu vermindern.
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89. Die Institute sollten bei der Planung und Entscheidungsfindung sowie bei der Prüfung ihrer …
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Die Institute sollten bei der Planung und Entscheidungsfindung sowie bei der Prüfung ihrer Geschäftsmodelle und -strategien inverse Stresstests anwenden, um zu ermitteln und zu analysieren, welche Umstände möglicherweise dazu führen könnten, dass ihre Geschäftsmodelle nicht tragfähig werden, wie die Beurteilung der Fähigkeit, in den folgenden Monaten Erträge zu generieren, und die Beurteilung der Nachhaltigkeit der Strategie zur Generierung von Erträgen über einen längeren Zeitraum auf der Grundlage von strategischen Plänen und finanziellen Prognosen. Es wird erwartet, dass sich das Leitungsorgan und die Geschäftsleitung an dem gesamten Prozess beteiligen.
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90. Wenn inverse Stresstests ergeben, dass das Risiko eines Instituts, dass sein Geschäftsmodell …
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Wenn inverse Stresstests ergeben, dass das Risiko eines Instituts, dass sein Geschäftsmodell scheitert, unannehmbar hoch ist und nicht mit seinem Risikoappetits im Einklang steht, sollte das Institut Maßnahmen ausarbeiten, um dieses Risiko zu vermeiden oder zu vermindern, wobei die Zeit berücksichtigt wird, die das Institut haben sollte, um auf diese Ereignisse zu reagieren und diese Maßnahmen umzusetzen. Im Rahmen dieser Maßnahmen sollte das Institut prüfen, ob Änderungen seines Geschäftsmodells erforderlich sind. Diese von inversen Stresstests hergeleiteten Maßnahmen, einschließlich Änderungen des Geschäftsplans des Instituts, sollten in der ICAAP-Dokumentation des Instituts ausführlich dokumentiert werden.
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91. Institute mit besonderen Geschäftsmodellen, z. B. Wertpapierfirmen, sollten inverse Stresstests …
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Institute mit besonderen Geschäftsmodellen, z. B. Wertpapierfirmen, sollten inverse Stresstests anwenden, um ihre Schwachstellen in Bezug auf extreme Ereignisse zu untersuchen, insbesondere, wenn ihre Risiken durch traditionellere (z. B. Solvenz- und Liquiditäts-) Stressszenarien, die auf makroökonomischen Schocks beruhen, nicht hinreichend erfasst sind.
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92. Institute, die bei der Durchführung von inversen Stresstests gemäß den Artikeln 177, 290 Absatz …
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Institute, die bei der Durchführung von inversen Stresstests gemäß den Artikeln 177, 290 Absatz 8 und 368 Absatz 1 Buchstabe g der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 interne Modelle für das Kreditrisiko, das Gegenparteiausfallrisiko und das Marktrisiko verwenden, sollten sich bemühen, schwere, aber plausible Szenarien zu ermitteln, die zu erheblich schlechteren Ergebnissen führen könnten und möglicherweise die Lebensfähigkeit eines Instituts insgesamt in Frage stellen könnten. Die Institute sollten diese inversen Stresstests als eine wesentliche Ergänzung ihrer internen Modelle zur Berechnung der Kapitalanforderungen sowie als ein reguläres Instrument für das Risikomanagement ansehen, anhand dessen mögliche Unzulänglichkeiten dieser internen Modelle erkannt werden können. Bei schweren Stressszenarien wird sich das Modellrisiko erhöhen und die Vorhersehbarkeit des Modells kann aufgehoben werden, auch wenn dies nicht notwendigerweise als Hinweis darauf verstanden werden sollte, dass die Modellierung der Eingaben im IRB-Ansatz unangemessen ist.
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93. Bei der Entwicklung eines klar definierten Berichts bezüglich des inversen Stresstests und …
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Bei der Entwicklung eines klar definierten Berichts bezüglich des inversen Stresstests und eines eindeutigen Verständnisses seiner Rückkopplungseffekte und seiner nicht linearen Effekte sollten die Institute qualitative Analysen durchführen, wobei sie die Dynamiken von Risiken sowie die Kombinationen von Risikoarten und die Wechselwirkungen zwischen und über Risikoarten hinweg berücksichtigen. Bei der Entwicklung eines klar definierten Berichts sollte ein Institut externe exogene Ereignisse, wie wirtschaftliche Ereignisse, den Zusammenbruch einer Branche, politische Ereignisse, Rechtsstreitigkeiten und Naturereignisse, sowie Risikofaktoren, wie operationelle Risiken, Konzentrationen und Korrelationen, Reputationsrisiken und Vertrauensverlust, sowie Kombinationen dieser Ereignisse und Faktoren berücksichtigen. Die ordnungsgemäße Beteiligung des Leitungsorgans des Instituts an Erörterungen bezüglich des Berichts ist von wesentlicher Bedeutung; dabei werden mögliche spezifische Schwachstellen und die Auswirkungen auf das gesamte Institut berücksichtigt.
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94. Bei der Festlegung bestimmter Verlustniveaus oder sonstiger negativer Auswirkungen auf ihr …
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Bei der Festlegung bestimmter Verlustniveaus oder sonstiger negativer Auswirkungen auf ihr Kapital, die Liquidität (z. B. Zugang zu Finanzierung, insbesondere in Bezug auf Erhöhungen der Finanzierungskosten) oder die gesamte Finanzlage sollten die Institute quantitative und anspruchsvollere Analysen durchführen, wobei sie die Größe des Instituts sowie die Art, den Umfang, die Komplexität und das Risiko seiner Geschäftstätigkeiten berücksichtigen. Die Institute sollten auf quantitative Art und Weise rückwärts vorgehen, um die Risikofaktoren und den erforderlichen Umfang von Änderungen zu ermitteln, die einen solchen Verlust oder solche negativen Auswirkungen verursachen könnten (z. B. Definition des angemessenen Verlustniveaus oder von sonstigen einschlägigen Kennzahlen in der Bilanz, wie Kapitalquoten oder Refinanzierungsmitteln. Die Institute sollten die Risikotreiber (z. B. Ausgabe der genauen Inanspruchnahmen von Faktoren, welche die größten Auswirkungen auf den Endbereich des Portfolios hatten), die wichtigsten Geschäftsfelder und einen deutlichen und einheitlichen Bericht in Bezug auf Schwachstellen und die entsprechenden Szenarien (z. B. über die zugrundeliegenden Annahmen und Sensitivitäten der Ergebnisse für diese Annahmen im Zeitverlauf), die zu den vordefinierten Ergebnissen sowie zu der Ereigniskette und dem wahrscheinlichen Durchfluss führen (z. B. können die wichtigsten Faktoren gemäß den Kombinationen für einen bestimmten angestrebten Verlust/ein bestimmtes Zielkapital in einem Portfolio den makroökonomischen Variablen zugeordnet werden), verstehen und im Einzelnen dokumentieren, wobei sie versteckte Schwachstellen (z. B. versteckte Korrelationen und Konzentrationen) sowie Überschneidungseffekte ermitteln.
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95. Als Ausgangspunkt für inverse Stresstests sollten die Institute gegebenenfalls …
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Als Ausgangspunkt für inverse Stresstests sollten die Institute gegebenenfalls Sensitivitätsanalysen verwenden, z. B. Verschiebung eines oder mehrerer relevanter Parameter zu einem Extrem, um die vordefinierten Ergebnisse zu erhalten. Ein Institut sollte unter anderem für das Kreditrisiko (z. B. wie viele Großkunden ausfallen müssten, bevor das verlustabsorbierende Kapital verloren geht), für das Marktrisiko, das Liquiditätsrisiko (z. B. Stress auf Einlagen im Retail-Sektor und Umstände, unter denen die Liquiditätsreserven des Instituts aufgebraucht würden) und das operationelle Risiko verschiedene inverse Sensitivitätsanalysen und eine kombinierte Analyse, die alle Risiken gleichzeitig abdeckt, durchführen. Ein Institut sollte nicht hauptsächlich eine Sensitivitätsanalyse und einfache Kennzahlen verwenden, um das für den inversen Stresstest relevante Szenario zu ermitteln. Die qualitative Analyse sollte zur Ermittlung des relevanten Szenarios führen, indem Expertenbeurteilungen aus verschiedenen Geschäftsbereichen kombiniert werden, da Denken die wirksamste Art und Weise darstellen könnte, um das Scheitern eines Geschäftsmodells zu verhindern. Es sollten gemeinsame Stresstests für alle relevanten Risikoparameter entwickelt werden, wobei statistische Aspekte berücksichtigt werden (z. B. Volatilität von Risikofaktoren, die mit historischen Beobachtungen im Einklang stehen, die durch hypothetische, aber plausible Annahmen ergänzt werden). Die Plausibilität von Verschiebungen der Parameter, die erforderlich sind, um die vordefinierten Ergebnisse zu erhalten, liefert eine erste Vorstellung bezüglich möglicher Schwachstellen in dem Institut. Zur Beurteilung der Plausibilität sollten unter anderem historische (multivariate) Wahrscheinlichkeitsverteilungen angewandt werden, die entsprechend den Expertenbeurteilungen angepasst werden, soweit dies für notwendig erachtet wird. Für die Ermittlung von relevanten Szenarien sollten hauptsächlich qualitative Analysen und Beurteilungen, die Expertenbeurteilungen aus verschiedenen Geschäftsbereichen kombinieren, herangezogen werden.
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96. Die Institute sollten inverse Stresstests als ein Instrument einsetzen, anhand dessen sie …
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Die Institute sollten inverse Stresstests als ein Instrument einsetzen, anhand dessen sie Einblicke in Szenarien erhalten, die Kombinationen von angespannten Solvenz- und Liquiditätslagen umfassen, für die ein traditionelles Modell möglicherweise nicht die komplexen Aspekte realer Situationen erfasst. Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um ihre Kapitalpläne und Liquiditätspläne zu prüfen. Gegebenenfalls sollten die Institute Situationen ermitteln und analysieren, die ein die Liquidität betreffendes Stressereignis verschlimmern und dieses in ein die Solvenz betreffendes Stressereignis umwandeln könnten, und umgekehrt, und die möglicherweise zu einem Unternehmensausfall führen könnten. Die Institute sollten sich bemühen, inverse Stresstests für Kapital- oder Liquiditätsrisiken auf integrierte Art und Weise anzuwenden, in der Absicht, das Verständnis und das Management der dazugehörigen Risiken in extremen Situationen zu verbessern. Sanierungsmaßnahmen und Sanierungsplanung
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97. Die Institute sollten Szenarien für schwerwiegende makroökonomische und finanzielle …
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Die Institute sollten Szenarien für schwerwiegende makroökonomische und finanzielle Schwierigkeiten entwickeln, deren Schweregrad variiert (einschließlich systemweiter Ereignisse, für das Rechtssubjekt spezifischer Stresssituationen und gruppenweiter Stresssituationen) und die im Rahmen von Sanierungsplänen gemäß Artikel 5 Absatz 6 der Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (BRRD) und den EBA/GL/2014/06 zu verwenden sind, und sie sollten spezifische inverse Stresstests für die Entwicklung von Szenarien für „Beinahe-Ausfälle“ (das Institut ist einem Ausfall nahe, mehr jedoch nicht) und als Informationseingabe verwenden; zudem sollten sie die Effizienz und Wirksamkeit ihrer Sanierungsmaßnahmen sowie ihrer Sanierungsplanung prüfen und die Sensitivitäten bezüglich der entsprechenden Annahmen analysieren. Solche Szenarien für „Beinahe-Ausfälle“ sollten den Punkt ermitteln und beschreiben, der dazu führen würde, dass das Geschäftsmodell eines Instituts oder einer Gruppe nicht tragfähig wird, wenn die Sanierungsmaßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden. Die Szenarien sollten die Schätzung der Ergebnisse ermöglichen und die Geeignetheit aller verfügbaren Sanierungsoptionen sicherstellen. Die in der Beschreibung der Sanierungsszenarien verwendete Terminologie sollte helfen, festzustellen, welche Sanierungsoptionen im Rahmen der bestimmten Stressszenarien geprüft wurden. Die Beschreibung sollte hinreichend detailliert sein, sowohl für einen Satz an quantitativen Annahmen als auch für einen qualitativen Bericht, um festzustellen, ob das Szenario für das Institut relevant ist oder nicht und wie schwer es ist. Die Ereignisse sollten in logischer Reihenfolge beschrieben werden, und die Annahmen, die den wesentlichen Treibern (z. B. Nettoeinnahmen, risikogewichtete Aktiva (RWA), Kapital) zugrundeliegen, sollten eindeutig festgelegt werden. Die Szenarien sollten zudem eine mögliche Schätzung der Überschneidungseffekte berücksichtigen, die sich aus der Umsetzung verschiedener Sanierungsplanoptionen in dem gleichen Stressszenario ergeben. Die Szenarien sollten zudem ein Verständnis bezüglich der Entwicklung der Ereignisse ermöglichen, indem ein angemessener Zeitplan bereitgestellt wird, aus dem deutlich hervorgeht, zu welchem Zeitpunkt bestimmte Maßnahmen erarbeitet werden (mit Auswirkungen auf ihre Glaubwürdigkeit und Durchführbarkeit). Der Zweck besteht in der Prüfung der Effektivität der Sanierungsoptionen des Instituts im Rahmen der Wiederherstellung der Finanzstärke und der Rentabilität, wenn das Institut einer schwerwiegenden Stresssituation ausgesetzt ist.
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98. Aufgrund der verschiedenen Ziele der beiden Gruppen an inversen Stresstests sollten die …
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Aufgrund der verschiedenen Ziele der beiden Gruppen an inversen Stresstests sollten die Stresstests für ICAAP- und ILAAP-Zwecke sowie für die Sanierungsplanung nicht miteinander verknüpft, sondern miteinander verglichen werden.
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99. Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Entwicklung, Beurteilung und …
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Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Entwicklung, Beurteilung und Kalibrierung von Szenarien für „Beinahe-Ausfälle“, die für die Sanierungsplanung verwendet werden, zu unterstützen.
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100. Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Risikofaktoren zu ermitteln und …
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Die Institute sollten inverse Stresstests verwenden, um die Risikofaktoren zu ermitteln und die Szenarien besser zu verstehen und zu beschreiben, die zu einem „Beinahe-Ausfall“ führen würden, indem wirksame Sanierungsmaßnahmen beurteilt werden, die entweder im Voraus oder im Verlauf der Entwicklung der Risikofaktoren oder Szenarien glaubwürdig umgesetzt werden können.
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101. Inverse Stresstests sollten zu Sanierungsplan-Szenarien beitragen, indem ein dynamischer und …
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Inverse Stresstests sollten zu Sanierungsplan-Szenarien beitragen, indem ein dynamischer und quantitativer Szenariobericht verwendet wird, der die folgenden Aspekte abdecken sollte: - a) die Auslöser einer Sanierung (d. h. an welchem Punkt würde das Institut in dem hypothetischen Szenario Sanierungsmaßnahmen beschließen);
- b) die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und ihre erwartete Effektivität, einschließlich der Methode zur Beurteilung der Effektivität (d. h. Indikatoren, die überwacht werden sollten, um zu dem Schluss kommen zu können, dass keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind);
- c) die angemessene Zeitplanung und der Prozess, der für diese Sanierungsmaßnahmen erforderlich ist; und
- d) für den Fall weiterer Stresssituationen, die Punkte (b) und (c) für mögliche zusätzliche Sanierungsmaßnahmen, die für die Behebung der verbleibenden Risiken erforderlich sind.
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1.1 Referenzen
1.2 Identifizierte Anforderungen
1.3 Zugehörige Standards
2. Identifizierte Anforderungen
Anforderungen
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Anforderung |
3. Zugehörige Standards
Standards
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Anforderung |
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